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Viele Probleme nicht bekannt

Sonntag, 30. März 2014, 10:45 Uhr
Kleingärtner führten wichtige Informationsgespräche mit dem Bundestagsabgeordneten Johannes Selle (CDU). Dazu erreichte kn folgende Meldung


Zu einem Informationsgespräch trafen sich am 25.03.14 Mitglieder des Kreisvorstandes Kyffhäuserkreis der Gartenfreunde e. V. Sondershausen mit dem Mitglied des Deutschen Bundestages der CDU Fraktion Johannes Selle.
Im Mittelpunkt des Informationsgespräches standen Sorgen und Probleme des Kleingartenwesens in Thüringen, in den Neuen Bundesländern und speziell im Kreisgebiet.

Der Kreisverbandsvorsitzende der Kleingärtner Wolfgang Dittrich informierte dem MdB über den Stand der Kleingartensituation im Kreisverband und über die Probleme welche die Kleingärtner beschäftigen.

Viele Probleme nicht bekannt (Foto: Thomas Leipold) Viele Probleme nicht bekannt (Foto: Thomas Leipold)

Wolfgang Dittrich, Thomas Leipold, Rosemarie Treuse und Johannes Selle (v.li. n. re.)

Ausgehend von der Entwicklung des Kleingartenwesens in der ehemaligen DDR, hier wurden Kleingartenanlagen quasi aus dem Boden gestampft, um die Bevölkerung mit Gärten zu versorgen und auch die Versorgung mit Obst und Gemüse für die Gesamtbevölkerung zu sichern und zu verbessern, war für viele Kleingärtner nach der Wende der Kleingarten nicht mehr erstrebenswert.

Die Folge war, dass viele Parzellen aufgegeben wurden und in den Kleingartenanlagen erhebliche freie Parzellen entstanden. Im Kreisgebiet haben z. Z. 500 Parzellen keinen Pächter. Auf Grund der Altersstruktur der Mitglieder im Kreisverband wird sich der Leerstand in den nächsten Jahren weiter erhöhen. Die Folge wird sein, dass Vereine aufgelöst werden und die Anlagen zurück gebaut werden müssen.

Kosten von etwa 5.000 Euro pro Parzelle können dann für den Rückbau (ohne Asbest und Sondermüll)anfallen. Das können viele Kleingärtner und Vereine gar nicht bezahlen und stehen damit vor dem wirtschaftlichen Ruin. Hierzu steht die Bitte der Kleingärtner an die Bundesregierung, ein Förderprogramm für die Beräumung von Parzellen aufzulegen, so wie es im Wohnungsbau auch erfolgt ist.

Ein weiteres Problem, nicht nur der Kleingärtner, ist die Änderung des Kommunalabgabegesetzes in Thüringen, speziell zu den Straßenausbaubeiträgen. Hier kann jeder Kleingartenverein, der an einer kommunalen Strasse liegt, 30 Jahre rückwirkend mit Strassenausbaubeiträgen belastet werden.
Auch der Wegfall von Bufdi – Stellen haben Auswirkungen auf das Vereinsleben. So musste im Kreisverband ein Projekt aufgegeben werden, weil die Betreuerstelle (Bufdi)nicht mehr besetzt werden konnte. Damit wurden zwei Jahre Aufbauarbeit zunichte gemacht.

Johannes Selle betonte, dass er viele dieser Probleme und Sorgen so bisher nicht kannte.

Zum Abschluss des Gespräches übergab der Kreisvorsitzende dem MdB Selle einen Fragekatalog der Kleingärtner mit der Bitte, diese Fragen in den Bundestag einzubringen.


Thomas Leipold
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
beim Kreisvorstand Kyffhäuserkreis
der Gartenfreunde e. V. in Sondershausen
Autor: khh

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