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Fast jeder Dritte für Pkw-Maut

Mittwoch, 28. Mai 2014, 11:39 Uhr
Die Einführung der Pkw-Maut scheint beschlossene Sache. Im Auftrag von mobile.de hat TNS Infratest im Rahmen einer repräsentativen Umfrage nachgefragt, wie die Deutschen zum Thema stehen – unabhängig von Kfz-Steuerausgleich und Ökorabatt...


Das überraschende Ergebnis: Jeder Dritte wäre bereit, einen Zusatzbeitrag zur Infrastruktur zu leisten. Die durchschnittliche Zahlungsbereitschaft liegt bei 68 Euro im Jahr.

„Viele deutsche Autofahrer sind offen für eine Pkw-Maut“, sagt Malte Krüger, Geschäftsführer der mobile.international GmbH. Die Bundesregierung schließt die Mehrbelastung der deutschen Autofahrer zwar noch aus, Kritiker halten sie jedoch für unumgänglich – zu groß ist der Investitionsbedarf. Erst kürzlich hat Verkehrsminister Dobrindt eingeräumt, dass die Einnahmen aus der Pkw-Maut für Ausländer voraussichtlich deutlich geringer ausfallen werden als erwartet.

Zahlungsbereitschaft liegt bei 68 Euro
Jeder dritte Deutsche (32,5 Prozent) wäre bereit, einen jährlichen Zusatzbeitrag für die Nutzung der deutschen Autobahnen zu leisten. Dies gilt unabhängig von einer Verrechnung mit der Kfz-Steuer bzw. einem Ausgleich etwa durch einen Ökorabatt. Unter den Befürwortern liegt die Zahlungsbereitschaft bei durchschnittlich 68 Euro. Mehr als jeder Dritte von ihnen (36,7 Prozent) wäre sogar bereit zwischen 76 und 100 Euro im Jahr zu zahlen. 46,4 Prozent der Befragten lehnen die Pkw-Maut hingegen kategorisch ab.

Einnahmen sollen primär in Infrastruktur fließen
Den höchsten Investitionsbedarf sehen die Befragten bei der Instandhaltung und Sanierung von Straßen und Brücken. 93,1 Prozent fordern, mögliche Einnahmen hierfür einzusetzen. 76,6 Prozent befürworten den Ausbau des Straßennetzes und 55,9 Prozent sind für die Verbesserung der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge. „Die Menschen haben eine klare Vorstellung, wofür die Pkw-Maut verwendet werden soll. Sie wollen eine modernisierte Infrastruktur“, sagt Krüger.

Kaufzuschuss für E-Autos durch Maut
Immerhin jeder Dritte (35,3 Prozent) erhofft sich die Finanzierung einer Kaufprämie für Neuwagen mit Alternativantrieb durch die Maut. Erst kürzlich hat mobile.de in einer TNS-Umfrage herausgefunden, dass ein Kaufzuschuss von 3.550 Euro den Absatz von E-Autos und Co. beflügeln könnte.

Dieser Aspekt ist speziell den jüngeren Befragten wichtig: Bei den 14- bis 29-Jährigen plädiert fast die Hälfte (47,1 Prozent) für eine entsprechende Subvention, bei den über 60-Jährigen ist es nicht einmal jeder Vierte (24,4 Prozent).
Autor: red

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