Eröffnung der neuen Sonderausstellung
Montag, 24. März 2014, 11:59 Uhr
Walther Frahm (1884-1970) – ein Absolvent der Kunstakademie Königsberg in Bad Frankenhausen so der Titel der kommenden Ausstellung. Wann das Ganze startet, erfahren Sie hier...
Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, den 11. April 2014, um 19.00 Uhr, im Festsaal von Schloss Frankenhausen statt.
In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Walther Frahm zum 130. Mal. Ein naheliegender Anlass, dem einstige Kunsterzieher am Bad Frankenhäuser Gymnasium und seinem künstlerischen Schaffen eine Sonderschau zu widmen.
Schafherde vor der Silhouette von Seehausen, 1920
Geboren und aufgewachsen in Mölln im heutigen Bundesland Schleswig – Holstein, studierte Walther Frahm von 1902 bis 1906 an der Kunstakademie Königsberg/Ostpreußen. Mit Ludwig Dettmann (1865-1944), neben Max Liebermann Mitbegründer der Berliner Secession, besaß er einen frühen Vertreter des Impressionismus in Deutschland als Lehrer. Um nach dem Studium den Beruf des Lehrers ergreifen zu können, wählte er Turnen als Nebenfach. Die Hinwendung zu diesem Beruf war ihm wohl von zu Hause aus gegeben. Sein Vater, Leonard Frahm, war Volksschullehrer. Auf Empfehlung seiner Professoren erhielt er bereits während der Studienzeit in Ostpreußen einige Aufträge von Privatpersonen. Die daraus resultierenden Einnahmen dienten der Finanzierung seines Studiums.
Eine Anstellung als Lehrer für Zeichnen und Turnen führte ihn 1908 an das damals städtische Realprogymnasium in Frankenhausen. Im Hause seiner Herbergsmutter lernte er deren Tochter, Elisabeth Seifarth, kennen und heiratete sie am 14. Juli 1925 in Uthleben bei Nordhausen. Am Gymnasium, das nach Ausklang der Monarchie 1918 verstaatlicht wurde, blieb er bis nach Ende des Zweiten Weltkrieges.
Dem Ruhestand bereits nah, wagte er den Schritt zum freischaffenden Künstler. Bis zu seinem Tod 1970 in Bad Frankenhausen widmete er sich nun ganz seiner künstlerischen Neigung. Gehörte seine Vorliebe zunächst dem Aquarell, gesellte sich hierzu seit dem Studium auch das Pastell. Seine Motive hier insbesondere Landschaften und der menschliche Körper. In seiner Wahlheimat Bad Frankenhausen waren es vor allem seine Radierungen, Federzeichnungen und Holzschnitte, die ihn über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt gemacht haben. Dabei waren es nicht allein die gewählten Motive aus Stadt, Dorf und Natur, die das Interesse des Betrachters weckten, sondern oftmals auch die Art der Präsentation. Seine Arbeiten illustrierten vielfach Veröffentlichungen zur Geschichte der nahen Heimat.
Von der Gründung des Regionalmuseum 1920 bis 1970, rund 50 Jahre, beteiligte er sich immer wieder an der Gestaltung der ständigen Ausstellungen. Einige seiner Graphiken zur Erdgeschichte sind nach wie vor so präzise im Detail, dass sie immer noch für bildhafte Darstellungen im Ausstellungsbereich zur Naturkunde Anwendung finden.
Thomas Müntzer vor dem Angertorhaus, 1963
Sein Nachlass, über Jahrzehnte in der Familie bewahrt, gelangte 2013 zu einem beträchtlichen Teil ins Regionalmuseum nach Bad Frankenhausen. Prof. Dr. Harald J.W. Müller-Kirsten, sein Neffe, schenkte dem Museum mehr als 700 Einzelwerke, von denen eine Auswahl in der Ausstellung gezeigt wird.
Eröffnet wird die Ausstellung, zu der Sie herzlich eingeladen sind, dieses Mal am Vorabend des Kyffhäuserberglaufes. Musikalisch umrahmen wird die Eröffnung Ronald Uhlig, Musiklehrer am Carl-Schroeder-Konservatorium Sondershausen, der Kreismusikschule des Kyffhäuserkreises.
Autor: khhDie Ausstellungseröffnung findet am Freitag, den 11. April 2014, um 19.00 Uhr, im Festsaal von Schloss Frankenhausen statt.
In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Walther Frahm zum 130. Mal. Ein naheliegender Anlass, dem einstige Kunsterzieher am Bad Frankenhäuser Gymnasium und seinem künstlerischen Schaffen eine Sonderschau zu widmen.
Schafherde vor der Silhouette von Seehausen, 1920
Geboren und aufgewachsen in Mölln im heutigen Bundesland Schleswig – Holstein, studierte Walther Frahm von 1902 bis 1906 an der Kunstakademie Königsberg/Ostpreußen. Mit Ludwig Dettmann (1865-1944), neben Max Liebermann Mitbegründer der Berliner Secession, besaß er einen frühen Vertreter des Impressionismus in Deutschland als Lehrer. Um nach dem Studium den Beruf des Lehrers ergreifen zu können, wählte er Turnen als Nebenfach. Die Hinwendung zu diesem Beruf war ihm wohl von zu Hause aus gegeben. Sein Vater, Leonard Frahm, war Volksschullehrer. Auf Empfehlung seiner Professoren erhielt er bereits während der Studienzeit in Ostpreußen einige Aufträge von Privatpersonen. Die daraus resultierenden Einnahmen dienten der Finanzierung seines Studiums.
Eine Anstellung als Lehrer für Zeichnen und Turnen führte ihn 1908 an das damals städtische Realprogymnasium in Frankenhausen. Im Hause seiner Herbergsmutter lernte er deren Tochter, Elisabeth Seifarth, kennen und heiratete sie am 14. Juli 1925 in Uthleben bei Nordhausen. Am Gymnasium, das nach Ausklang der Monarchie 1918 verstaatlicht wurde, blieb er bis nach Ende des Zweiten Weltkrieges.
Dem Ruhestand bereits nah, wagte er den Schritt zum freischaffenden Künstler. Bis zu seinem Tod 1970 in Bad Frankenhausen widmete er sich nun ganz seiner künstlerischen Neigung. Gehörte seine Vorliebe zunächst dem Aquarell, gesellte sich hierzu seit dem Studium auch das Pastell. Seine Motive hier insbesondere Landschaften und der menschliche Körper. In seiner Wahlheimat Bad Frankenhausen waren es vor allem seine Radierungen, Federzeichnungen und Holzschnitte, die ihn über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt gemacht haben. Dabei waren es nicht allein die gewählten Motive aus Stadt, Dorf und Natur, die das Interesse des Betrachters weckten, sondern oftmals auch die Art der Präsentation. Seine Arbeiten illustrierten vielfach Veröffentlichungen zur Geschichte der nahen Heimat.
Von der Gründung des Regionalmuseum 1920 bis 1970, rund 50 Jahre, beteiligte er sich immer wieder an der Gestaltung der ständigen Ausstellungen. Einige seiner Graphiken zur Erdgeschichte sind nach wie vor so präzise im Detail, dass sie immer noch für bildhafte Darstellungen im Ausstellungsbereich zur Naturkunde Anwendung finden.
Thomas Müntzer vor dem Angertorhaus, 1963
Sein Nachlass, über Jahrzehnte in der Familie bewahrt, gelangte 2013 zu einem beträchtlichen Teil ins Regionalmuseum nach Bad Frankenhausen. Prof. Dr. Harald J.W. Müller-Kirsten, sein Neffe, schenkte dem Museum mehr als 700 Einzelwerke, von denen eine Auswahl in der Ausstellung gezeigt wird.
Eröffnet wird die Ausstellung, zu der Sie herzlich eingeladen sind, dieses Mal am Vorabend des Kyffhäuserberglaufes. Musikalisch umrahmen wird die Eröffnung Ronald Uhlig, Musiklehrer am Carl-Schroeder-Konservatorium Sondershausen, der Kreismusikschule des Kyffhäuserkreises.


