Die Schwäne gehören zu Sondershausen
Samstag, 14. Juni 2014, 18:50 Uhr
So der Heimat- und Geschichtsverein Otto Fleischhauer Oberspier e.V. in einer Stellungnahme, den sich auch die Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten ansehen sollte. Hier der vollständige Wortlaut...
Sondershausen und die Schwäne sind seit langer Zeit miteinander verbunden.
Eine alte Sage erzählt davon, dass sich im Inneren des Frauenberges ein See befindet und darauf ein Schwan mit einem goldenen Ring im Schnabel schwimmt.
Verliert er diesen Ring, gibt es ein Unglück. (Sondershausen könnte untergehen)
Im Erlebnisbergwerk wird diese Geschichte nachgestellt.
Das historisches Gebäude am Markt, in dem sich heute das Amt für Soziales befindet, trägt den Namen Schwan und an der Fassade ist ein solcher zu sehen.
Früher war dieses Gebäude ein Gasthaus mit dem Namen Zum Weißen Schwan, welches bereits im Jahre 1640 in der Sondershäuser Chronik von Manhard
erwähnt wird.
Es lässt also vermuten, dass der Schwan für Sondershausen eine größere Bedeutung hat als ihm heute beigemessen wird. Sogar bei den Ausgrabungen auf dem Frauenberg wurden in den Fränkischen Gräbern aus dem 8. Jahrhundert Schwaneneierschalen gefunden.
Archivfoto kn vom großen Parksee
Durch den Fürsten Günther Friedrich Karl II. wurde im Jahr 1836 die Schaffung eines Schlossparks mit zwei künstlichen Teichen veranlasst, was aus den Akten im Thüringer Staatsarchiv Rudolstadt hervorgeht.
Im Jahre 1854 wurden auf Veranlassung des Fürsten zwei Schwäne aus Reinhardsbrunn für den Schlosspark in Sondershausen gekauft.
Die Schwäne im Sondershäuser Schlosspark gibt es also offiziell schon seit hundertfünfzig Jahren.
Befremdend finden wir deshalb die Aussage von der Pressesprecherin der Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten, Frau Rott, (siehe TA vom 15.05.14) dass sich die Schwäne selbst angesiedelt hätten.
Die o. g. Stiftung hat im Jahr 1994 den Schlosspark einschließlich der vorhandenen Schwäne sowie des anderen Wassergeflügels übernommen.
Der Schutz dieser Tiere sollte auch für die Stiftung obere Priorität haben.
Die wiederholte Zerstörung der Gelege sollte den Mitarbeitern der Stiftung zu denken geben und die Angebote von Sponsoren, Schutzhütten und Schwimmnester anzuschaffen, nicht so herzlos ablehnen.
Die Schwäne waren immer und sind bis heute Anziehungspunkt für Groß und Klein und wunderschön anzusehen. Vor allem dann wenn sie mit ihrem Nachwuchs voll Stolz flanieren.
Wir sollten uns glücklich schätzen, dass es in Sondershausen noch immer diese wunderschönen stolzen Tiere gibt - auch wenn dadurch der Schlossteich etwas verschmutzt wird.
Alle Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Otto Fleischhauer Oberspier e. V. sprechen sich für konkrete Maßnahmen zum Schutze der Schwäne aus und unterstützen die Petition.
Erika Müller
Vorsitzende
Heimat- und Geschichtsverein
Otto Fleischhauer
Oberspier e.V.
Autor: khhSondershausen und die Schwäne sind seit langer Zeit miteinander verbunden.
Eine alte Sage erzählt davon, dass sich im Inneren des Frauenberges ein See befindet und darauf ein Schwan mit einem goldenen Ring im Schnabel schwimmt.
Verliert er diesen Ring, gibt es ein Unglück. (Sondershausen könnte untergehen)
Im Erlebnisbergwerk wird diese Geschichte nachgestellt.
Das historisches Gebäude am Markt, in dem sich heute das Amt für Soziales befindet, trägt den Namen Schwan und an der Fassade ist ein solcher zu sehen.
Früher war dieses Gebäude ein Gasthaus mit dem Namen Zum Weißen Schwan, welches bereits im Jahre 1640 in der Sondershäuser Chronik von Manhard
erwähnt wird.
Es lässt also vermuten, dass der Schwan für Sondershausen eine größere Bedeutung hat als ihm heute beigemessen wird. Sogar bei den Ausgrabungen auf dem Frauenberg wurden in den Fränkischen Gräbern aus dem 8. Jahrhundert Schwaneneierschalen gefunden.
Archivfoto kn vom großen Parksee
Durch den Fürsten Günther Friedrich Karl II. wurde im Jahr 1836 die Schaffung eines Schlossparks mit zwei künstlichen Teichen veranlasst, was aus den Akten im Thüringer Staatsarchiv Rudolstadt hervorgeht.
Im Jahre 1854 wurden auf Veranlassung des Fürsten zwei Schwäne aus Reinhardsbrunn für den Schlosspark in Sondershausen gekauft.
Die Schwäne im Sondershäuser Schlosspark gibt es also offiziell schon seit hundertfünfzig Jahren.
Befremdend finden wir deshalb die Aussage von der Pressesprecherin der Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten, Frau Rott, (siehe TA vom 15.05.14) dass sich die Schwäne selbst angesiedelt hätten.
Die o. g. Stiftung hat im Jahr 1994 den Schlosspark einschließlich der vorhandenen Schwäne sowie des anderen Wassergeflügels übernommen.
Der Schutz dieser Tiere sollte auch für die Stiftung obere Priorität haben.
Die wiederholte Zerstörung der Gelege sollte den Mitarbeitern der Stiftung zu denken geben und die Angebote von Sponsoren, Schutzhütten und Schwimmnester anzuschaffen, nicht so herzlos ablehnen.
Die Schwäne waren immer und sind bis heute Anziehungspunkt für Groß und Klein und wunderschön anzusehen. Vor allem dann wenn sie mit ihrem Nachwuchs voll Stolz flanieren.
Wir sollten uns glücklich schätzen, dass es in Sondershausen noch immer diese wunderschönen stolzen Tiere gibt - auch wenn dadurch der Schlossteich etwas verschmutzt wird.
Alle Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Otto Fleischhauer Oberspier e. V. sprechen sich für konkrete Maßnahmen zum Schutze der Schwäne aus und unterstützen die Petition.
Erika Müller
Vorsitzende
Heimat- und Geschichtsverein
Otto Fleischhauer
Oberspier e.V.

