Erneuerbare Energien im Aufwind
Mittwoch, 26. März 2014, 15:16 Uhr
Erneuerbare Energien im Netzgebiet der MITNETZ STROM 2013 weiter im Aufwind. Installierte Leistung, Stromeinspeisung und Anteil am Endverbraucherabsatz auf Rekordniveau und "Verantwortung der Verteilnetzbetreiber fur Stabilitat der Stromnetze steigt", so die Meldung des besonders im Ostteil des Kyffhäuserkreises aktiven Energiedienstleisters.
Die erneuerbaren Energien bleiben in Ostdeutschland auf Wachstumskurs. Ihr Anteil am Endverbraucherabsatz im Netzgebiet der MITNETZ STROM lag im Jahr 2013 bei 64 Prozent (2012: 60 Prozent) und damit deutlich uber dem Bundesdurchschnitt. MITNETZ STROM ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in den neuen Bundesländern. Das Netzgebiet erstreckt sich über Teile der Bundeslander Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Ostdeutschland ist bei der Entwicklung der erneuerbaren Energien den anderen Regionen Deutschlands um mehr als 20 Jahre voraus¡§, so Dr. Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der MITNETZ STROM, mit Blick auf die neuen Rekordwerte. Danach stieg die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien im Netzgebiet der MITNETZ STROM im Jahr 2013 um rund 2 Prozent auf 9,8 Milliarden Kilowattstunden (2012: 9,6 Milliarden Kilowattstunden).
Dies entspricht dem Stromverbrauch von mehr als 3,8 Millionen Haushalten in Ostdeutschland pro Jahr. Die Zahl der Anlagen nahm um rund 8,5 Prozent auf 33.830 (2012: 31.190) zu. Die installierte Leistung erhöhte sich um rund 6 Prozent auf 6.685 Megawatt (2012: 6.304 Megawatt). Lediglich die Einspeisevergütung des enviaM-Netzbetreibers an die Anlagenbetreiber ging leicht um rund 0,8 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro (2012: 1,24 Milliarden Euro) zurück. Ursache ist die zunehmende Nutzung der Möglichkeiten der Direktvermarktung, bei der Anlagenbetreiber die erzeugte Energie selbst vermarkten und nur noch ein geringerer Anteil über die Vergütung durch den Netzbetreiber sichtbar wird.
Die wichtigste erneuerbare Energiequelle im Netzgebiet der MITNETZ STROM ist unverändert die Windenergie, gefolgt von Solarenergie, Biomasse, Wasserkraft und Deponiegas. Der am stärksten wachsende erneuerbare Energieträger ist weiterhin die Solarenergie.
Wir sind einer der Verteilnetzbetreiber mit der höchsten Einspeiseleistung aus erneuerbaren Energien in Deutschland. Die wichtigsten Herausforderungen für uns sind neben dem Netzausbau die Bewältigung der immer stärker schwankenden Stromeinspeisung aus Wind- und Solarenergie, so Schweer weiter.
In Folge des Wandels von der zentralen zur dezentralen Energieversorgung im Zuge der Energiewende kommt den Verteilnetzbetreibern für die Sicherstellung der Systemstabilität der Stromnetze eine Schlüsselrolle zu. Dies belegt auch eine aktuelle Studie der Deutsche Energie-Agentur (dena), an der MITNETZ STROM mitgearbeitet hat. Bislang werden Systemdienstleistungen wie Betriebsführung, Frequenz- und Spannungshaltung und Versorgungswiederaufbau im Wesentlichen durch konventionelle Kraftwerke erbracht, die an die Übertragungsnetze (Höchstspannungsnetze) angeschlossenen sind. Diese stehen jedoch in Zukunft in deutlich geringerem Umfang zur Verfügung. Es ist daher erforderlich, dass auch erneuerbare Energieanlagen Systemdienstleistungen übernehmen, die vor allem an die Verteilnetze (Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze) angebunden sind.
Damit wächst die Verantwortung der Verteilnetzbetreiber wie MITNETZ STROM für die Sicherheit der Stromversorgung. Neben den Übertragungsnetzbetreibern sind auch sie künftig verstärkt für die Koordination von Systemdienstleistungen zuständig, so Schweer.
Autor: khhDie erneuerbaren Energien bleiben in Ostdeutschland auf Wachstumskurs. Ihr Anteil am Endverbraucherabsatz im Netzgebiet der MITNETZ STROM lag im Jahr 2013 bei 64 Prozent (2012: 60 Prozent) und damit deutlich uber dem Bundesdurchschnitt. MITNETZ STROM ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in den neuen Bundesländern. Das Netzgebiet erstreckt sich über Teile der Bundeslander Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Ostdeutschland ist bei der Entwicklung der erneuerbaren Energien den anderen Regionen Deutschlands um mehr als 20 Jahre voraus¡§, so Dr. Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der MITNETZ STROM, mit Blick auf die neuen Rekordwerte. Danach stieg die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien im Netzgebiet der MITNETZ STROM im Jahr 2013 um rund 2 Prozent auf 9,8 Milliarden Kilowattstunden (2012: 9,6 Milliarden Kilowattstunden).
Dies entspricht dem Stromverbrauch von mehr als 3,8 Millionen Haushalten in Ostdeutschland pro Jahr. Die Zahl der Anlagen nahm um rund 8,5 Prozent auf 33.830 (2012: 31.190) zu. Die installierte Leistung erhöhte sich um rund 6 Prozent auf 6.685 Megawatt (2012: 6.304 Megawatt). Lediglich die Einspeisevergütung des enviaM-Netzbetreibers an die Anlagenbetreiber ging leicht um rund 0,8 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro (2012: 1,24 Milliarden Euro) zurück. Ursache ist die zunehmende Nutzung der Möglichkeiten der Direktvermarktung, bei der Anlagenbetreiber die erzeugte Energie selbst vermarkten und nur noch ein geringerer Anteil über die Vergütung durch den Netzbetreiber sichtbar wird.
Die wichtigste erneuerbare Energiequelle im Netzgebiet der MITNETZ STROM ist unverändert die Windenergie, gefolgt von Solarenergie, Biomasse, Wasserkraft und Deponiegas. Der am stärksten wachsende erneuerbare Energieträger ist weiterhin die Solarenergie.
Wir sind einer der Verteilnetzbetreiber mit der höchsten Einspeiseleistung aus erneuerbaren Energien in Deutschland. Die wichtigsten Herausforderungen für uns sind neben dem Netzausbau die Bewältigung der immer stärker schwankenden Stromeinspeisung aus Wind- und Solarenergie, so Schweer weiter.
In Folge des Wandels von der zentralen zur dezentralen Energieversorgung im Zuge der Energiewende kommt den Verteilnetzbetreibern für die Sicherstellung der Systemstabilität der Stromnetze eine Schlüsselrolle zu. Dies belegt auch eine aktuelle Studie der Deutsche Energie-Agentur (dena), an der MITNETZ STROM mitgearbeitet hat. Bislang werden Systemdienstleistungen wie Betriebsführung, Frequenz- und Spannungshaltung und Versorgungswiederaufbau im Wesentlichen durch konventionelle Kraftwerke erbracht, die an die Übertragungsnetze (Höchstspannungsnetze) angeschlossenen sind. Diese stehen jedoch in Zukunft in deutlich geringerem Umfang zur Verfügung. Es ist daher erforderlich, dass auch erneuerbare Energieanlagen Systemdienstleistungen übernehmen, die vor allem an die Verteilnetze (Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze) angebunden sind.
Damit wächst die Verantwortung der Verteilnetzbetreiber wie MITNETZ STROM für die Sicherheit der Stromversorgung. Neben den Übertragungsnetzbetreibern sind auch sie künftig verstärkt für die Koordination von Systemdienstleistungen zuständig, so Schweer.
