Ostdeutsche erwarten Wirtschaftsboom
Mittwoch, 19. März 2014, 10:18 Uhr
Im Frühjahr 2014 befindet sich die Zuversicht in den neuen Bundesländern leicht im Aufwind: Auf die Frage, wie sie der Gesamtsituation Deutschlands in den kommenden zwölf Monaten entgegensehen, antwortet knapp ein Drittel (32 Prozent) der Ostdeutschen mit Zuversicht oder mit großer Zuversicht...
Grafik (Foto: Allianz Deutschland)
Das sind vier Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Mit diesem Ergebnis ist Ostdeutschland im Vergleich der Regionen dennoch Schlusslicht hinter Norddeutschland (36 Prozent).
Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der seit 2007 monatlich durchgeführten repräsentativen Befragungen zur Allianz Zuversichtsstudie, einem Gemeinschaftsprojekt der Allianz Deutschland AG und der Universität Hohenheim.
Deutlich nach oben gegangen ist die Zuversicht für die Wirtschaft: 45 Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern sind optimistisch, was die konjunkturellen Aussichten anbelangt. Das sind elf Prozentpunkte mehr als im Frühjahr 2013. Für 2014 wird ein deutliches Wirtschaftswachstum auch im Osten Deutschlands prognostiziert. Nutznießer dürfte vor allem die ostdeutsche Baubranche sein, denn ein großer Teil der Wiederaufbaumaßnahmen nach dem letztjährigen Hochwasser werden erst in diesem Jahr angegangen. Auch die Nachfrage nach neuen Woh-nungen ist hoch, sagt Prof. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim, der die Allianz Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitet.
Die Zuversicht für den Umwelt- und Klimaschutz nimmt ebenfalls deutlich Fahrt auf: 34 Prozent der Ostdeutschen sind hier von einer positiven Entwicklung überzeugt. Das ist ein Zuwachs von elf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. In den neuen Bundesländern ist die Neuausrichtung der Stromproduktion auf einem guten Weg. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist bundesweit Spitze.
Grafik (Foto: Allianz Deutschland)
Außerdem ist die Infrastruktur schon besser ausgebaut als im Westen. So kann die Energiewende gelingen, sagt Frank Brettschneider. Ostdeutsche blicken etwas skeptischer in die private Zukunft. Weniger optimistisch als vor einem Jahr sind die Menschen im Osten für ihr persönliches Leben: 54 Prozent der Befragten sind zuversichtlich, was die eigene Zukunft anbelangt. Das ist ein leichter Rückgang um drei Prozentpunkte gegenüber dem Frühjahr 2013.
Mit diesem Ergebnis sind die neuen Bundesländer im Vergleich der Regionen Schlusslicht hinter Hessen und Norddeutschland (jeweils 67 Prozentpunkte). Die Zuversicht für die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes (59 Prozent) und für die eigenen Finanzen (47 Prozent) ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls leicht um drei Prozentpunkte zurückgegangen.
Ostdeutsche Unternehmen klagen über Nachwuchssorgen und Fachkräftemangel. Darunter leidet die Wettbewerbsfähigkeit, sagt Frank Brettschneider.
Autor: red
Grafik (Foto: Allianz Deutschland)
Das sind vier Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Mit diesem Ergebnis ist Ostdeutschland im Vergleich der Regionen dennoch Schlusslicht hinter Norddeutschland (36 Prozent).
Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der seit 2007 monatlich durchgeführten repräsentativen Befragungen zur Allianz Zuversichtsstudie, einem Gemeinschaftsprojekt der Allianz Deutschland AG und der Universität Hohenheim.
Deutlich nach oben gegangen ist die Zuversicht für die Wirtschaft: 45 Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern sind optimistisch, was die konjunkturellen Aussichten anbelangt. Das sind elf Prozentpunkte mehr als im Frühjahr 2013. Für 2014 wird ein deutliches Wirtschaftswachstum auch im Osten Deutschlands prognostiziert. Nutznießer dürfte vor allem die ostdeutsche Baubranche sein, denn ein großer Teil der Wiederaufbaumaßnahmen nach dem letztjährigen Hochwasser werden erst in diesem Jahr angegangen. Auch die Nachfrage nach neuen Woh-nungen ist hoch, sagt Prof. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim, der die Allianz Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitet.
Die Zuversicht für den Umwelt- und Klimaschutz nimmt ebenfalls deutlich Fahrt auf: 34 Prozent der Ostdeutschen sind hier von einer positiven Entwicklung überzeugt. Das ist ein Zuwachs von elf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. In den neuen Bundesländern ist die Neuausrichtung der Stromproduktion auf einem guten Weg. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist bundesweit Spitze.
Grafik (Foto: Allianz Deutschland)
Außerdem ist die Infrastruktur schon besser ausgebaut als im Westen. So kann die Energiewende gelingen, sagt Frank Brettschneider. Ostdeutsche blicken etwas skeptischer in die private Zukunft. Weniger optimistisch als vor einem Jahr sind die Menschen im Osten für ihr persönliches Leben: 54 Prozent der Befragten sind zuversichtlich, was die eigene Zukunft anbelangt. Das ist ein leichter Rückgang um drei Prozentpunkte gegenüber dem Frühjahr 2013.
Mit diesem Ergebnis sind die neuen Bundesländer im Vergleich der Regionen Schlusslicht hinter Hessen und Norddeutschland (jeweils 67 Prozentpunkte). Die Zuversicht für die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes (59 Prozent) und für die eigenen Finanzen (47 Prozent) ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls leicht um drei Prozentpunkte zurückgegangen.
Ostdeutsche Unternehmen klagen über Nachwuchssorgen und Fachkräftemangel. Darunter leidet die Wettbewerbsfähigkeit, sagt Frank Brettschneider.



