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Hochwassergefahr und Hochwasserschutz

Mittwoch, 02. April 2014, 18:45 Uhr
Zu einem Informationsabend zum Thema Hochwassergefahr und Hochwasserschutz in Sondershausen hatte heute die Stadtratsfraktion von SPD/GRÜNE geladen...

Die Stadtratsfraktion von SPD/GRÜNE hat es zu sich einer Tradition gemacht, im Rahmen ihrer thematischen Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort & bürgernah“ mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.
Diese Tradition sollte heute nun fortgesetzt werden.


Abgesägte Bäume und scheinbar nicht notwendiger Brückenbau am Gottesacker sorgten immer wieder für Widerspruch und Nachfragen von Bürgern bei Verwaltung und Stadtratsmitgliedern von SPD und GRÜNEN.

Um mehr Klarheit in die Problematik zu bringen hatte die SPD- GRÜNE Fraktion im Vereinszimmer des Konservatoriums, Sondershausen, zu dieser offenenen Fraktionssitzung zur Problematik „Hochwassergefahr und Hochwasserschutz in Sondershausen“ geladen..

Als kompetente Gesprächspartner hatte man Vertreter des Ingenieurbüro König und der Bauverwaltung der Stadt Sondershausen ins Boot geholt, um über die reale Hochwassergefahr für Sondershausen und die geplanten und bereits realisierten Maßnahmen des Hochwasserschutzes informieren und diskutieren.

Hochwassergefahr und Hochwasserschutz (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Hochwassergefahr und Hochwasserschutz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bauamtsleiter Manfred Kucksch macht zuerst einen Blick in die Geschichte. Hochwasser gab es schon immer und werden auch in Zukunft nicht auszuschließen sein, schon in Folge des Klimawandels.
- 29. 1613 Thüringer Sinnflut
- 5.9. 1895 stark Gewitter
- 6. Februar 1909 an der Wipper
- 20.4.1983 Hochwasser am Planplatz. Dieses Hochwasser resultierte wie ähnliche Ereignisse kurz vorher durch die Bergbausenkungen.Das als nicht so schlimm angekündigte Hochwasser brachte damals einen Schaden von rund sechs Millionen DDR-Mark.

Hochwasserschutz ist eine Pflichtaufgabe der Kommune, für die eigentlich Geld da sein sollte, so Kucksch.

Hochwassergefahr und Hochwasserschutz (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Hochwassergefahr und Hochwasserschutz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Herr G. König vom gleichnamigen Ingenieurbüro König erläuterte die Notwendigkeit der Hochwasserschutzmaßnahmen an der Bebra.

Unter anderem erläuterte er die Notwendigkeit des Hochwasserrückhaltebeckens an der Bebra, das geplant wird, um ein HQ 100 (Jahrhunderthochwasser an der Bebra aufzuhalten, damit es sich nicht in die Innenstadt ergießt.Bei einem HQ 100 ohne Rückhaltebecken würde sich das Wasser in einer „Schüssel“ am Planplatz und Volksplatz mit bis zu zwei Meter Höhe sammeln. Der Fließweg des Wassers würde sich sogar durch die Hauptstraße führen.

In Zukunft muss etwas gemacht werden, damit wenigstens das Wasser nicht bis zur Hauptstraße läuft und wenigstens in der Schlufterstraße und Langestraße bleibt. Das Modell sieht vor, am Volksplatz eine Öffnung in Richtung Wipper für die Ableitung des Wasser zu schaffen.

Hochwassergefahr und Hochwasserschutz (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Hochwassergefahr und Hochwasserschutz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Problem der Bebra: Bei einem HQ 100 wird die Vorwarnzeit für ein Hochwasser bei 30 Minuten liegen, Was nicht vorher geschützt ist, kann kaum noch geschützt werden. Aus diesem Grund muss auch der

Hochwassergefahr und Hochwasserschutz (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Hochwassergefahr und Hochwasserschutz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Einige Genehmigungen stehen in den nächsten tagen an.

Wichtig der Hinweis von G. König: Die Kommune ist verpflichtet die Bürger so zu informieren, dass sie sich vor einem HQ 100 mit Maßnahmen selbst absichern müssen. Wie die Information aussehen sollte, wurde aber nicht gesagt.

Es war mit Sicherheit eine interessante Veranstaltung die den Charme eines Familientreffens hatte, wie es Manfred Kucksch so schön bei seiner Einleitung sagte.
Das vorher gesagte war durch acht Thesen von G. König nochmals zusammengefasst werden. Interssant die achte These:
Die Gleichzeitigkeit eines Extremhochwassers in Wipper und Bebra wird ausgeschlossen..

Ob sich der Wettergott an die achte These halten wird? Man darf gespannt sein.

Und wo müsste an der Bebra zuerst etwas gemacht werden, so die Frage Cornelia Kraffzick? Klare Antwort von G. König: An der Bebra im Bereich der Erfurterstraße. Gezeigte Bilder entlang der Bebra geschossen zeigen, dass noch viel Geld in die Hand genommen werden müsste, so es da ist.
Autor: khh

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