Offener Brief an Thüringer Bauminister
Montag, 31. März 2014, 22:16 Uhr
Mitglieder der Arbeitsgruppe im Förderverein zum Erhalt der Oberkirche Bad Frankenhausen wenden sich in einem offenen Brief an den Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr Christian Carius. Der Brief liegt im Wortlaut bei kn vor...
Thüringer Ministerium für Bau,
Landesentwicklung und Verkehr
Herrn Minister
Christian Carius
Werner-Seelenbinder-Straße 8
99096 Erfurt
29.03.2014
Sehr geehrter Herr Minister Carius,
seit 1992 gibt es den Förderverein der Oberkirche in Bad Frankenhausen und seit dieser Zeit setzen sich engagierte Bürger, nicht nur aus unserer Stadt, für den Erhalt dieses Wahrzeichens ein.
Mit Bestürzung erfuhren wir durch eine Pressemitteilung der Evangelischen Landeskirche im Dezember 2010 (Thüringer Allgemeine, 28.12.2012), dass der Schiefe Oberkirchturm abgerissen werden soll. Seitdem haben sich unsere Bemühungen noch verstärkt. Nie hätten wir es für möglich gehalten, dass in Thüringen, einem Christdemokratischen Bundesland, Kirchtürme abgerissen werden und wir wollen auch nicht zu der Generation gehören, in der so etwas geschieht. Dieses stadtprägende Baudenkmal muss für die nachfolgenden Generationen erhalten werden.
Inzwischen gehört die Oberkirche nicht mehr der Evangelischen Kirche, sondern der Stadt Bad Frankenhausen und hat sich von einem Wahrzeichen der Stadt zu einem kulturhistorischen Baudenkmal von regionaler und überregionaler Bedeutung entwickelt. Der Schiefe Turm ist aus der Stadtsilhouette nicht mehr wegzudenken.
Zudem ist der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen bereits ein touristischer Anziehungspunkt und sorgte in der Vergangenheit auch dafür, dass die Kyffhäuserregion bekannter wurde. Täglich besuchen, je nach Wetterlage, zwischen 50 und 120 Touristen aus nah und fern unseren Schiefen Turm.
Ein Konzept zur dauerhaften und robusten Stabilisierung des Schiefen Turmes liegt bereits vor, ebenso die Baugenehmigung.
Wir sind enttäuscht über Ihre populistische Begründung zur Ablehnung der Fördermittel zum Erhalt des Schiefen Turmes auf dem Kreisparteitag der CDU des Kyffhäuserkreises. Aus unserer Sicht ist diese Aussage eines Ministers unwürdig. Gleichzeitig beleidigen Sie unser jahrelanges ehrenamtliches Bemühen zur Rettung des Turmes.
In den Zeiten der zunehmenden Politikverdrossenheit erbitten und erwarten wir zu Recht den Einsatz für den Erhalt unserer Kulturdenkmäler, nicht den Abriss des Oberkirchturms. Jedes vernichtete Denkmal ist eines zu viel. Die Identität der Bürger mit Ihrer Stadt und Ihrem Land steht und fällt mit dem Erhalt Ihres kulturhistorischen Erbes. Die Politik, die Wirtschaft und die Bürger sind in der Verantwortung. Wir als Bürger von Bad Frankenhausen sind ehrenamtlich seit Jahren für den Erhalt unseres Schiefen Turmes im Einsatz und möchten dies auch weiterhin sein.
Dem Oberkirchturm droht noch in diesem Jahr der Abriss, wenn Sie Ihre Entscheidung, Herr Minister Carius, nicht revidieren. Bad Frankenhausen ist Heil- und Kurstadt, lebt also von der Kur und dem stetig steigenden Tourismus. Von der Sanierung des Schiefen Turmes erwartet nicht nur Bad Frankenhausen, sondern die gesamte Region einen Mehrwert.
Für die Initiativen zum Erhalt des Oberkirchturms der Stadt Bad Frankenhausen sowie des Fördervereins bitten wie Sie, Herr Minister Carius, um Ihre Unterstützung. Wir engagierten Bürger unserer Region setzen große Erwartungen an Ihre Teilnahme an einer Podiumsdiskussion in Bad Frankenhausen.
Wir benötigen die Freigabe von Städtebaufördermitteln i.H.v. 800.000 €, gerechnet auf die Jahre 2014 und 2015, also 400.000 € pro Jahr.
Die Diskussion zum Bau des schiefen Turmes auf der Hohen Geba in der Rhön werden wir mit wachen Augen verfolgen, auch unter der Sicht, wie sich gewählte Politiker unseres Landes hier entscheiden.
Die Stadt Bad Frankenhausen sowie die gesamte Kyffhäuser-Region werden weiter für die dauerhafte und robuste Stabilisierung des kulturhistorischen Baudenkmals, unseres Schiefen Turmes, kämpfen.
Diesen offenen Brief haben wir zur Kenntnisnahme an Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht, sowie an die Presse gerichtet.
Mit freundlichen Grüßen
Mitglieder der Arbeitsgruppe
im Förderverein zum Erhalt
der Oberkirche
Bad Frankenhausen
Autor: khhThüringer Ministerium für Bau,
Landesentwicklung und Verkehr
Herrn Minister
Christian Carius
Werner-Seelenbinder-Straße 8
99096 Erfurt
29.03.2014
Sehr geehrter Herr Minister Carius,
seit 1992 gibt es den Förderverein der Oberkirche in Bad Frankenhausen und seit dieser Zeit setzen sich engagierte Bürger, nicht nur aus unserer Stadt, für den Erhalt dieses Wahrzeichens ein.
Mit Bestürzung erfuhren wir durch eine Pressemitteilung der Evangelischen Landeskirche im Dezember 2010 (Thüringer Allgemeine, 28.12.2012), dass der Schiefe Oberkirchturm abgerissen werden soll. Seitdem haben sich unsere Bemühungen noch verstärkt. Nie hätten wir es für möglich gehalten, dass in Thüringen, einem Christdemokratischen Bundesland, Kirchtürme abgerissen werden und wir wollen auch nicht zu der Generation gehören, in der so etwas geschieht. Dieses stadtprägende Baudenkmal muss für die nachfolgenden Generationen erhalten werden.
Inzwischen gehört die Oberkirche nicht mehr der Evangelischen Kirche, sondern der Stadt Bad Frankenhausen und hat sich von einem Wahrzeichen der Stadt zu einem kulturhistorischen Baudenkmal von regionaler und überregionaler Bedeutung entwickelt. Der Schiefe Turm ist aus der Stadtsilhouette nicht mehr wegzudenken.
Zudem ist der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen bereits ein touristischer Anziehungspunkt und sorgte in der Vergangenheit auch dafür, dass die Kyffhäuserregion bekannter wurde. Täglich besuchen, je nach Wetterlage, zwischen 50 und 120 Touristen aus nah und fern unseren Schiefen Turm.
Ein Konzept zur dauerhaften und robusten Stabilisierung des Schiefen Turmes liegt bereits vor, ebenso die Baugenehmigung.
Wir sind enttäuscht über Ihre populistische Begründung zur Ablehnung der Fördermittel zum Erhalt des Schiefen Turmes auf dem Kreisparteitag der CDU des Kyffhäuserkreises. Aus unserer Sicht ist diese Aussage eines Ministers unwürdig. Gleichzeitig beleidigen Sie unser jahrelanges ehrenamtliches Bemühen zur Rettung des Turmes.
In den Zeiten der zunehmenden Politikverdrossenheit erbitten und erwarten wir zu Recht den Einsatz für den Erhalt unserer Kulturdenkmäler, nicht den Abriss des Oberkirchturms. Jedes vernichtete Denkmal ist eines zu viel. Die Identität der Bürger mit Ihrer Stadt und Ihrem Land steht und fällt mit dem Erhalt Ihres kulturhistorischen Erbes. Die Politik, die Wirtschaft und die Bürger sind in der Verantwortung. Wir als Bürger von Bad Frankenhausen sind ehrenamtlich seit Jahren für den Erhalt unseres Schiefen Turmes im Einsatz und möchten dies auch weiterhin sein.
Dem Oberkirchturm droht noch in diesem Jahr der Abriss, wenn Sie Ihre Entscheidung, Herr Minister Carius, nicht revidieren. Bad Frankenhausen ist Heil- und Kurstadt, lebt also von der Kur und dem stetig steigenden Tourismus. Von der Sanierung des Schiefen Turmes erwartet nicht nur Bad Frankenhausen, sondern die gesamte Region einen Mehrwert.
Für die Initiativen zum Erhalt des Oberkirchturms der Stadt Bad Frankenhausen sowie des Fördervereins bitten wie Sie, Herr Minister Carius, um Ihre Unterstützung. Wir engagierten Bürger unserer Region setzen große Erwartungen an Ihre Teilnahme an einer Podiumsdiskussion in Bad Frankenhausen.
Wir benötigen die Freigabe von Städtebaufördermitteln i.H.v. 800.000 €, gerechnet auf die Jahre 2014 und 2015, also 400.000 € pro Jahr.
Die Diskussion zum Bau des schiefen Turmes auf der Hohen Geba in der Rhön werden wir mit wachen Augen verfolgen, auch unter der Sicht, wie sich gewählte Politiker unseres Landes hier entscheiden.
Die Stadt Bad Frankenhausen sowie die gesamte Kyffhäuser-Region werden weiter für die dauerhafte und robuste Stabilisierung des kulturhistorischen Baudenkmals, unseres Schiefen Turmes, kämpfen.
Diesen offenen Brief haben wir zur Kenntnisnahme an Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht, sowie an die Presse gerichtet.
Mit freundlichen Grüßen
Mitglieder der Arbeitsgruppe
im Förderverein zum Erhalt
der Oberkirche
Bad Frankenhausen
