Sonne und Wind und hohes Risiko
Dienstag, 25. Februar 2014, 13:04 Uhr
Mit Umweltschutz und Energiewende Geld verdienen. Das klingt nach einer verlockenden Idee, die nicht nur ein gutes Gewissen, sondern vielleicht auch gute Renditen verspricht. Doch: Auch Unternehmen aus umweltfreundlichen Branchen bewirken keine Wunder. Wie in anderen Bereichen gilt: Hohe Renditeversprechen sind oft mit hohen Risiken verbunden...
Vorsicht ist insbesondere bei Beteiligungen und direkten Investitionen in bestimmte Unternehmen oder Projekte geboten, warnt die Verbraucherzentrale. Beispielsweise in einen Wind- oder Solarpark oder eine Holzplantage: Scheitert so ein Projekt oder geht das Unternehmen pleite, droht der Totalverlust der Geldanlage.
Beispiele für riskante Anlageformen sind geschlossene Fonds, Genussrechte, unverbriefte Namensschuldverschreibungen, Nachrangdarlehen, stille Beteiligungen, Direktinvestments.
Anleger sollten generell immer zuerst ihre persönlichen Anlageziele definieren und dann nach dem passenden Produkt suchen, so Marianne Stietz, Fachberaterin Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Thüringen. Steht Sicherheit an erster Stelle, seien Unternehmensbeteiligungen und Direktinvestments ungeeignet. Anleger sollten zudem nie alles auf eine Karte setzen, sondern das Risiko über verschiedene Finanzprodukte und Anlageklassen streuen.
Vor allem solle man sich nicht von Werbung täuschen lassen. Achtung bei Projekten im Ausland: hier ist eine Klärung von Rechtsfragen und die Durchsetzung von Ansprüchen häufig schwieriger als in Deutschland. Zudem besteht die Gefahr, dass durch Wechselkursänderungen Geld verloren geht.
Wer auf Erneuerbare Energien setzt, sollte beachten, dass die Branche in einigen Bereichen noch jung ist. Werden neue Technologien und Verfahren eingesetzt, besteht das Risiko ungeahnter Komplikationen und Kosten. Es besteht die Gefahr, dass Gewinne reduziert werden bspw. durch falsche Kalkulationsgrundlagen. Dazu zählen u.a. unzureichende Berücksichtigung von Reparaturkosten, steigende Rohstoffpreise, Schädlingsbefall oder Naturkatastrophen.
Fallstricke gibt es auch bei Wald und Holz. Häufig liegen die Flächen der Waldinvestments in Ländern mit zweifelhafter Rechtssicherheit. Hier besteht die Gefahr, dass Menschenrechte und Sozialstandards nicht ausreichend berücksichtigt werden und die einheimische Bevölkerung verdrängt wird. Holzpreise sind zudem komplex und schwer kalkulierbar: Faktoren wie Bodenqualität, Transportkosten bis hin zu Weltmarktpreisen spielen dabei eine Rolle.
Bei Unternehmensbeteiligungen und Direktinvestments in der grünen Branche sollten Sie Folgendes berücksichtigen:
Wer weitergehende Informationen wünscht, kann sich anbieterunabhängig bei der Verbraucherzentrale Thüringen beraten lassen. Beratungstermine können unter 0361 55514-0 vereinbart werden.
Autor: redVorsicht ist insbesondere bei Beteiligungen und direkten Investitionen in bestimmte Unternehmen oder Projekte geboten, warnt die Verbraucherzentrale. Beispielsweise in einen Wind- oder Solarpark oder eine Holzplantage: Scheitert so ein Projekt oder geht das Unternehmen pleite, droht der Totalverlust der Geldanlage.
Beispiele für riskante Anlageformen sind geschlossene Fonds, Genussrechte, unverbriefte Namensschuldverschreibungen, Nachrangdarlehen, stille Beteiligungen, Direktinvestments.
Anleger sollten generell immer zuerst ihre persönlichen Anlageziele definieren und dann nach dem passenden Produkt suchen, so Marianne Stietz, Fachberaterin Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Thüringen. Steht Sicherheit an erster Stelle, seien Unternehmensbeteiligungen und Direktinvestments ungeeignet. Anleger sollten zudem nie alles auf eine Karte setzen, sondern das Risiko über verschiedene Finanzprodukte und Anlageklassen streuen.
Vor allem solle man sich nicht von Werbung täuschen lassen. Achtung bei Projekten im Ausland: hier ist eine Klärung von Rechtsfragen und die Durchsetzung von Ansprüchen häufig schwieriger als in Deutschland. Zudem besteht die Gefahr, dass durch Wechselkursänderungen Geld verloren geht.
Wer auf Erneuerbare Energien setzt, sollte beachten, dass die Branche in einigen Bereichen noch jung ist. Werden neue Technologien und Verfahren eingesetzt, besteht das Risiko ungeahnter Komplikationen und Kosten. Es besteht die Gefahr, dass Gewinne reduziert werden bspw. durch falsche Kalkulationsgrundlagen. Dazu zählen u.a. unzureichende Berücksichtigung von Reparaturkosten, steigende Rohstoffpreise, Schädlingsbefall oder Naturkatastrophen.
Fallstricke gibt es auch bei Wald und Holz. Häufig liegen die Flächen der Waldinvestments in Ländern mit zweifelhafter Rechtssicherheit. Hier besteht die Gefahr, dass Menschenrechte und Sozialstandards nicht ausreichend berücksichtigt werden und die einheimische Bevölkerung verdrängt wird. Holzpreise sind zudem komplex und schwer kalkulierbar: Faktoren wie Bodenqualität, Transportkosten bis hin zu Weltmarktpreisen spielen dabei eine Rolle.
Bei Unternehmensbeteiligungen und Direktinvestments in der grünen Branche sollten Sie Folgendes berücksichtigen:
- Hohes Risiko: Bei Insolvenz des Unternehmens droht Totalverlust. Es gibt keine Einlagensicherung.
- Keine feste Rendite: Bei den versprochenen Renditen handelt es sich meist um unverbindliche Prognosen. Sie sind in der Regel ertragsabhängig und können geringer ausfallen als geplant.
- Lange Laufzeiten: Sie können 20 Jahre oder länger sein. Eine vorzeitige Kündigung des Vertrages ist schwierig und teuer oder schlicht nicht möglich. Oft werden lange Laufzeiten im Angebotsprospekt nicht klar benannt.
- Undurchsichtige und hohe Kosten: Sie schmälern die Rendite. Kosten für Provision und Vertrieb sind oftmals hoch und nicht immer klar erkennbar.
- Keine Kreditfinanzierung: Legen Sie nur Geld an, das Sie auch tatsächlich haben. Bei einer Pleite oder geringerer Rendite bleiben Sie sonst auf ihren Schulden sitzen...
Wer weitergehende Informationen wünscht, kann sich anbieterunabhängig bei der Verbraucherzentrale Thüringen beraten lassen. Beratungstermine können unter 0361 55514-0 vereinbart werden.
