Voller Energie
Dienstag, 02. September 2014, 19:23 Uhr
Das diesjährige Wirtschaftsforum der Volks- und Raiffeisenbanken fand in diesem Jahr in der neuen Weimar-Halle statt. Im Mittelpunkt der informativen Veranstaltung stand die Energie. In vielen Facetten...
Nach der Eröffnung referierte Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski über die energiepolitischen Herausforderungen für Thüringen und plädierte – im Gegensatz zur CDU – für den Bau von Pumpspeicherkraftwerken im Freistaat, auch im Thüringer Wald. Die würden derzeit und in absehbarer Zeit die einzige Möglichkeit zur Speicherung von Energie sein und würden Arbeitsplätze schaffen.
Bei aller berechtigten Beteiligung der Bevölkerung an den Planungen sollte die Politik doch zu ihren Zusagen gegenüber dem Investor für ein Milliarden-Projekt stehen, forderte der SPD-Politiker in Richtung der christdemokratischen Kollegen. Die Beherrschung der neuen Energien sei in der Tat eine Herausforderung – an die Wirtschaft und Politik gleichermaßen. Aber: es müssen auch die Menschen in den Regionen mitgenommen werden.
Über die Energieversorgung 2020, über Netze, Ressourcen und Sicherheit sprach anschließend einer der renommiertesten Umweltwissenschaftler dieses Landes, Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker. Zuförderst zeichnete der Mann ein Schreckensszenario, dass der Kohlendioxdausstausch parallel zum Bruttoinalndsprodukt steige.
Ein zentraler Punkt im von-Weizsäcker-Referat waren die Energiegenossenschaften. Sie seien ein Stück Demokratie und die Antwort auf die bisherige zentrale Energieversorgung. Dann folgte das Kapitel der Systemkritik. Derzeit sei der Staat durch die Wirtschaft erpressbar. Vor allem mit dem Fall des eisernen Vorhangs haben diese Tendenzen zugenommen, denn bis zum Jahr 1990 sei der deutsche Staat das Bollwerk gegen den Kommunismus gewesen. Nach 1990 sei der Kommunismus verschwunden.
Wie aber wird der Energiemarkt der Zukunft aussehen? In rein erneuerbarer Energie liege die nicht. Vielmehr im verstärkten Einsatz von Energieeffizienz. Zum Beispiel: Effizienz sollte künftig der Kern der Umweltpolitik sein, verbunden mit technischen Revolutionen: im Autobau, beim Wohnungsbau und Gebäudesanierung, beim Einsatz von Geopolymerzement statt herkömmlichen Zements oder etwas weniger Rindfleisch essen. Die Beispiele ließen sich weiter fortsetzen.
Nach diesem Vortrag gab es noch eine Podiumsdiskussion, an der neben von Weizsäcker, der Chef des Familienhotels Weimar, Anselm Graubner und Lars Trenkmann von der Energiegenossenschaft Ostthüringen.
Autor: redNach der Eröffnung referierte Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski über die energiepolitischen Herausforderungen für Thüringen und plädierte – im Gegensatz zur CDU – für den Bau von Pumpspeicherkraftwerken im Freistaat, auch im Thüringer Wald. Die würden derzeit und in absehbarer Zeit die einzige Möglichkeit zur Speicherung von Energie sein und würden Arbeitsplätze schaffen.
Bei aller berechtigten Beteiligung der Bevölkerung an den Planungen sollte die Politik doch zu ihren Zusagen gegenüber dem Investor für ein Milliarden-Projekt stehen, forderte der SPD-Politiker in Richtung der christdemokratischen Kollegen. Die Beherrschung der neuen Energien sei in der Tat eine Herausforderung – an die Wirtschaft und Politik gleichermaßen. Aber: es müssen auch die Menschen in den Regionen mitgenommen werden.
Über die Energieversorgung 2020, über Netze, Ressourcen und Sicherheit sprach anschließend einer der renommiertesten Umweltwissenschaftler dieses Landes, Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker. Zuförderst zeichnete der Mann ein Schreckensszenario, dass der Kohlendioxdausstausch parallel zum Bruttoinalndsprodukt steige.
Ein zentraler Punkt im von-Weizsäcker-Referat waren die Energiegenossenschaften. Sie seien ein Stück Demokratie und die Antwort auf die bisherige zentrale Energieversorgung. Dann folgte das Kapitel der Systemkritik. Derzeit sei der Staat durch die Wirtschaft erpressbar. Vor allem mit dem Fall des eisernen Vorhangs haben diese Tendenzen zugenommen, denn bis zum Jahr 1990 sei der deutsche Staat das Bollwerk gegen den Kommunismus gewesen. Nach 1990 sei der Kommunismus verschwunden.
Wie aber wird der Energiemarkt der Zukunft aussehen? In rein erneuerbarer Energie liege die nicht. Vielmehr im verstärkten Einsatz von Energieeffizienz. Zum Beispiel: Effizienz sollte künftig der Kern der Umweltpolitik sein, verbunden mit technischen Revolutionen: im Autobau, beim Wohnungsbau und Gebäudesanierung, beim Einsatz von Geopolymerzement statt herkömmlichen Zements oder etwas weniger Rindfleisch essen. Die Beispiele ließen sich weiter fortsetzen.
Nach diesem Vortrag gab es noch eine Podiumsdiskussion, an der neben von Weizsäcker, der Chef des Familienhotels Weimar, Anselm Graubner und Lars Trenkmann von der Energiegenossenschaft Ostthüringen.



