Lichtblick: Der kleine Prinz
Freitag, 19. September 2014, 07:00 Uhr
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen verborgen. Dieses Zitat ist vielen bekannt und stammt aus dem Buch Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry. Vor etwas mehr als 71 Jahren wurde es veröffentlicht und erzählt die Geschichte der Suche nach Freundschaft, Liebe und Verständnis...
Ich denke, es ist mehr als nur eine Gute-Nacht-Geschichte für Kinder. Sie lehrt auch uns Erwachsene einiges. Wir stehen auch oft vor der Herausforderung auf unserem Lebensweg zurechtzukommen und mit so mancher Lebenssituation kreativ umzugehen.
Lichtblick (Foto: Pastorin Steffi Wiegleb)
Der kleine Prinz zeigt, was geschehen kann, wenn ein Mensch sich nicht darüber im Klaren ist, dass die Wahrnehmung der Wirklichkeit vielfältig ist und nicht einfach nur gut oder schlecht ist. Schauen Sie sich das Bild an, auf dem manche erkennen, dass eine Schlange einen Elefanten gefressen hat, andere aber nur einen Schlapphut sehen.
Der kleine Prinz geht danach auf eine Reise und trifft auf einen König, der nur seine Macht sieht, einen Geschäftsmann, der nur sein Geld, der Eitle, der nur sich selbst, der Laternenanzünder, der nur seine Pflicht und der Säufer, der nur sein Leid sieht. Dort kann der kleine Prinz keine Freunde finden.
Erst als er dem Fuchs begegnet, findet er in ihm einen Freund. Aber er hat dabei gelernt, dass das Leben verschiedene Perspektiven hat. Jetzt blickt er hinter die Fassade der Menschen. Er fragt, wieso jemand so geworden ist. Er begegnet dem anderen mit Achtung, Respekt und Verständnis. Eine Begegnung auf gleicher Augenhöhe ist machbar. Wie Viele suchen nach diesem Respekt, dieser Achtung und diesem Verständnis!?!
Für mich bietet der christliche Glaube solch einen Wechsel der Perspektive an. In Christus kam Gott auf unsere Augenhöhe. In ihm ist eine Veränderung unserer persönlichen Situation und Perspektive denkbar. In ihm kann aus unserem ratlosen ‘Warum‘ ein vorsichtig optimistisches ‘Wozu‘ werden. Gott hat für uns Achtung, Respekt und Verständnis. Er weiß, was und bewegt und womit wir hadern. Bitten wir ihn um einen Wechsel der Sichtweise, um neben allem Leid auch die Freude zu sehen, um neben aller Traurigkeit auch Stärkung zu erleben.
Wir haben die Chance, uns selbst und die Menschen um uns jeden Tag neu zu entdecken und zu betrachten. Wir haben die Chance, jeden Tag neu damit zu beginnen nicht nur das zu sehen, was uns direkt vor Augen ist, sondern hinter die Fassaden zu schauen. Gott tut das bei uns in gleicher Weise, jeden Tag neu. Was uns bei Antoine de Saint-Exupéry fasziniert, findet sich in ähnlicher Form schon im Alten Testament, wo es heißt: Der Mensch sieht nur, was vor Augen ist. Gott aber sieht das Herz an.
Pastorin Steffi Wiegleb
Autor: redIch denke, es ist mehr als nur eine Gute-Nacht-Geschichte für Kinder. Sie lehrt auch uns Erwachsene einiges. Wir stehen auch oft vor der Herausforderung auf unserem Lebensweg zurechtzukommen und mit so mancher Lebenssituation kreativ umzugehen.
Lichtblick (Foto: Pastorin Steffi Wiegleb)
Der kleine Prinz zeigt, was geschehen kann, wenn ein Mensch sich nicht darüber im Klaren ist, dass die Wahrnehmung der Wirklichkeit vielfältig ist und nicht einfach nur gut oder schlecht ist. Schauen Sie sich das Bild an, auf dem manche erkennen, dass eine Schlange einen Elefanten gefressen hat, andere aber nur einen Schlapphut sehen.
Der kleine Prinz geht danach auf eine Reise und trifft auf einen König, der nur seine Macht sieht, einen Geschäftsmann, der nur sein Geld, der Eitle, der nur sich selbst, der Laternenanzünder, der nur seine Pflicht und der Säufer, der nur sein Leid sieht. Dort kann der kleine Prinz keine Freunde finden.
Erst als er dem Fuchs begegnet, findet er in ihm einen Freund. Aber er hat dabei gelernt, dass das Leben verschiedene Perspektiven hat. Jetzt blickt er hinter die Fassade der Menschen. Er fragt, wieso jemand so geworden ist. Er begegnet dem anderen mit Achtung, Respekt und Verständnis. Eine Begegnung auf gleicher Augenhöhe ist machbar. Wie Viele suchen nach diesem Respekt, dieser Achtung und diesem Verständnis!?!
Für mich bietet der christliche Glaube solch einen Wechsel der Perspektive an. In Christus kam Gott auf unsere Augenhöhe. In ihm ist eine Veränderung unserer persönlichen Situation und Perspektive denkbar. In ihm kann aus unserem ratlosen ‘Warum‘ ein vorsichtig optimistisches ‘Wozu‘ werden. Gott hat für uns Achtung, Respekt und Verständnis. Er weiß, was und bewegt und womit wir hadern. Bitten wir ihn um einen Wechsel der Sichtweise, um neben allem Leid auch die Freude zu sehen, um neben aller Traurigkeit auch Stärkung zu erleben.
Wir haben die Chance, uns selbst und die Menschen um uns jeden Tag neu zu entdecken und zu betrachten. Wir haben die Chance, jeden Tag neu damit zu beginnen nicht nur das zu sehen, was uns direkt vor Augen ist, sondern hinter die Fassaden zu schauen. Gott tut das bei uns in gleicher Weise, jeden Tag neu. Was uns bei Antoine de Saint-Exupéry fasziniert, findet sich in ähnlicher Form schon im Alten Testament, wo es heißt: Der Mensch sieht nur, was vor Augen ist. Gott aber sieht das Herz an.
Pastorin Steffi Wiegleb
