kyffhaeuser-nachrichten.de

Achtung Verkehrskontrolle!

Donnerstag, 11. September 2014, 19:33 Uhr
Heute führte die Autobahnpolizei am Parkplatz Kesselberg, direkt hinter Nordhausen Kontrollen bei Lkw und Bussen durch. Gelegenheit für die nnz, die Beamten einmal nach dem Arbeitsalltag auf der Autobahn zu fragen...

Die Sonne schickt gerade noch einmal ihre letzten kräftigen Strahlen gen Erde, als wir den Parkplatz Kesselberg ansteuern. Auf der A 38 ist viel los heute, jede Menge Lkw. Schon an der Auffahrt Richtung Göttingen steht ein Streifenwagen und in der Gegenrichtung weißt ein Schild auf die anstehende Verkehrskontrolle hin.

Auf dem Kesselberg herrscht derweil Vollbetrieb. Neben den Lkw, die von der Polizei überprüft werden, trudeln auch immer wieder Brummis ein, die eine Pause einlegen wollen oder müssen. Es wird voll.

Hauptkommissarin Schwarze, seit 16 Jahren bei der Autobahnpolizei, leitet die Kontrolle auf der Seite der Strecke, die Richtung Leipzig führt. Es sei bestes "Kontrollwetter", sagt Schwarze fröhlich lächelnd. Einige Fälle von "Lenkzeitüberschreitung" habe man heute schon gehabt, erzählt sie und meint damit Lkw-Fahrer, die zu lange am Steuer gesessen haben. "Wir überprüfen alle Aspekte des Fahrpersonalrechts aber auch die Technik, die Ladung, und deren Sicherung", erzählt die Hauptkommissarin, "das ist reine Physik".

Hauptkommissarin Schwarze ist seit 16 Jahren bei der Autobahnpolizei (Foto: Angelo Glashagel) Hauptkommissarin Schwarze ist seit 16 Jahren bei der Autobahnpolizei (Foto: Angelo Glashagel)

Allgemein muss man, um bei der Autobahnpolizei eingesetzt werden zu können, umfangreiches Wissen angesammelt haben. Allein die StVO zu kennen reicht nicht, auch Internationales Recht und EU-Recht müssen die Beamten beherrschen. Ein Großteil der Lkw, welche Transit-Strecken wie die A 4 und A 38 befahren, kommt zum Beispiel aus Polen. Fast 25% des Lkw-Verkehrs auf beiden Strecken, schätzt Schwarze. Verständigen könne man sich auf Englisch und häufig auch auf Deutsch, erzählt die Hauptkommissarin.

Auch die Kooperation der kontrollierten Fahrer sei überwiegend positiv. "Sie wissen das wir nur unseren Job machen und wir wissen, das die Fahrer ihren Job machen, und das der nicht immer leicht ist", sagt Schwarze. Pkw Fahrer seien da schon öfter uneinsichtig, würden häufig nicht zugeben, das sie etwas falsch gemacht hätten. "Aber ich kann zum Beispiel nicht bei 150 km/h nur 12 Meter Abstand halten", sagt die Kommissarin. Auch Busfahrer sehen die Kontrollen nicht immer ein, wobei der Verkehr durch Fernbusse in letzter Zeit deutlich zugenommen hat und die Beamten nun auch mehr Busse kontrollieren.

Die Kooperation verläuft meist reibungslos (Foto: Angelo Glashagel) Die Kooperation verläuft meist reibungslos (Foto: Angelo Glashagel)

Aber es geht nicht allein um Lkw und Busse. So kontrollierten die Beamten heute etwa einen Pkw, der einen beschädigten Kleintransporter auf einen Anhänger geladen hatte. Die Sicherung des Fahrzeugs schien auf den ersten Blick einwandfrei zu sein, aber das Ladegewicht des Fahrzeuggespanns wurde überprüft. Auch die Identifikation von Personen, die polizeilich gesucht werden, die Fahndungskontrolle, steht immer mit auf dem Programm. Und das unscheinbare Zivilfahrzeug, mit Kamera und Geschwindigkeitsmesser ausgestattet, macht an diesem Tag auch bei den Kollegen von der Verkehrskontrolle halt.
Angelo Glashagel
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de