Krankenstand so hoch wie nie
Dienstag, 18. März 2014, 14:17 Uhr
Im vergangenen Jahr hat der Krankenstand der Thüringer Erwerbstätigen erstmals die Fünf-Prozent-Marke überschritten und lag mit 5,4 Prozent so hoch wie nie. Das berichtet die IKK classic auf Basis der Arbeitsunfähigkeitsdaten von 167.300 bei der IKK classic versicherten Erwerbspersonen in Thüringen...
An jedem Arbeitstag des Jahres fehlten also etwa 5 von 100 Beschäftigten in Thüringen. Durchschnittlich waren die Erwerbstätigen in Thüringen 19,8 Tage im Jahr krankgeschrieben – fast zwei Tage häufiger als 2012. Die Arbeitsunfähigkeitsquote lag mit 63 Prozent um zwei Prozent höher als noch im Vorjahr.
Von 100 Thüringer Beschäftigten konnten mindestens 63 Personen einmal im Jahr krankheitsbedingt nicht zur Arbeit gehen. Insgesamt entfielen auf jeden Beschäftigten 1,5 Krankheitsfälle mit einer Dauer von 13,6 Tagen.
Vor allem Krankheiten des Atmungssystems wie erkältungsbedingte Infektionen, Bronchitis oder Grippe nahmen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25 Prozent deutlich zu. Durchschnittlich 3,27 Tage war jede Erwerbsperson im letzten Jahr aufgrund einer Atemwegsinfektion arbeitsunfähig (2012: 2,51 Tage). Eine Entwicklung, die wohl dem langen und kalten Winter und der damit einhergehenden Erkältungswelle Anfang 2013 geschuldet ist. Neben Muskel- und Skelett-Erkrankungen (4,63 Tage) und Verletzungen (2,89 Tage) haben auch psychische Erkrankungen (1,81 Tage) im Vergleich zum Vorjahr nur leicht zugenommen.
Auch unsere aktuelle Auswertung des Krankheitsgeschehens in der Region spiegelt den bundesweiten Trend zur Steigerung des Krankenstandes wider, fasst Andreas Gärtner, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Thüringen, die Zahlen zusammen. Auffallend ist außerdem, dass das Durchschnittsalter der Beschäftigten in Thüringen in den letzten zehn Jahren von 36 auf 41 Jahren deutlich angestiegen ist. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass der demografische Wandel längst auch in Thüringen angekommen ist, so Gärtner weiter. Er appelliert an die Unternehmen im Freistaat, mit einem altersgerechten und gesundheitsfördernden Betriebsmanagement dieser Entwicklung Rechnung zu tragen.
Autor: redAn jedem Arbeitstag des Jahres fehlten also etwa 5 von 100 Beschäftigten in Thüringen. Durchschnittlich waren die Erwerbstätigen in Thüringen 19,8 Tage im Jahr krankgeschrieben – fast zwei Tage häufiger als 2012. Die Arbeitsunfähigkeitsquote lag mit 63 Prozent um zwei Prozent höher als noch im Vorjahr.
Von 100 Thüringer Beschäftigten konnten mindestens 63 Personen einmal im Jahr krankheitsbedingt nicht zur Arbeit gehen. Insgesamt entfielen auf jeden Beschäftigten 1,5 Krankheitsfälle mit einer Dauer von 13,6 Tagen.
Vor allem Krankheiten des Atmungssystems wie erkältungsbedingte Infektionen, Bronchitis oder Grippe nahmen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25 Prozent deutlich zu. Durchschnittlich 3,27 Tage war jede Erwerbsperson im letzten Jahr aufgrund einer Atemwegsinfektion arbeitsunfähig (2012: 2,51 Tage). Eine Entwicklung, die wohl dem langen und kalten Winter und der damit einhergehenden Erkältungswelle Anfang 2013 geschuldet ist. Neben Muskel- und Skelett-Erkrankungen (4,63 Tage) und Verletzungen (2,89 Tage) haben auch psychische Erkrankungen (1,81 Tage) im Vergleich zum Vorjahr nur leicht zugenommen.
Auch unsere aktuelle Auswertung des Krankheitsgeschehens in der Region spiegelt den bundesweiten Trend zur Steigerung des Krankenstandes wider, fasst Andreas Gärtner, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Thüringen, die Zahlen zusammen. Auffallend ist außerdem, dass das Durchschnittsalter der Beschäftigten in Thüringen in den letzten zehn Jahren von 36 auf 41 Jahren deutlich angestiegen ist. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass der demografische Wandel längst auch in Thüringen angekommen ist, so Gärtner weiter. Er appelliert an die Unternehmen im Freistaat, mit einem altersgerechten und gesundheitsfördernden Betriebsmanagement dieser Entwicklung Rechnung zu tragen.
