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kn-Forum: Wahl

Montag, 14. April 2014, 10:30 Uhr
Um was geht´s denn eigentlich? Schaut man in die Zeitung, an den Straßenrand, ins Internet oder in den Briefkasten kommt man nicht umhin festzustellen, wir haben bald wieder Kommunalwahl. Dazu eine Lesermeinung aus Sondershausen...

Da sieht man Politiker, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, Kugelschreiber, Blumen, Eier und weiteren wertlosen Plunder verteilen und fragt sich, ob Stimmen heutzutage wirklich so billig zu kaufen sind. Scheinbar schon, denn die Etablierten haben damit schon seit fast einem viertel Jahrhundert Erfolg.

Doch um was geht es eigentlich bei der Kommunalwahl? Gleich vorweg, nein, wir wählen keinen neuen Bürgermeister, sondern einen neuen Stadtrat. Das Team also was die Geschicke unserer Stadt die kommenden 5 Jahre lenken soll. Menschen, denen mal also „seine“ Stadt anvertraut.

Spricht man allerdings mit vielen Kandidaten, so hört man oft das Wort Angst. Angst weniger Plätze zu haben als beim letzten Mal. Angst, dass der politische Gegner mächtiger ist als man selbst. Angst nicht mehr den gleichen Parteifreund neben sich sitzen zu haben. Und dann noch die Angst andere engagierte Bündnisse könnten demokratisch mitgestalten wollen.

Spätestens jetzt sollte man sich als Bürger fragen, ist es vielleicht das um was es wirklich geht? Um Plätze, um möglichst viele Stimmen, keinen Platz zu schaffen? Platz für die Ideen der Anderen? Ideen die vielleicht nicht nur Gemeinplätze sind, sondern tatsächlich Innovationen, die unsere Stadt nachhaltig verändern könnten. Ideen, die uns nicht mehr nur zusehen lassen, wie Nordhausen und Bad Frankenhausen auf der Überholspur an uns vorbei ziehen.

Am Ende sollte man doch meinen, dass alle Parteien aus einem Grund antreten. Um das Beste aus unserer Stadt heraus zu holen. Sicher, jeder mit einem anderen Konzept und anderen Ansätzen, aber jeder mit guten Vorsatz. Da passt das Wort Angst nicht so ganz ins Bild und da passen auch Landräte a.D., die jetzt Ihren Friseur meiden, weil dieser sich anschickt ebenfalls das Beste aus seiner Stadt machen zu wollen, einfach nicht in mein ganz persönliches Weltbild.

Unser Kreis hat durch den Mut seiner Bürger bereits Umbrüche erlebt, zuletzt als vor 2 Jahren David gegen Goliath gewann. Fast immer haben diese zu einer Verbesserung geführt. Zu kühnen Entscheidungen, waghalsigen Turmrettungen, mutigen Ideen und noch vielem mehr.

Ich wünsche mir mehr Mut und weniger Angst in der Politik die die nächsten 5 Jahre mein und unser Leben bestimmt und ganz besonders wünsche ich mir Politiker, die sich nicht über möglichst viele Plätze definieren müssen, sondern über das was sie bereits geleistet haben und das was sie noch leisten werden.

Denn darum sollte es gehen.

Also, lasst uns mutig sein.

Martin Ludwig
Vorstandsmitglied der Sondershäuser Volkssolidarität
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: khh

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