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Das diskutiert die CDU Kyffhäuserkreis (2)

Dienstag, 18. März 2014, 09:18 Uhr
Am letzten Samstag wurde den Mitgliedern der CDU der Entwurf des Wahlprogramms vorgestellt, das bis Ostern diskutiert werden soll. Heute stellt kn den Teil 2 Bildung als eine Kernaufgabe im Kyffhäuserkreis vor...

Der Entwurf, so der Vorsitzende der CDU - Kyffhäuserkreis, soll Organisationen und Vereinigungen, die kreisweit tätig sind (z.B. Handwerkskammer, Diakonieverbund, IHK, DRK, überregionale Vereine usw. übergeben werden. Auch Sie liebe Leser soll sich ausreichend informieren können. Hier Teil 2 der fünfteiligen Serie:

Bildung als eine Kernaufgabe im Kyffhäuserkreis

Erfolgreiche Bildungspolitik setzt verlässliche, berechenbare und beständige Rahmenbedingungen für alle an Bildung beteiligten Menschen voraus. Das sind unsere Kinder, die Lehrerinnen und Lehrer, die Erzieherinnen und Erzieher sowie die Eltern. Wir schätzen die bisher geleistete Arbeit all dieser Beteiligten sehr. Daher unterstützen wir die Idee eines Schulfriedens, der die jetzigen Schulstrukturen bis 2020 parteiübergreifend festschreibt. Wir lehnen ständige Strukturdabatten ab, z.B. die Bildung von weiteren Gemeinschaftsschulen aus ideologischen Gründen. Unsere Kinder sind kein Experimentierfeld. Auch die Lehrerinnen und Lehrer brauchen Kontinuität für ihre pädagogische Arbeit. Die erste Gemeinschaftsschule im Kyffhäuserkreis in Oldisleben soll sich unter heutigen Bedingungen erst bewähren, Beteiligte sollen Erfahrungen sammeln, bevor dann weitere Entscheidungen getroffen werden können.

Chancengerechtigkeit heißt, jeder Schülerin und jedem Schüler dieselben Chancen einzuräumen und ihnen entsprechend ihrer Begabungen optimal zu fördern. Dies gelingt am besten mit einem differenzierten Schulwesen, mit eigenständigen wohnortnahen Grundschulen, Förderzentren, Regelschulen sowie profilierten Gymnasien. Die Regelschulen wollen wir zu Oberschulen ausbauen, denn dies ist die richtige Antwort auf die stärkere Bedeutung der praktischen Berufsvorbereitung.
Wir halten die Aufgabe des Gymnasialstandortes Greußen zugunsten der Errichtung einer weiteren Gemeinschaftsschule für falsch. Ein gemeinsamer gymnasialer Standort Sonderhausen/Greußen wäre aus unserer Sicht eine bessere und auch umsetzbare Lösung gewesen.

Bildung ist unser höchstes Gut, deshalb dürfen unsere Schulstandorte nicht weiter reduziert werden. Die Schule muss im Dorf bleiben, denn Schule ist ein Stück Heimat und Identität. Weitere Schulschließungen lehnen wir nach wie vor ab, da die Schülerzahlen laut Prognosen in den nächsten Jahren stabil bleiben. Wir sind gegen große "Schulfabriken" an zentralen Standorten, denn für uns zählt das Motto "Kurze Beine, kurze Wege".
Wir stehen für den weiteren Ausbau von Ganztagsschulen mit freiwilligen Angeboten im kulturrellen und sportlichen Bereich, auch unter Einbeziehung der örtlichen Vereine. Wir unterstützen weiterhin die Zusammenarbeit zwischen Schule und ortsansässigen Unternehmen.
Im investiven Bereich muss die Lern- und Lehrmittelausstattung verbessert werden. Schulgebäude wollen wir schrittweise sanieren. Neubauten sollten die Ausnahme sein, um aufgrund der hohen Kosten nicht weitere Schulstandorte zu gefährden.

Wir unterstützen ausdrücklich die Vorhaben der CDU Thüringen, auch in Zukunft Noten und Versetzungsentscheidungen ab der 3. Klasse beizubehalten. Dazu gehören ebenso die Sekundärtugenden wie gutes Sozialverhalten, Pünktlichkeit und Fleiß. Daher sind wir auch weiterhin für "Kopfnoten".

CDU-Kyffhäuserkreis
Autor: khh

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