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Übernachtungen rückläufig

Dienstag, 10. Juni 2014, 10:36 Uhr
Die Übernachtungen in Thüringens Hotels und Herbergen war im ersten Quartal rückläufig. Als Schuldiger wird vor allem der milde Winter ausgemacht. Es gab jedoch regionale Unterschiede, auch im Nordthüringer Raum...

In den Thüringer Beherbergungsbetrieben sank die Zahl der Übernachtungen im 1. Quartal 2014 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um 3,6 Prozent (-65 000 Übernachtungen) auf 1,7 Millionen, die Zahl der Gästeankünfte stieg im gleichen Zeitraum um 0,7 Prozent (+4 200 Gästeankünfte) leicht an.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro Gast lag mit 2,7 Tagen unter dem Wert des Vorjahres (2,8 Tage), die Auslastung der knapp 63 Tausend Gästebetten, die in den Thüringer Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten angeboten wurden, lag im 1. Quartal 2014 bei 31,4 Prozent. Zu beachten ist, dass die Osterferien in diesem Jahr im Gegensatz zum Vorjahr vorwiegend im April lagen.

In Deutschland blieb die Zahl der Übernachtungen nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes mit 73,3 Millionen im 1. Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert.
Die Tourismusentwicklung in Thüringen war im 1. Quartal 2014 von deutlichen regionalen Unterschieden geprägt. Ein Rückgang der Übernachtungs- und Gästezahlen war vor allem im größten Thüringer Reisegebiet, dem Thüringer Wald, eingetreten (-66 100 Übernachtungen, -11 800 Gästeankünfte). Aber auch in anderen Reisegebieten (Eichsfeld, Thüringer Rhön, Kyffhäuser, Thüringer Vogtland) mussten zum Teil erhebliche Rückgänge verkraftet werden. Ein wesentlicher Grund war sicher der ausgebliebene Winter, der insbesondere den Mittelgebirgsregionen zu schaffen machte.

Die Region Kyffhäuser kam glimpflich davon. "Nur" 770 Gäste weniger besuchten den Kyffhäuser, was 2683 weniger Übernachtungen bedeutete. Ins Eichsfeld kamen zwar nur 215 Besucher weniger, dafür verringerte sich die Anzahl der Übernachtungen dramatisch um 9.951.

Die anderen Thüringer Reisegebiete konnten im 1. Quartal 2014 sowohl in den Übernachtungszahlen als auch in der Zahl der Gästeankünfte zulegen. Das betrifft nicht nur das Reisegebiet der Städte Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar, sondern auch den Südharz, den Hainich, das übrige Thüringen und in geringerem Umfang auch das Saaleland.
Der Südharz profitierte von einem leichten Plus und konnte 2.946 Gäste mehr begrüßen, was sich in einem Plus von 4.641 Übernachtungen niederschlug.

Zum Reisegebiet „übriges Thüringen“ gehören die Landkreise Sömmerda, Weimarer Land und der überwiegende Teil des Altenburger Landes.

Aus dem Ausland kamen im 1. Quartal dieses Jahres 36 800 Besucher (5,7 Prozent aller Gäste). Das waren rund 1 900 Gäste mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+5,5 Prozent). Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste schloss mit fast 93 000 ebenfalls mit einem Plus ab (+7,4 Prozent).
Autor: red

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