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Forum: Ganz schlechter Stil

Donnerstag, 20. Februar 2014, 12:26 Uhr
In einer Pressemittteilung meldet sich der ehemalige Geschäftsführer des Tourismusverband Kyffhäuser (TVK) an die Medien in nimmt Stellung zu den Zuständen am Kyffhäuser, die in anderen Presseorganen veröffentlicht wurden. Hier der genaue Wortlaut...

Zugegeben: Auch ich war einigermaßen geschockt, als ich bei der Übergabe am 31.Januar erstmals seit Monaten den ehemaligen Aufenthaltsraum im Verwaltungstrakt des Kyffhäuser-Denkmals betreten habe.
So muss ein Raum nicht aussehen, auch nicht unter den gegebenen Umständen!

Und dennoch fragt man sich: Musste dies an die Öffentlichkeit gezerrt werden? Für mich ist das ein Ausdruck der Geisteshaltung dieses Landkreises und seiner Vertreter gegenüber „seinem“ Tourismusverband. Diese ist geprägt von Feindseligkeit, Missachtung und Diffamierung,nicht erst jetzt! Warum eigentlich und durch wen befördert? Braucht man das womöglich als Selbstbestätigung, alles richtig gemacht zu haben?

Man könnte das nun mit gleicher Münze zurück zahlen, wenn man nur der Frage nachgeht, was die zahlreichen gut bezahlten Mitarbeiter da oben eigentlich den ganzen Tag machen? Ich tue das nicht - schliesslich kennt man die Leute, und sie tun auch nur ihre Pflicht!

Zur Erinnerung und zur Erklärung: Mit 8 Mitarbeitern, davon 7 in Teilzeit, den Geschäftsbetrieb mit Eintritt kassieren, Führungen, Bistro und Museums-Shop, Parkplatzbewirtschaftung, Toiletten und Pflege dieser riesigen Anlage enschliesslich Wegen , Unter- und Mittelburg unter einen Hut zu kriegen, ist nicht so ganz einfach.
Ohne die gute Zusammenarbeit mit ABS bzw. FAU und ständig 3-4 zusätzlichen Kräften aus dem 2. Arbeitsmarkt wäre es gar nicht gegangen- dies auch als Hinweis an den künftigen Betreiber…

Sukzessive hat man im Laufe der Jahre aus denkmalpflegerischen Gründen zunächst die Garagen unmittelbar an der Kasse und danach Garagen und Werkstatträume im Bereich der Oberburg beseitigt. Teure Technik wie z.B. der Multicar musste deshalb ganzjährig im Freien stehen.Die Forderung nach vernünftigen Sozialräumen für die Mitarbeiter wurde immer wieder in die Zukunft verschoben.
Reinigungsarbeiten im Aussenbereich oder der Toilette mussten von den Servicekräften oftmals zwischendurch gemacht werden.

Sicherheitstechnik wie die Alarmanlage oder der Poller mit Überwachungskamera wurde aus Geldmangel des Kreises komplett vom Tourismusverband angeschafft und bezahlt wie übrigens zahlreiche Investitionen in die Infastruktur und zur Verbesserung des touristischen Angebots.
Einen Mietnachlass gab es deshalb aber keineswegs!

Bis zum 30.1. musste der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden - gerade mal ein halber Tag stand dann für das Wegräumen der Warenbestände zur Verfügung. Der alte und neue Urlaub musste ebenso weg wie die zahlreichen in der Saison aufgelaufenen Überstunden.

Eine Müllabfuhr wurde schon seit Wochen nicht mehr bezahlt. Dies alles wissend hätte man auf die Zurschaustellung der „Zustände“ wahrlich verzichten können. Und noch eins, was den eingangs beschriebenen Geist bestätigt:
Den beiden noch nicht freigestellten und demnach noch vom Insolvenzverwalter bezahlten Mitarbeitern des Kyffhäuser-Denkmals wurde schon am zweiten Tag nach der Übernahme durch den Landkreis der Zugang verwehrt - die sollten und wollten eigentlich noch Aufräumarbeiten vornehmen….

Herbert Knischka
Ehemaliger Geschäftsführer
Tourismusverband Kyffhäuser (TVK)
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khh

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