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86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes

Montag, 14. April 2014, 14:50 Uhr
Feuerwehr fordert moderne Kommunikationstechnik. 86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes mit Gästen aus der Landesregierung. Ehrung auch für Mario Hasenbein. Dazu erreichte kn folgender Bericht...

Die Thüringer Feuerwehren haben eine bessere Kommunikationstechnik gefordert, um künftig bei Katastrophen sofort zu reagieren und unnützen Zeitverlust zu vermeiden.

Am Samstag, dem 12. April, trafen sich 133 Delegierte der Kreisfeuerwehrverbände aus Thüringen im Congress Centr der Messe Erfurt zur 86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes.

86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes (Foto: Günter Herting) 86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes (Foto: Günter Herting)

Nach der Begrüßung der Gäste und Delegierten durch den Verbandsvorsitzenden Lars Oschmann kam dieser auch gleich zur Sache.
Unterstützt von einer Videodokumentation beklagte er die völlig veraltete Kommunikationstechnik in den Feuerwehrzentralen.
Er forderte eine bessere Kommunikationstechnik für den Katastrophenschutz. Der gegenwärtige Stand sei mittelalterlich. Das Hochwasser im vergangenen Jahr habe gezeigt, dass die Feuerwehr informationstechnisch nur unzureichend auf solche Notfälle vorbereitet ist.

86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes (Foto: Günter Herting) 86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes (Foto: Günter Herting)

In Zeiten einheitlicher Softwareprogramme und Smartphone-Apps sei dies ein Unding.
Diese deutliche Kritik gegenüber Vertretern der Landesregierung übte Lars Oschmann wie dem Innenminister Jörg Geibert und weiteren anwesenden Vertretern. Er sagte:“Hier wird gespart auf Kosten der Feuerwehren sowie der Sicherheit der Bürger“.
In seinen weiteren Ausführungen lobte er die gute Zusammenarbeit mit den Kreisverbänden, den Ministerien der Landesregierung, der Sparkassenversicherung und den Sponsoren des Verbandes.

86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes (Foto: Günter Herting) 86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes (Foto: Günter Herting)

So zeigt die Entwicklung in der 11 000 Jungen und Mädchen in 1014 Jugendfeuerwehren eine Gemeinschaft der Jugend innerhalb der Feuerwehr, die sich zu den Idealen der Feuerwehr bekennt.
Ein großer Dank ging an die Einsatzkräfte, die auch im Jahre 2013 immer zur Stelle waren um größere Gefahren abzuwenden. Bei Gefahr: „Wir gehen da rein, wo andere raus laufen“.

86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes (Foto: Günter Herting) 86. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes (Foto: Günter Herting)

Als Gäste überbrachte der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hans Peter Gröger, die Dankesworte des Präsidiums des Deutschen Feuerwehr-Verbandes.
Die Vertreter der Parteien im Landtag, Heike Taubert (SPD), Bodo Ramelow (Linke), Wolfgang Fiedler (CDU), ein Vertreter der FDP, Dirk Bergner, die Landtagspräsidentin Birgit Diezel bedankten sich für die Arbeit der freiwilligen Helfer und betonten die Unverzichtbarkeit der Feuerwehren bei der Hilfe bei Gefahren. Es sei auch wichtig, dass in jedem Ort die Freiwillige Feuerwehr erhalten werden muss, wichtig sind die Einsatzkräfte, nicht nur die Technik.

Im Rahmen der Verbandsversammlung wurden verdiente Kameraden mit Orden und Medaillen des Deutschen und Thüringer Feuerwehr-Verbandes ausgezeichnet.


Der Vorsitzendes des Kreisfeuerwehr Verbandes Sondershausen, Mario Hasenbein, erhielt die Ehrennadel des Thüringer Feuerwehr-Verbandes.

Ein Höhepunkt der Verbandsversammlung war der 10. Jahrestag der Gründung der Opitz-Neubauer-Stiftung.

In Thüringen engagieren sich 38 00 Männer und Frauen ehrenamtlich aktiv in ihrer Freizeit in einer Freiwilligen Feuerwehr für den Brand- und Katastrophenschutz

Bei ihren Einsätzen sind sie trotz aller Vorsicht und guter Ausbildung unterschiedlichsten Gefahren ausgesetzt. Infolge dessen ist jeder Einsatz auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Kommt es zu einem Unfall, sind die Kameraden grundsächlich gesetzlich versichert. Auf Grund der versicherungsrechtlichen Bestimmungen greife in einigen Fällen die Versicherung jedoch leider nicht. Hier hilft die Stiftung und gewährt eine zusätzliche soziale und selbstlose finanzielle Unterstützung von im Dienst verunglückten Feuerwehreinsatzkräften. Die Stiftung unterstützt finanziell darüber hinaus Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehren, die aus sozial schwachen Familien kommen.
Diese Hilfe für Helfer sollte jeder Angehörige der Feuerwehr unterstützen. Leider haben dies einige Kameraden noch nicht erkannt und verweigern mit ihren nicht bezahlten Vereinsbeiträgen die Beteiligung an einer so wichtigen Einrichtung, die jedem Kameraden bei Unfällen im Einsatz zusätzliche Unterstützung gewährt.

Text und Fotos: Günter Herting
Autor: khh

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