Was würde Ludwig Erhard heute sagen?
Donnerstag, 03. April 2014, 11:47 Uhr
Unter dem Titel Was würde Ludwig Erhard, der Vater der Sozialen Marktwirtschaft, heute sagen? findet am 8. April 2014 um 16 Uhr eine Fortbildungsveranstaltung für Lehrer im Staatlichen Schulamt Nordthüringen in Worbis, Raum 420, statt. Hier lesen Sie, worum es geht...
Der durch die Globalisierung erzeugte Reformdruck zwingt zu einer Anpassung der internationalen Wettbewerbsrahmenbedingungen mit einer unaufhaltsamen Neuverteilung der wirtschaftlichen, finanziellen und ökologischen Ressourcen auf der Welt. Dazu gesellen sich reformbedürftige Sozialsysteme in Deutschland, die eine Verschiebung der Problemlösung in die Zukunft nicht mehr möglich machen, wollen wir unseren Kindern nicht die gesamten Altlasten hinterlassen.
Vor 60 Jahren ging es Ludwig Erhard im Nachkriegsdeutschland um eine freie Wirtschaft, die je freier, umso sozialer sein kann. Der Begriff der Sozialen Marktwirtschaft wurde 1946 von Alfred Müller-Armack zuerst gebraucht. Ihm ging es vor allem um eine sinnvolle Verbindung einer aktiven, sozialen Wirtschaftspolitik mit einer Marktwirtschaft.
Erhards Antwort darauf lautete: Ich hoffe, Sie missverstehen mich nicht, wenn ich von der sozialen Marktwirtschaft spreche. Ich meine, dass der Markt an sich sozial ist, nicht dass er sozial gemacht werden muss. (Zitat)
Was bedeuten diese Gedanken im Jahr 2014 für Thüringen, Deutschland und Europa. Der Wirtschaftsrat ist fest davon überzeugt, dass das von Ludwig Erhard begründete Modell der Sozialen Marktwirtschaft sowohl dem Finanzkapitalismus
angelsächsischer als auch dem Staatskapitalismus östlicher Prägung überlegen ist.
Es hat sich über Jahrzehnte und gerade auch in Krisenzeiten immer wieder bewährt. Damit dies so bleibt, müssen sich die Soziale Marktwirtschaft und deren Repräsentanten in Wirtschaft und Politik offen für eine ständige Überprüfung, Erneuerung und Anpassung an neue Herausforderungen zeigen. Der Wirtschaftsrat warnt davor, die tragenden Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft aus dem Blick zu verlieren. Sie sind der Garant für Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand.
Die Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Thüringen und der Wirtschaftsrat, Landesverband Thüringen, bieten ein Gesprächsforum an, um
Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulverwaltung mit Wirtschaft ins Gespräch zu bringen. Lehrerinnen und Lehrer sind wichtige Multiplikatoren für junge Menschen, geben neben den Eltern Orientierung in den wichtigen Fragen der Wirtschafts- und Sozialordnung sowie der Arbeitswelt in Deutschland.
Andreas Elm von Liebschwitz, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrats Deutschland, Landesverband Thüringen spricht zum Thema: Ist die Soziale Marktwirtschaft sozial gerecht oder was ist unter einer sozial gerechten Gesellschaftsordnung zu verstehen?
Die unterschiedlichen Sichtweisen und Wahrnehmungen von Sozialer Marktwirtschaft durch Politik und Bürger in Deutschland an Hand einer empirischen Studie - praktische Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft.
Aus der Praxis berichten:
Oliver Wönnmann, Geschäftsführer der Feuer Powertrain GmbH aus Nordhausen mit 400 Beschäftigten und weiteren 50 Azubis.
Othmar Ernst, Geschäftsführer der Firma Ernst & Herwig Hoch- und Tiefbau GmbH & Co.KG aus Leinefelde, ein mittelständiges Bauunternehmen mit bis zu 150 Mitarbeitern und einer guten technischen Ausstattung.
Autor: enDer durch die Globalisierung erzeugte Reformdruck zwingt zu einer Anpassung der internationalen Wettbewerbsrahmenbedingungen mit einer unaufhaltsamen Neuverteilung der wirtschaftlichen, finanziellen und ökologischen Ressourcen auf der Welt. Dazu gesellen sich reformbedürftige Sozialsysteme in Deutschland, die eine Verschiebung der Problemlösung in die Zukunft nicht mehr möglich machen, wollen wir unseren Kindern nicht die gesamten Altlasten hinterlassen.
Vor 60 Jahren ging es Ludwig Erhard im Nachkriegsdeutschland um eine freie Wirtschaft, die je freier, umso sozialer sein kann. Der Begriff der Sozialen Marktwirtschaft wurde 1946 von Alfred Müller-Armack zuerst gebraucht. Ihm ging es vor allem um eine sinnvolle Verbindung einer aktiven, sozialen Wirtschaftspolitik mit einer Marktwirtschaft.
Erhards Antwort darauf lautete: Ich hoffe, Sie missverstehen mich nicht, wenn ich von der sozialen Marktwirtschaft spreche. Ich meine, dass der Markt an sich sozial ist, nicht dass er sozial gemacht werden muss. (Zitat)
Was bedeuten diese Gedanken im Jahr 2014 für Thüringen, Deutschland und Europa. Der Wirtschaftsrat ist fest davon überzeugt, dass das von Ludwig Erhard begründete Modell der Sozialen Marktwirtschaft sowohl dem Finanzkapitalismus
angelsächsischer als auch dem Staatskapitalismus östlicher Prägung überlegen ist.
Es hat sich über Jahrzehnte und gerade auch in Krisenzeiten immer wieder bewährt. Damit dies so bleibt, müssen sich die Soziale Marktwirtschaft und deren Repräsentanten in Wirtschaft und Politik offen für eine ständige Überprüfung, Erneuerung und Anpassung an neue Herausforderungen zeigen. Der Wirtschaftsrat warnt davor, die tragenden Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft aus dem Blick zu verlieren. Sie sind der Garant für Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand.
Die Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Thüringen und der Wirtschaftsrat, Landesverband Thüringen, bieten ein Gesprächsforum an, um
Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulverwaltung mit Wirtschaft ins Gespräch zu bringen. Lehrerinnen und Lehrer sind wichtige Multiplikatoren für junge Menschen, geben neben den Eltern Orientierung in den wichtigen Fragen der Wirtschafts- und Sozialordnung sowie der Arbeitswelt in Deutschland.
Andreas Elm von Liebschwitz, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrats Deutschland, Landesverband Thüringen spricht zum Thema: Ist die Soziale Marktwirtschaft sozial gerecht oder was ist unter einer sozial gerechten Gesellschaftsordnung zu verstehen?
Die unterschiedlichen Sichtweisen und Wahrnehmungen von Sozialer Marktwirtschaft durch Politik und Bürger in Deutschland an Hand einer empirischen Studie - praktische Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft.
Aus der Praxis berichten:
Oliver Wönnmann, Geschäftsführer der Feuer Powertrain GmbH aus Nordhausen mit 400 Beschäftigten und weiteren 50 Azubis.
Othmar Ernst, Geschäftsführer der Firma Ernst & Herwig Hoch- und Tiefbau GmbH & Co.KG aus Leinefelde, ein mittelständiges Bauunternehmen mit bis zu 150 Mitarbeitern und einer guten technischen Ausstattung.
