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Thüringer sollen mehr Bier trinken?

Sonntag, 02. März 2014, 09:26 Uhr
Die Einnahmen des Freistaates aus der Biersteuer summierten sich im vergangenen Jahr auf 25,603 Millionen Euro. Dies bedeutete den geringsten Stand der letzten zehn Jahre...


Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich das Aufkommen um rund eine Million Euro (2012: 26,679 Millionen Euro). Im Jahr 2004 betrugen die Einnahmen noch 28,827 Millionen Euro.

„Die zurückgehenden Einnahmen aus der Biersteuer sind kein Thüringer Phänomen. Die Brauereien verkaufen bundesweit weniger. Das liegt an immer mehr Konkurrenzprodukten alkoholischer Art, aber auch am steigenden Marktanteil alkoholfreier Biere“, so Finanzminister Wolfgang Voß, der ergänzte: „Trotz des Tiefstands bewegen wir uns noch immer auf einem relativ konstanten Niveau. Insofern sehe ich der weiteren Entwicklung auch gelassen entgegen.“

Die Biersteuer ist in Bezug auf das Aufkommen hinter der Grunderwerbsteuer und der Lotteriesteuer die drittwichtigste Landessteuer in Thüringen. Sie ist eine der ältesten Verbrauchsteuern. Die Produktion und der Konsum von Bier wurden schon im Mittelalter in vielen deutschen Städten besteuert. Heute wird die Biersteuer durch den Zoll erhoben und anschließend auf die Länder verteilt.

Die Höhe der Biersteuer richtet sich grundsätzlich nach dem Stammwürzegehalt des Bieres, der in Grad Plato je 100 Gramm Bier gemessen wird. Je nach Grad Plato erfolgt eine Einteilung in Steuerklassen. Der Alkoholgehalt spielt bei der Bemessung der Steuer keine Rolle. Alkoholfreies Bier unterliegt nicht der Biersteuer.

Der Regelsatz der Biersteuer beträgt für einen Hektoliter Bier 0,787 Euro je Grad Plato. Ein Hektoliter übliches Vollbier wie etwa Pils, Kölsch oder Alt, mit einem Stammwürzegehalt von 12 Grad Plato, ist also mit 9,444 Euro Biersteuer belastet. Demnach werden für 0,2 Liter Bier im Glas 1,9 Cent Biersteuer fällig, für den halben Liter macht das 4,75 Cent. Kleinere Brauereien können unter bestimmten Voraussetzungen ermäßigte Steuersätze in Anspruch nehmen. Bildquelle: Rudolpho Duba / PIXELIO
Autor: red

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