Alkohol - Alles im Griff!
Dienstag, 25. März 2014, 14:45 Uhr
Um die Bevölkerung über die Gefahren von zu hohem Alkoholkonsum zu informieren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren, initiierte das Präventionszentrum der SiT-Suchthilfe in Thüringen unter Schirmherrschaft des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit das Thüringer Bündnis Alkohol-Alles im Griff!...
Mit der Aussage Alkohol-Alles im Griff! wird zum Nachdenken über Alkohol, über individuelle Gebrauchsmuster, über gesellschaftliche Normen und Zwänge aufgerufen und für mehr Power aller Verantwortungsträger geworben.
Möglichst viele Einrichtungen, Träger, Behörden und Betriebe sollen das Bündnis mit tragen. Bis heute unterzeichneten 32 Bündnispartner die Erklärung. Das jüngste Mitglied ist die SPA GmbH- Simson Private Akademie, die zeitgleich einen betrieblichen Suchtkrankenhelfer in ihrer Firma einsetzte.
Das Bündnis soll eine Plattform für eine breite, nachhaltige Diskussion über ein gemeinsames Verständnis und ein besseres gesellschaftliches Zusammenspiel in der Alkoholprävention bieten.
Deutschland gehört zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol, und auch Thüringen macht dabei keine Ausnahme. Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen aus den Factsheets von 2014 zeigen, dass es einen Zusammenhang von Alkoholabhängigen und problemtisch Konsumierenden mit Fehlzeiten oder Unfällen in der Arbeitswelt gibt.
Etwa 5% der Arbeitnehmer sind alkoholabhängig, bei Führungskräften bis zu 10%. Problematisch Konsumierende fehlen 16mal häufiger, erleiden 3,5mal häufiger Arbeitsunfälle und haben einen Arbeitsleistungsverlust von etwa 25%.4.825 Thüringer, die in den Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe um Hilfe gesucht haben, erhielten eine Hauptdiagnose bezüglich eines schädlichen Gebrauchs bzw. einer Abhängigkeit von Alkohol (=73 %), davon sind 80,3 % Männer und 19,7 % Frauen.
Über die Hälfte waren zwischen 35 und 54 Jahre alt. (Bericht zur aktuellen Situation und den Aktivitäten der Suchthilfeeinrichtungen des Landes Thüringen, IFT, München 2012).Laut der Europäischen Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen 2011 (ESPAD) gaben zur Häufigkeit alkoholbezogener Probleme in den letzten 12 Monaten 59,0 % der Befragten an, kein Problem; 26,7 % 1-2 Probleme; 14,4 %, 3 oder mehr Probleme zu haben. (Befragung von Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse in Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, IFT, München 2012).
Nach Angaben des Landesamtes für Statistik verstarben 2012 in Thüringen 500 Menschen am Alkoholkonsum. Unfälle mit schwerwiegendem Sachschaden und/oder Personenschaden unter Alkoholeinfluss ereigneten sich erst kürzlich zur Faschingszeit in Thüringen.
Das Präventionszentrum der SiT-gGmbH will mit dem Bündnis keine Abstinenz predigen, denn diese Botschaft verhallt erfahrungsgemäß bei Erwachsenen und jungen Erwachsenen gleichermaßen. Vielmehr soll für Genuss, bei gleichzeitiger Abgrenzung vom Alkoholmissbrauch und riskanten Trinkverhaltensweisen sensibilisiert werden. Natürlich gibt es Situationen, bei denen sogenannte Punktnüchternheit bzw. Abstinenz geboten ist: z.B. in der Schule, bei der Arbeit, bei Krankheit und Schwangerschaft, im Straßenverkehr.
Intensiviert werden die Bereiche der Betrieblichen Suchtprävention mit verschiedenen Angeboten. Spezielle Fortbildungs- Beratungs-und Vortagsangebote befassen sich mit dem Thema Alkohol am Arbeitsplatz für Entscheidungsträger und Führungskräfte z.B. mit der Frage, wie man einen Kollegen/ eine Kollegin anspricht der oder die Alkoholprobleme haben. Die genauen Ausmaße der Belastungen und Schäden (laut DHS, 2014) sind in Deutschland bisher wenig erforscht. Es ist in jedem Fall davon auszugehen, dass Risiken, Gefährdungen und Folgen für den gesamten Betriebsablauf, das Betriebsklima und die Produktivität ausgehen!
Die Erfolge der letzten Jahre sprechen für sich: So wurde in Kooperation des Präventionszentrums und der Thüringer Polizei eine DVD-Augen zu und durch entwickelt, die u.a. in der Ausbildung aller Führungskräfte zum Umgang mit suchtgefährdeten Mitarbeitern eingesetzt wird.
Die Gesundheitsförderung ist ein weiteres wichtiges Standbein der Campus-Familie und wird an der TU Ilmenau durch ein umfangreiches Angebot an gesundheitsfördernden Maßnahmen mit Leben erfüllt. Auch dem Thema Suchtprävention wird an der Uni Ilmenau genügend Raum gegeben.
Autor: redMit der Aussage Alkohol-Alles im Griff! wird zum Nachdenken über Alkohol, über individuelle Gebrauchsmuster, über gesellschaftliche Normen und Zwänge aufgerufen und für mehr Power aller Verantwortungsträger geworben.
Möglichst viele Einrichtungen, Träger, Behörden und Betriebe sollen das Bündnis mit tragen. Bis heute unterzeichneten 32 Bündnispartner die Erklärung. Das jüngste Mitglied ist die SPA GmbH- Simson Private Akademie, die zeitgleich einen betrieblichen Suchtkrankenhelfer in ihrer Firma einsetzte.
Das Bündnis soll eine Plattform für eine breite, nachhaltige Diskussion über ein gemeinsames Verständnis und ein besseres gesellschaftliches Zusammenspiel in der Alkoholprävention bieten.
Deutschland gehört zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol, und auch Thüringen macht dabei keine Ausnahme. Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen aus den Factsheets von 2014 zeigen, dass es einen Zusammenhang von Alkoholabhängigen und problemtisch Konsumierenden mit Fehlzeiten oder Unfällen in der Arbeitswelt gibt.
Etwa 5% der Arbeitnehmer sind alkoholabhängig, bei Führungskräften bis zu 10%. Problematisch Konsumierende fehlen 16mal häufiger, erleiden 3,5mal häufiger Arbeitsunfälle und haben einen Arbeitsleistungsverlust von etwa 25%.4.825 Thüringer, die in den Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe um Hilfe gesucht haben, erhielten eine Hauptdiagnose bezüglich eines schädlichen Gebrauchs bzw. einer Abhängigkeit von Alkohol (=73 %), davon sind 80,3 % Männer und 19,7 % Frauen.
Über die Hälfte waren zwischen 35 und 54 Jahre alt. (Bericht zur aktuellen Situation und den Aktivitäten der Suchthilfeeinrichtungen des Landes Thüringen, IFT, München 2012).Laut der Europäischen Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen 2011 (ESPAD) gaben zur Häufigkeit alkoholbezogener Probleme in den letzten 12 Monaten 59,0 % der Befragten an, kein Problem; 26,7 % 1-2 Probleme; 14,4 %, 3 oder mehr Probleme zu haben. (Befragung von Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse in Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, IFT, München 2012).
Nach Angaben des Landesamtes für Statistik verstarben 2012 in Thüringen 500 Menschen am Alkoholkonsum. Unfälle mit schwerwiegendem Sachschaden und/oder Personenschaden unter Alkoholeinfluss ereigneten sich erst kürzlich zur Faschingszeit in Thüringen.
Das Präventionszentrum der SiT-gGmbH will mit dem Bündnis keine Abstinenz predigen, denn diese Botschaft verhallt erfahrungsgemäß bei Erwachsenen und jungen Erwachsenen gleichermaßen. Vielmehr soll für Genuss, bei gleichzeitiger Abgrenzung vom Alkoholmissbrauch und riskanten Trinkverhaltensweisen sensibilisiert werden. Natürlich gibt es Situationen, bei denen sogenannte Punktnüchternheit bzw. Abstinenz geboten ist: z.B. in der Schule, bei der Arbeit, bei Krankheit und Schwangerschaft, im Straßenverkehr.
Intensiviert werden die Bereiche der Betrieblichen Suchtprävention mit verschiedenen Angeboten. Spezielle Fortbildungs- Beratungs-und Vortagsangebote befassen sich mit dem Thema Alkohol am Arbeitsplatz für Entscheidungsträger und Führungskräfte z.B. mit der Frage, wie man einen Kollegen/ eine Kollegin anspricht der oder die Alkoholprobleme haben. Die genauen Ausmaße der Belastungen und Schäden (laut DHS, 2014) sind in Deutschland bisher wenig erforscht. Es ist in jedem Fall davon auszugehen, dass Risiken, Gefährdungen und Folgen für den gesamten Betriebsablauf, das Betriebsklima und die Produktivität ausgehen!
Die Erfolge der letzten Jahre sprechen für sich: So wurde in Kooperation des Präventionszentrums und der Thüringer Polizei eine DVD-Augen zu und durch entwickelt, die u.a. in der Ausbildung aller Führungskräfte zum Umgang mit suchtgefährdeten Mitarbeitern eingesetzt wird.
Die Gesundheitsförderung ist ein weiteres wichtiges Standbein der Campus-Familie und wird an der TU Ilmenau durch ein umfangreiches Angebot an gesundheitsfördernden Maßnahmen mit Leben erfüllt. Auch dem Thema Suchtprävention wird an der Uni Ilmenau genügend Raum gegeben.

