Der Kyffhäuserkreis im Jahre 2030
Mittwoch, 16. April 2014, 19:40 Uhr
Im Carl-Corbach-Club Sondershausen fand heute ein sehr gut besuches öffentliches Expertengespräch zum Thema Der Kyffhäuserkreis im Jahr 2030 statt.
Steigende oder sinkende Geburtenzahlen, gestiegene Lebenserwartung, Urbanisierung oder Stadtflucht – Bevölkerungszahlen und die Zusammensetzung einer Bevölkerung unterliegen ständigen Veränderungen und beeinflussen nicht erst seit jüngster Zeit die Gesellschaft und die Politik in unserem Land.
Veränderungen bieten neue Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten. Klar ist: Wir müssen uns mit den demografischen Entwicklungen auseinandersetzen. Verantwortungsvolles und bewusstes Handeln, neue Ideen und Konzepte sind gefragt.
Wie sieht es mit der demografischen Entwicklung im Kyffhäuserkreis aus und wie geht man hierzulande damit um?
Fünf verschiedene Experten aus der Region setzten sich mit aktuellen Bevölkerungsprognosen auseinander und diskutierten über Strategien und Maßnahmen im Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung im Kyffhäuserkreis.
Die Experten, die an der Diskussion teilnahmen:
- Marion Kaps, Regionale Planungsstelle Nordthüringen
- Helmut Peter, Geschäftsführer Autohaus Peter Gruppe
- Antje Hochwind Landrätin Kyffhäuserkreis
- Uwe Vogt (SPD), Bürgermeister der Stadt Ebeleben und Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Schulen und Sport im Kyffhäuserkreis
- Eckhard Wehmeier, Wippertal WBG mbH, Sondershäuser Gewerbe- und Wirtschaftsverein e.V.
Die Veranstaltung wird organisiert von der Volkshochschule Kyffhäuserkreis, Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis und dem Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur, Schulen und Sport im Kyffhäuserkreis mit Unterstützung von der Stadt Sondershausen und der Regionalen Planungsstelle Nordthüringen. Es handelt sich um eine Veranstaltung im Rahmen der Kyffhäuser Stammtischgespräche 2014.
Erste Frage in die Runde von Moderator Sebastian Tauchnitz, gibt es den Kyffhäuserkreis noch im Jahre 2030. Helmut Peter: Ich investiere in Sondershausen mehr als 3,5 Millionen Euro hier in Sondershausen, und da erwarte ich, das hier die Lichter nicht ausgehen. Anlog äußerten sich die anderen Teilnehmer der Gesprächsrunde über die Zukunft des Kyffhäuserkreises.
Marion Kaps prognostizierte eine erhebliche Zurücknahme der Bevölkerung. In den Städten teilweise in den Dörfern noch ausgeprägter.
Sterben die Döfer aus? Hochwind: Hier sind besonders die Dörfer selbst gefragt sich lebenswert zu zeigen. Eingemeindungen müssen sich nicht negativ auswirken, ich habe das selbst in Immenrode mitgemacht.
Uwe Vogt: Auch in den Dörfern such ältere Bürger barrierefreie Wohnungen. Hier ist viel an Engagement gefragt.
Helmut Peter: Ich betrachte nicht nur den Kyffhäuserkreis. Wenn die B4 besser ausgebaut ist und die Bahn bestehen bleibt ist doch Erfurt kein Problem dort zu arbeiten. 15 Prozent Arbeitslosigkeit weniger gegenüber 1995 ist doch eine Leistung. 2030, wir werden auch hier weiter Kinder erzeugen.
Eckhard Wehmeier: Auch ältere Menschen werden Häuser aufgeben und ins betreute Wohnen ziehen, aber die Häuser werden für junge Familien frei. 140 Zuzüge ins Wohnungsunternehmen halten den Leerstand auf sechs Prozent. Es ziehen Personen fort, aber es kommen auch Familien hierher nach Sondershausen. Rückkehrern den Zuzug sollte man erleichtern.
Marion Kaps: Wichtig wird sein, besonders die jungen Frauen im Kreis zu halten, denn sie werden nur die Kinder kriegen können. Hier müssen harte und weiche Standortfaktoren zusammenspielen.
Helmut Peter: Wir haben noch keine Probleme, Auszubildende zu bekommen. Man muss mit den jungen Leuten eng zusammenarbeiten und sie mitnehmen. Auch die Lohnunterschiede zwischen Sondershausen, Erfurt und Göttingen sind nicht gewaltig.
Eckhard Wehmeier: Sondershausen soll noch rund 5.000 Einwohner verlieren, aber er befürchtet keine Abrisswelle.
Antje Hochwind: Kopfpauschalen wird es in naher Zukunft nicht geben, ist auch nicht das Problem, die Bedingungen für die Rückkehrer müssen stimmen. Es wird aber in der nächsten Zeit ein Informationsportal im Internet für den Kreis.
In der Diskussion Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU): Wichtig, wir müssen positiv in der Region denken und nicht immer nur das schlechte sehen.
Was kann man als Fazit der Expertenrunde feststellen? Sicher muss man in der Region etwas tun, aber für Panik gibt es keinen Grund. Hier zeigte sich besonders die Wirtschaft mit Helmut Peter optimistisch. Klares Wort von Helmut Peter: Ihr müsst positiv denken und bekam von der Runde viel Beifall.
Autor: khhSteigende oder sinkende Geburtenzahlen, gestiegene Lebenserwartung, Urbanisierung oder Stadtflucht – Bevölkerungszahlen und die Zusammensetzung einer Bevölkerung unterliegen ständigen Veränderungen und beeinflussen nicht erst seit jüngster Zeit die Gesellschaft und die Politik in unserem Land.
Veränderungen bieten neue Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten. Klar ist: Wir müssen uns mit den demografischen Entwicklungen auseinandersetzen. Verantwortungsvolles und bewusstes Handeln, neue Ideen und Konzepte sind gefragt.
Wie sieht es mit der demografischen Entwicklung im Kyffhäuserkreis aus und wie geht man hierzulande damit um?
Fünf verschiedene Experten aus der Region setzten sich mit aktuellen Bevölkerungsprognosen auseinander und diskutierten über Strategien und Maßnahmen im Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung im Kyffhäuserkreis.
Die Experten, die an der Diskussion teilnahmen:
- Marion Kaps, Regionale Planungsstelle Nordthüringen
- Helmut Peter, Geschäftsführer Autohaus Peter Gruppe
- Antje Hochwind Landrätin Kyffhäuserkreis
- Uwe Vogt (SPD), Bürgermeister der Stadt Ebeleben und Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Schulen und Sport im Kyffhäuserkreis
- Eckhard Wehmeier, Wippertal WBG mbH, Sondershäuser Gewerbe- und Wirtschaftsverein e.V.
Die Veranstaltung wird organisiert von der Volkshochschule Kyffhäuserkreis, Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis und dem Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur, Schulen und Sport im Kyffhäuserkreis mit Unterstützung von der Stadt Sondershausen und der Regionalen Planungsstelle Nordthüringen. Es handelt sich um eine Veranstaltung im Rahmen der Kyffhäuser Stammtischgespräche 2014.
Erste Frage in die Runde von Moderator Sebastian Tauchnitz, gibt es den Kyffhäuserkreis noch im Jahre 2030. Helmut Peter: Ich investiere in Sondershausen mehr als 3,5 Millionen Euro hier in Sondershausen, und da erwarte ich, das hier die Lichter nicht ausgehen. Anlog äußerten sich die anderen Teilnehmer der Gesprächsrunde über die Zukunft des Kyffhäuserkreises.
Marion Kaps prognostizierte eine erhebliche Zurücknahme der Bevölkerung. In den Städten teilweise in den Dörfern noch ausgeprägter.
Sterben die Döfer aus? Hochwind: Hier sind besonders die Dörfer selbst gefragt sich lebenswert zu zeigen. Eingemeindungen müssen sich nicht negativ auswirken, ich habe das selbst in Immenrode mitgemacht.
Uwe Vogt: Auch in den Dörfern such ältere Bürger barrierefreie Wohnungen. Hier ist viel an Engagement gefragt.
Helmut Peter: Ich betrachte nicht nur den Kyffhäuserkreis. Wenn die B4 besser ausgebaut ist und die Bahn bestehen bleibt ist doch Erfurt kein Problem dort zu arbeiten. 15 Prozent Arbeitslosigkeit weniger gegenüber 1995 ist doch eine Leistung. 2030, wir werden auch hier weiter Kinder erzeugen.
Eckhard Wehmeier: Auch ältere Menschen werden Häuser aufgeben und ins betreute Wohnen ziehen, aber die Häuser werden für junge Familien frei. 140 Zuzüge ins Wohnungsunternehmen halten den Leerstand auf sechs Prozent. Es ziehen Personen fort, aber es kommen auch Familien hierher nach Sondershausen. Rückkehrern den Zuzug sollte man erleichtern.
Marion Kaps: Wichtig wird sein, besonders die jungen Frauen im Kreis zu halten, denn sie werden nur die Kinder kriegen können. Hier müssen harte und weiche Standortfaktoren zusammenspielen.
Helmut Peter: Wir haben noch keine Probleme, Auszubildende zu bekommen. Man muss mit den jungen Leuten eng zusammenarbeiten und sie mitnehmen. Auch die Lohnunterschiede zwischen Sondershausen, Erfurt und Göttingen sind nicht gewaltig.
Eckhard Wehmeier: Sondershausen soll noch rund 5.000 Einwohner verlieren, aber er befürchtet keine Abrisswelle.
Antje Hochwind: Kopfpauschalen wird es in naher Zukunft nicht geben, ist auch nicht das Problem, die Bedingungen für die Rückkehrer müssen stimmen. Es wird aber in der nächsten Zeit ein Informationsportal im Internet für den Kreis.
In der Diskussion Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU): Wichtig, wir müssen positiv in der Region denken und nicht immer nur das schlechte sehen.
Was kann man als Fazit der Expertenrunde feststellen? Sicher muss man in der Region etwas tun, aber für Panik gibt es keinen Grund. Hier zeigte sich besonders die Wirtschaft mit Helmut Peter optimistisch. Klares Wort von Helmut Peter: Ihr müsst positiv denken und bekam von der Runde viel Beifall.






