Heute für morgen Zeichen setzen –
Freitag, 07. März 2014, 13:15 Uhr
gleiche Chancen für Männer und Frauen im Kyffhäuserkreis, in Thüringen und in Europa. So die Forderung des DGB Kreisverbandes Kyffhäuserkreis in seinen Grußworte an die Frauen...
Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2014 fordert der Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Kyffhäuser, Reiner Sörgel effektive Maßnahmen für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen. Gleiche Chancen für Männer und Frauen sind lange nicht erreicht, auch wenn der Anteil der Frauen an den Erwerbstätigen langsam steigt. Nach wie vor erhalten Frauen im Durchschnitt 22 Prozent geringere Löhne als Männer und arbeiten viel öfter in Teilzeit oder in Minijobs zu finden. In Führungspositionen sind Frauen nur sehr selten. so Sörgel.
Viele Frauen erhalten trotz Vollzeitbeschäftigung keine existenzsichernden Löhne und können damit auch keinen existenzsichernden Rentenanspruch erarbeiten. Viele von ihnen sind gezwungen, auf Teilzeit- oder Minijobs auszuweichen, wenn sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren müssen. Besonders dramatisch zeigt sich die Situation für Alleinerziehende. Trotz Erwerbstätigkeit müssen viele von ihnen ergänzend Hartz IV Leistungen beziehen. Im Kyffhäuserkreis waren im Jahr 2013 771 Alleinerziehende mit einem oder mehreren Kindern auf Hartz VI Leistungen angewiesen.
Sörgel weiter: Fast jede dritte Frau, die Arbeitslosengeld II bezieht, ist gleichzeitig sozialversicherungspflichtig beschäftigt, kann aber von ihrem Einkommen nicht leben. Zum Stichtag Juli 2013 waren im Kyffhäuserkreis 3507 Frauen auf Hartz IV angewiesen, obwohl 1094 von ihnen erwerbstätig waren. Dazu kommt, dass ca. 37 Prozent der als arbeitslos registrierten Frauen keinen Anspruch auf Leistungen haben, weil z.B. der Ehemann ein Einkommen erzielt, welches über dem Sozialhilfesatz liegt.
Frauen wollen gute Arbeit und ein existenzsicherndes Einkommen ein Leben lang. Dazu müssen aber Politiker den warmen Worten und Versprechungen endlich Daten folgen lassen. Dazu gehört neben einem gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 pro Stunde, die Abschaffung der Minijobs und damit Sozialversicherungspflicht ab der ersten Arbeitsstunde, ein Rechtsanspruch auf Rückkehr von Teilzeit auf einen Vollzeitarbeitsplatz sowie eine hochwertige Betreuungsinfrastruktur für Kinder und Pflegebedürftige, damit Familie und Beruf miteinander vereinbar werden.
Autor: khhAnlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2014 fordert der Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Kyffhäuser, Reiner Sörgel effektive Maßnahmen für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen. Gleiche Chancen für Männer und Frauen sind lange nicht erreicht, auch wenn der Anteil der Frauen an den Erwerbstätigen langsam steigt. Nach wie vor erhalten Frauen im Durchschnitt 22 Prozent geringere Löhne als Männer und arbeiten viel öfter in Teilzeit oder in Minijobs zu finden. In Führungspositionen sind Frauen nur sehr selten. so Sörgel.
Viele Frauen erhalten trotz Vollzeitbeschäftigung keine existenzsichernden Löhne und können damit auch keinen existenzsichernden Rentenanspruch erarbeiten. Viele von ihnen sind gezwungen, auf Teilzeit- oder Minijobs auszuweichen, wenn sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren müssen. Besonders dramatisch zeigt sich die Situation für Alleinerziehende. Trotz Erwerbstätigkeit müssen viele von ihnen ergänzend Hartz IV Leistungen beziehen. Im Kyffhäuserkreis waren im Jahr 2013 771 Alleinerziehende mit einem oder mehreren Kindern auf Hartz VI Leistungen angewiesen.
Sörgel weiter: Fast jede dritte Frau, die Arbeitslosengeld II bezieht, ist gleichzeitig sozialversicherungspflichtig beschäftigt, kann aber von ihrem Einkommen nicht leben. Zum Stichtag Juli 2013 waren im Kyffhäuserkreis 3507 Frauen auf Hartz IV angewiesen, obwohl 1094 von ihnen erwerbstätig waren. Dazu kommt, dass ca. 37 Prozent der als arbeitslos registrierten Frauen keinen Anspruch auf Leistungen haben, weil z.B. der Ehemann ein Einkommen erzielt, welches über dem Sozialhilfesatz liegt.
Frauen wollen gute Arbeit und ein existenzsicherndes Einkommen ein Leben lang. Dazu müssen aber Politiker den warmen Worten und Versprechungen endlich Daten folgen lassen. Dazu gehört neben einem gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 pro Stunde, die Abschaffung der Minijobs und damit Sozialversicherungspflicht ab der ersten Arbeitsstunde, ein Rechtsanspruch auf Rückkehr von Teilzeit auf einen Vollzeitarbeitsplatz sowie eine hochwertige Betreuungsinfrastruktur für Kinder und Pflegebedürftige, damit Familie und Beruf miteinander vereinbar werden.
