Ostern - Aufbruch in ein neues Leben
Freitag, 18. April 2014, 07:00 Uhr
Ostern ist der Aufbruch in ein neues Leben - Wort von Diözesan-Administrator Weihbischof Reinhard Hauke zum Osterfest 2014...
Ostern ist ein Frühlingsfest. Zumindest glauben das viele Menschen. Und irgendwie stimmt das ja auch ein bisschen: Ostern wird immer im Frühling gefeiert, und zwar immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Bis auf die Ausnahmen, bei denen an Ostern noch Schnee liegt und wenig frühlingshafte Temperaturen das Land im Griff haben, zeigt der Frühling auf eindrucksvolle Weise den Aufbruch neuen Lebens.
Wo es vorher kahl und karg aussah, sprießt es farbenfroh – und manchmal hat man den Eindruck, als hätte quasi über Nacht das große Blühen angefangen. Saftiges Grün und Düfte blühender Bäume und Sträucher erfreuen die Sinne. Die Natur zeigt uns Leben pur. Neues Leben, das aus dem angeblichen Abgestorbensein des vorherigen Lebens hervorgeht. In diesem Sinne liegen Frühling und Ostern ganz dicht beieinander.
Ostern ist jedoch mehr als ein Frühlingsfest. An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu Christi. Drei Tage zuvor gedachten sie seines Leidens und Todes am Kreuz, das er für uns Menschen aus Liebe auf sich genommen hat. Er starb, um uns vom ewigen Tod und dem ewigen Nichts zu erlösen. An Ostern, dem Fest seiner Auferstehung, feiern alle Christen den Sieg über den Tod. Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort. Ostern ist der Aufbruch in ein neues Leben.
Für zwei junge Männer wird das in der Osternacht in besonderer Weise Wirklichkeit. Sie werden im Erfurter Dom mit der biblischen Taufformel "im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" getauft. Lange haben sie sich auf diesen Tag vorbereitet. Die Taufe selbst dauert nur wenige Sekunden, aber für das Leben dieser Männer wird sie ein einschneidendes Ereignis sein. Mit der Taufe beginnt für sie ein neues Leben in der katholischen Kirche. Als Symbol dafür wird ihnen ein Taufschal umgelegt. Er besteht aus weißer Seide und hat an den Enden Stickereien, die den Namen des Täuflings, das Taufdatum und das Christusmonogramm zeigen.
Kindern, die getauft werden, wird ein weißes Taufkleid umgelegt, doch es hat die gleiche Bedeutung. Mit dem Taufschal oder Taufkleid wird sinnfällig zum Ausdruck gebracht, dass die Getauften Christus angezogen haben und den Namen Christen tragen. Ihnen ist mit der Taufe ein neues Leben geschenkt worden, ein österliches Leben.
Und das unterscheidet Ostern vom Frühling: Eine Jahreszeit kommt und geht. Ostern aber bestimmt alle Zeit meines Lebens und will mein Reden, Denken und Handeln durchdringen. Ostern ist für mich gelebte Hoffnung über die Todesgrenze hinaus. Ich wünsche allen Thüringerinnen und Thüringern und ihren Gästen ein gesegnetes Osterfest.
Diözesan-Administrator
Weihbischof Reinhard Hauke
Autor: enOstern ist ein Frühlingsfest. Zumindest glauben das viele Menschen. Und irgendwie stimmt das ja auch ein bisschen: Ostern wird immer im Frühling gefeiert, und zwar immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Bis auf die Ausnahmen, bei denen an Ostern noch Schnee liegt und wenig frühlingshafte Temperaturen das Land im Griff haben, zeigt der Frühling auf eindrucksvolle Weise den Aufbruch neuen Lebens.
Wo es vorher kahl und karg aussah, sprießt es farbenfroh – und manchmal hat man den Eindruck, als hätte quasi über Nacht das große Blühen angefangen. Saftiges Grün und Düfte blühender Bäume und Sträucher erfreuen die Sinne. Die Natur zeigt uns Leben pur. Neues Leben, das aus dem angeblichen Abgestorbensein des vorherigen Lebens hervorgeht. In diesem Sinne liegen Frühling und Ostern ganz dicht beieinander.
Ostern ist jedoch mehr als ein Frühlingsfest. An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu Christi. Drei Tage zuvor gedachten sie seines Leidens und Todes am Kreuz, das er für uns Menschen aus Liebe auf sich genommen hat. Er starb, um uns vom ewigen Tod und dem ewigen Nichts zu erlösen. An Ostern, dem Fest seiner Auferstehung, feiern alle Christen den Sieg über den Tod. Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort. Ostern ist der Aufbruch in ein neues Leben.
Für zwei junge Männer wird das in der Osternacht in besonderer Weise Wirklichkeit. Sie werden im Erfurter Dom mit der biblischen Taufformel "im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" getauft. Lange haben sie sich auf diesen Tag vorbereitet. Die Taufe selbst dauert nur wenige Sekunden, aber für das Leben dieser Männer wird sie ein einschneidendes Ereignis sein. Mit der Taufe beginnt für sie ein neues Leben in der katholischen Kirche. Als Symbol dafür wird ihnen ein Taufschal umgelegt. Er besteht aus weißer Seide und hat an den Enden Stickereien, die den Namen des Täuflings, das Taufdatum und das Christusmonogramm zeigen.
Kindern, die getauft werden, wird ein weißes Taufkleid umgelegt, doch es hat die gleiche Bedeutung. Mit dem Taufschal oder Taufkleid wird sinnfällig zum Ausdruck gebracht, dass die Getauften Christus angezogen haben und den Namen Christen tragen. Ihnen ist mit der Taufe ein neues Leben geschenkt worden, ein österliches Leben.
Und das unterscheidet Ostern vom Frühling: Eine Jahreszeit kommt und geht. Ostern aber bestimmt alle Zeit meines Lebens und will mein Reden, Denken und Handeln durchdringen. Ostern ist für mich gelebte Hoffnung über die Todesgrenze hinaus. Ich wünsche allen Thüringerinnen und Thüringern und ihren Gästen ein gesegnetes Osterfest.
Diözesan-Administrator
Weihbischof Reinhard Hauke
