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Zu Gast im Hörsaal

Dienstag, 29. April 2014, 10:07 Uhr
Nicht nur mehr als 50.000 Studierende bevölkern die Thüringer Hochschulen, auch hunderte Gasthörer erweitern ihren Horizont an Universitäten und Fachhochschulen. Welche Fachrichtung die beliebteste ist und wo sich die meisten Gasthörer tummeln, hat die nnz erfahren...

Für das Wintersemester 2013/14 meldeten die Thüringer Hochschulen neben den rund 52 000 Studierenden auch 336 Gasthörer, darunter 176 Frauen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 34 Gasthörer bzw. 9,2 Prozent weniger als im Wintersemester 2012/13. Im Vergleich zum Wintersemester 2006/07 hat sich jedoch die Zahl der Gasthörer um 90 Personen bzw. 36,6 Prozent erhöht.

Gasthörer können auch ohne Nachweis einer Hochschulreife einzelne Kurse oder Lehrveranstaltungen an den Hochschulen besuchen. Fast die Hälfte der Gasthörer (145 Personen bzw. 43,2 Prozent) erweitert sein Wissen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Darauf folgen die Bauhaus-Universität Weimar (86 Gasthörer bzw. 25,6 Prozent) und die Universität Erfurt (45 Gasthörer bzw. 13,4 Prozent).

Wie in den Jahren zuvor entschied sich im Wintersemester 2013/14 der größte Anteil an Gasthörern in der ersten Fachrichtung für die Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften (205 Personen). Mit 78 Gasthörern stellt Geschichte die beliebteste Fachrichtung dar, gefolgt von Germanistik (54), Musik und Musikwissenschaft (30), Katholischer Theologie (29), sowie mit je 18 Gasthörern Philosophie, Romanistik und Sozialwissenschaften.

In den von den Hochschulen angebotenen Fachrichtungen können die Gasthörer eine oder mehrere Veranstaltungen belegen. Insgesamt belegten demgemäß 91 Gasthörer zwei Fachrichtungen, 34 Personen sogar drei.
Das Durchschnittsalter der Gasthörer beträgt 52 Jahre, wobei die Frauen im Durchschnitt 48,9 Jahre alt sind. Im Jahr 2013 ist knapp die Hälfte aller Gasthörer 60 Jahre und älter (50,3 Prozent), darunter 29 Personen mit 75 Jahren und älter. Rund jeder fünfte Gasthörer an den Thüringer Hochschulen ist jünger als 30 Jahre, während insgesamt fünf Gasthörer unter 20 Jahre alt sind. Dabei stieg die Zahl der Gasthörer im Alter von 30 bis unter 60 Jahren seit dem Wintersemester 2006/07 um 30 Personen bzw. 42,3 Prozent an.
Autor: red

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