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Schulabgänger heiß umkämpft

Freitag, 31. Januar 2014, 13:02 Uhr
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt registrierte 2013 insgesamt 3.500 Ausbildungsverträge in Industrie, Handel und Dienstleistungen. Das entspricht rund 40 Prozent aller Verträge in Gesamtthüringen. Der Bewerbermangel führt aktuell zu einer wachsenden Konkurrenz zwischen der dualen Berufsausbildung und einer akademischen Laufbahn...


„Der Wettbewerb ist schärfer geworden“, verweist IHK-Hauptgeschäfts-führer Gerald Grusser auf zahlreiche Angebote für die Thüringer Schulabgänger. So mussten die Unternehmen der IHK Erfurt 2013 ein Minus von 264 Ausbildungsverträgen oder sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr verkraften.

Nach Jahren des Rückgangs stiegen die Schulabgängerzahlen zwar wieder leicht an, doch die Konkurrenz zur klassischen dualen Ausbildung ist mittlerweile groß. „Neben einer Berufsausbildung in der Wirtschaft steht für die Jugendlichen auch eine Laufbahn im öffentlichen Dienst, eine schulische Vollzeitausbildung oder ein Studium zur Auswahl“, so der IHK-Chef.

Doch die Quote der Abbrecher erreicht gerade in technischen Studienrichtungen fast 40 Prozent und die ehemaligen Studenten beginnen dann in der Wirtschaft eine Erstausbildung. „Die hervorragenden Karrieremöglichkeiten des dualen Aus- und Weiterbildungssystems werden oft unterschätzt“, sagt Grusser. Jeder Schulabgänger sollte daher genau prüfen, ob der akademische Weg für ihn persönlich den optimalen Einstieg in die berufliche Karriere darstellt.

„Bei der Suche nach geeignetem Nachwuchs ergeben sich regional große Unterschiede. So konnten in den Landkreisen Gotha, Sömmerda und Weimarer Land teils deutliche Zuwächse verzeichnet werden, wogegen in den Landkreisen Unstrut-Hainich, Nordhausen, Wartburgkreis und Eichsfeld die Ausbildungsverträge um bis zu 17 Prozent zurückgegangen sind“, fasst Grusser zusammen.
Autor: red

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