Erinnerung verblasst
Donnerstag, 17. Juli 2014, 15:53 Uhr
In der jüngeren Generation weiß nur noch eine Minderheit um die Geschehnisse des 20. Juli vor 70 Jahren. Fast jeder zweite Bürger will dennoch, dass der Tag in Erinnerung bleibt. Das ist das Ergebnis einer Allensbach-Umfrage und wir haben die Einzelheiten...
Das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg jährt sich in diesem Jahr zum siebzigsten Mal.
Das Attentat und der nachfolgende Umsturzversuch gegen das nationalsozialistische Regime gelten als größter organisierter Widerstandsversuch im Dritten Reich. Die Erinnerung an den 20. Juli scheint jedoch zu verblassen. Konnte in den 1970er und 1980er noch die deutliche Mehrheit der Westdeutschen sagen, was am 20. Juli 1944 geschah, sind es aktuell nur noch 43 Prozent.
In der gesamten Bundesrepublik wissen 45 Prozent um die Ereignisse des 20. Juli 1944. Allerdings ist besonders in der jungen Generation das Wissen sehr begrenzt. Gerade einmal 26 Prozent der 16- bis 29-Jährigen wissen, wofür der 20. Juli steht. Selbst von den 16- bis 29-Jährigen mit (Fach-)Abitur können nur 42 Prozent den 20. Juli dem Attentat auf Hitler zuordnen. Demgegenüber verbinden 59 Prozent der 60-Jährigen und Älteren dieses Datum mit dem Attentat auf Hitler.
Die Mehrheit der Bevölkerung sieht im 20. Juli denn auch vorrangig ein geschichtliches Ereignis ohne besondere Bedeutung für die heutige Zeit. Die Sichtweise hängt allerdings auch deutlich vom eigenen Wissen um die Geschehnisse des 20. Juli ab. Von denjenigen, die ungestützt den 20. Juli richtig einordnen konnten, messen 45 Prozent diesem Datum noch eine besondere Bedeutung für die Gegenwart bei. Von denjenigen, die nicht wussten,
was am 20. Juli passierte, sind es lediglich 15 Prozent. Auch bei der Frage, ob der 20. Juli in Erinnerung bleiben sollte, unterscheiden sich die Antworten deutlich in Abhängigkeit vom geschichtlichen Wissen um dieses Datum. Insgesamt ist fast jeder zweite Deutsche der Meinung, dass der 20. Juli in Ehren gehalten werden sollte. Von denjenigen, die wissen, wofür dieses Datum steht, sind es 62 Prozent. Von denjenigen, die dieses Datum nicht einzuordnen wussten, sind es lediglich 30 Prozent.
Allensbach befragte vom 25. April bis 9. Mai 1.499 Personen ab 16 Jahre
Autor: redDas Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg jährt sich in diesem Jahr zum siebzigsten Mal.
Das Attentat und der nachfolgende Umsturzversuch gegen das nationalsozialistische Regime gelten als größter organisierter Widerstandsversuch im Dritten Reich. Die Erinnerung an den 20. Juli scheint jedoch zu verblassen. Konnte in den 1970er und 1980er noch die deutliche Mehrheit der Westdeutschen sagen, was am 20. Juli 1944 geschah, sind es aktuell nur noch 43 Prozent.
In der gesamten Bundesrepublik wissen 45 Prozent um die Ereignisse des 20. Juli 1944. Allerdings ist besonders in der jungen Generation das Wissen sehr begrenzt. Gerade einmal 26 Prozent der 16- bis 29-Jährigen wissen, wofür der 20. Juli steht. Selbst von den 16- bis 29-Jährigen mit (Fach-)Abitur können nur 42 Prozent den 20. Juli dem Attentat auf Hitler zuordnen. Demgegenüber verbinden 59 Prozent der 60-Jährigen und Älteren dieses Datum mit dem Attentat auf Hitler.
Die Mehrheit der Bevölkerung sieht im 20. Juli denn auch vorrangig ein geschichtliches Ereignis ohne besondere Bedeutung für die heutige Zeit. Die Sichtweise hängt allerdings auch deutlich vom eigenen Wissen um die Geschehnisse des 20. Juli ab. Von denjenigen, die ungestützt den 20. Juli richtig einordnen konnten, messen 45 Prozent diesem Datum noch eine besondere Bedeutung für die Gegenwart bei. Von denjenigen, die nicht wussten,
was am 20. Juli passierte, sind es lediglich 15 Prozent. Auch bei der Frage, ob der 20. Juli in Erinnerung bleiben sollte, unterscheiden sich die Antworten deutlich in Abhängigkeit vom geschichtlichen Wissen um dieses Datum. Insgesamt ist fast jeder zweite Deutsche der Meinung, dass der 20. Juli in Ehren gehalten werden sollte. Von denjenigen, die wissen, wofür dieses Datum steht, sind es 62 Prozent. Von denjenigen, die dieses Datum nicht einzuordnen wussten, sind es lediglich 30 Prozent.
Allensbach befragte vom 25. April bis 9. Mai 1.499 Personen ab 16 Jahre




