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Hilfe gegen Hochwasser

Sonntag, 07. September 2014, 11:41 Uhr
Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz will die Gemeinden bei der Einrichtung von Wasserwehren unterstützen. „Wir müssen vor Ort gut auf Hochwasserereignisse vorbereitet sein. Dabei sind Wasserwehren in den Kommunen von entscheidender Hilfe“, sagte der Minister heute in Erfurt...

Unter Leitung des Thüringer Umweltstaatssekretärs Roland Richwien findet am Mittwoch, dem 10. September in Jena eine Auftaktveranstaltung mit Kommunen und Spitzenverbänden des Landes zum Thema Wasserwehren statt.

Wasserwehren werden auf kommunaler Ebene gegründet und sollen die Einsatzkräfte der Feuerwehren im Hochwasserfall durch zusätzliche Kräfte der Wasserwehren entlasten. Dennoch bleibt die Feuerwehr als Bestandteil der Wasserwehr wichtigster Handlungsakteur vor Ort. Die Hauptaufgaben der Wasserwehren sind die kontinuierliche Überprüfung der Hochwasserschutzanlagen im Hochwasserfall und die Verteidigung derer. „Unser Ziel ist es, die kommunalen Kräfte in den Wasserwehren zu bündeln und optimal auf das Hochwasser vorzubereiten. Feuerwehren und Gemeinden sind dabei die wichtigsten Partner und Kern der Wasserwehr“ so der Minister.

Das Land Thüringen will die Städte und Gemeinden auch finanziell bei der Einrichtung von Wasserwehren unterstützen. Geplant sind Handlungsanleitungen und Mustersatzungen sowie eine Förderung von Erstausstattung und Schulung der Mitarbeiter. Im Rahmen der Planungen zum Landesprogramm Hochwasserschutz haben bereits 50 Gemeinden signalisiert, eine Wasserwehr aufzustellen.

„Wir werden in Thüringen gemeinsam mit den kommunalen Verantwortlichen alles tun, um auf künftige Wasserfluten vorbereitet zu sein“, sagte Reinholz. Der Einsatz von Wasserwehren hat sich in anderen Bundesländern beim Hochwasser 2013 bewährt.
Autor: en

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