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Das war das Wetter im Mai

Freitag, 30. Mai 2014, 08:34 Uhr
Im Mai 2014 ging die seit Dezember anhaltende Serie trockener und sonnenscheinreicher Monate zu Ende. Tiefdruckgebiete mit ihren Ausläufern brachten mehr Wolken, aus denen sich häufig kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturm und gelegentlich sogar Hagel entluden. Anders als in den Vormonaten blieben die Temperaturen zunächst deutlich unter dem Soll...


Eine kurze hochsommerliche Phase in der zweiten Hälfte ließ den Mai schließlich trotzdem am Ende geringfügig wärmer als üblich ausfallen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Im Vergleich mit der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 fiel der Mai mit durchschnittlich 12,5 Grad Celsius (°C) um 0,4 Grad wärmer aus. Gegenüber der jüngsten Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung dagegen -0,5 Grad. Während die Temperaturen seit Anfang 2014 meist weit über dem Mittel lagen, fiel die erste Maihälfte um etwa 1,9 Grad zu kühl aus.

Besonders Hoch „Reinhold“, das sich von Grönland aus rasch über Deutschland hinweg nach Südosteuropa verlagerte, führte am 3. und 4. nochmals verbreitet zu Nachtfrösten. In Deutschneudorf-Brüderwiese, im Erzgebirge, sank das Quecksilber bis -4,5°C. Auch „Bonifatius“ und die „kalte Sophie“ zeigten am 14. und 15. mit Bodenfrösten, dass die „Eisheiligen“ doch noch existieren. Auf der Vorderseite eines westeuropäischen Tiefs konnte danach vom 19. bis zum 23. sehr warme Luft aus Süden einfließen. Die Temperaturen kletterten örtlich über 30°C. Den höchsten Wert mit 31,7°C meldete am 22. Kiefersfelden-Gach, das 518 m hoch nahe der Grenze zu Österreich liegt.

Reichlich Regen, teilweise heftige Gewitter

Niederschläge im Mai sind gut für die Landwirtschaft. Mit rund 87 Liter pro Quadratmeter (l/m²), das sind 122 Prozent des vieljährigen Durchschnitts, war der Mai der erste niederschlagsreiche Monat des Jahres. Zwar gab es auch zu trockene Gebiete, beispielsweise in Baden-Württemberg. Überwiegend dominierten jedoch Regen, Schauer, Blitz, Donner oder sogar Hagel: so am 1. des Monats in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, am 9. in Nordrhein-Westfalen und Hessen, am 22. in Schleswig-Holstein, am 26. in Bayern und Hessen sowie am 27. in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bayern, wo es zu einzelnen Stationsrekorden kam.

Die größte Tagessumme fiel am 27. in Marktschellenberg im Berchtesgadener Land mit 100,7 l/m². Im ganzen Monat waren es dort etwa 350 l/m², rund um Ulm dagegen örtlich weniger als 40 l/m².

Sonnenscheinbilanz leicht negativ

Die Sonne schien im Mai 2014 mit etwa 182 Stunden um sieben Prozent weniger, verglichen mit dem Monatssoll von 196 Stunden. Am längsten zeigte sie sich auf der Insel Rügen und Umgebung mit bis zu 265 Stunden. Einige Stationen vom Allgäu bis hinüber in den Chiemgau blieben dagegen unter 150 Stunden.

Thüringen

Das mit 12,3°C (11,7°C) zweitkühlste Bundesland kam im Mai auf etwa 80 l/m² (66 l/m²) und 179 Sonnenstunden (195 Stunden). In elf Gemeinden des Kyffhäuserkreises mussten die Feuerwehren am 1. Straßen und Keller von Wasser befreien. In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern.
Referenzperiode
Autor: red

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