Weniger und weniger
Dienstag, 23. September 2014, 10:44 Uhr
In Thüringen gab es von Januar bis Juni 2014 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sowohl weniger Gewerbeanmeldungen als auch weniger Gewerbeabmeldungen. Das gleiche Bild auch bei Anmeldungen. Ist der Gründerboom vorbei...
Grafik (Foto: TLS)
Die Anzahl der Anmeldungen verringerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um 579 bzw. 8,0 Prozent auf 6 679 Anzeigen, die der Gewerbeabmeldungen um 242 bzw. 3,2 Prozent auf 7 429 Anzeigen. Auf 100 Anmeldungen kamen 111 Abmeldungen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 106 Abmeldungen.
Rund vier Fünftel aller Gewerbeanmeldungen entfielen auf gewerbliche Neugründungen. Den größten Anteil an den Neugründungen (72,1 Prozent) machten die Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe aus. Die restlichen 27,9 Prozent waren sogenannte Betriebsgründungen mit größerer wirtschaft-licher Substanz, wie Kapitalgesellschaften, Personengesellschaften und Betriebe mit Beschäftigten.
Die Anzahl der Neugründungen ging gegenüber den ersten sechs Monaten 2013 um 9,1 Prozent auf 5 388 Anzeigen zurück, die der Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetrieben um 515 Anmeldungen (-11,7 Prozent) auf 3 883 Anzeigen. Bei den Betriebsgründungen ist ein Rückgang der Meldungen um 26 Anträge (-1,7 Prozent) auf 1 505 Anzeigen zu verzeichnen. Die anderen Gewerbeanmeldungen betrafen Zuzüge und Übernahmen (Kauf, Pacht, Erbfolge, Änderung der Rechtsform, Gesellschaftereintritt).
Hauptgrund für die 7 429 Gewerbeabmeldungen von Januar bis Juni 2014 war mit 80,4 Prozent die vollständige Aufgabe des Gewerbes, davon 4 325 Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe so-wie 1 648 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Substanz. Das waren 190 vollständige Aufgaben (-3,1 Prozent) und 170 Stilllegungen bei Kleinunternehmen und aus Nebenerwerb (-3,8 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die Anzahl der Betriebsaufgaben blieb um 20 Anträge bzw. 1,2 Pro-zent unter dem Vorjahresniveau. Die übrigen Gewerbeabmeldungen erfolgten durch Fortzüge und Übergaben (Verkauf, Verpachtung, Erbfolge, Änderung der Rechtsform, Gesellschafteraustritt).
Aber auch bei den Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, wie beispielsweise Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau, Zeitarbeitsfirmen, Reisebüros oder Reiseveranstalter gab es viele Marktbewegungen. Hier wurden 876 Gewerbe an- und 973 Gewerbe abgemeldet.
Regional betrachtet, gab es jedoch erhebliche Unterschiede. Die meisten Gewerbeanmeldungen je 10 000 Einwohner wurden in den Städten Erfurt (44) und Suhl (39) sowie im Weimarer Land (35) angezeigt und die wenigsten im Altenburger Land (21), im Landkreis Hildburghausen (23) und im Kyffhäuserkreis(24).
Die geringsten Abmeldungen gab es im Landkreis Hildburghausen (25) sowie im Wartburgkreis und im Altenburger Land mit je 26 Abmeldungen, die meisten in den Städten Weimar (54), sowie Erfurt und Suhl mit je 48 Anzeigen.
Autor: red
Grafik (Foto: TLS)
Die Anzahl der Anmeldungen verringerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um 579 bzw. 8,0 Prozent auf 6 679 Anzeigen, die der Gewerbeabmeldungen um 242 bzw. 3,2 Prozent auf 7 429 Anzeigen. Auf 100 Anmeldungen kamen 111 Abmeldungen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 106 Abmeldungen.
Rund vier Fünftel aller Gewerbeanmeldungen entfielen auf gewerbliche Neugründungen. Den größten Anteil an den Neugründungen (72,1 Prozent) machten die Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe aus. Die restlichen 27,9 Prozent waren sogenannte Betriebsgründungen mit größerer wirtschaft-licher Substanz, wie Kapitalgesellschaften, Personengesellschaften und Betriebe mit Beschäftigten.
Die Anzahl der Neugründungen ging gegenüber den ersten sechs Monaten 2013 um 9,1 Prozent auf 5 388 Anzeigen zurück, die der Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetrieben um 515 Anmeldungen (-11,7 Prozent) auf 3 883 Anzeigen. Bei den Betriebsgründungen ist ein Rückgang der Meldungen um 26 Anträge (-1,7 Prozent) auf 1 505 Anzeigen zu verzeichnen. Die anderen Gewerbeanmeldungen betrafen Zuzüge und Übernahmen (Kauf, Pacht, Erbfolge, Änderung der Rechtsform, Gesellschaftereintritt).
Hauptgrund für die 7 429 Gewerbeabmeldungen von Januar bis Juni 2014 war mit 80,4 Prozent die vollständige Aufgabe des Gewerbes, davon 4 325 Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe so-wie 1 648 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Substanz. Das waren 190 vollständige Aufgaben (-3,1 Prozent) und 170 Stilllegungen bei Kleinunternehmen und aus Nebenerwerb (-3,8 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die Anzahl der Betriebsaufgaben blieb um 20 Anträge bzw. 1,2 Pro-zent unter dem Vorjahresniveau. Die übrigen Gewerbeabmeldungen erfolgten durch Fortzüge und Übergaben (Verkauf, Verpachtung, Erbfolge, Änderung der Rechtsform, Gesellschafteraustritt).
Wirtschaftszweige
Die meisten Gewerbeanmeldungen (1 562) aber auch die meisten Gewerbeabmeldungen (1 867) gab es im ersten Halbjahr 2014 im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.Aber auch bei den Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, wie beispielsweise Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau, Zeitarbeitsfirmen, Reisebüros oder Reiseveranstalter gab es viele Marktbewegungen. Hier wurden 876 Gewerbe an- und 973 Gewerbe abgemeldet.
Rechtsformen
5 224 Anmeldungen stammten von Einzelunternehmen und 924 von Gesellschaften mit beschränkter Haftung einschließlich Unternehmensgesellschaften (haftungsbeschränkt) sowie 282 Anmeldungen von Gesellschaften des bürgerlichen Rechts. Anzeigen für andere Rechtsformen spielten eine eher untergeordnete Rolle.Firmengründerinnen
Mehr als ein Drittel der Einzelunternehmen wurden von Frauen angemeldet, 6,9 Prozent weniger als von Januar bis Juni 2013.Nationalität
Rund 90 Prozent aller Einzelunternehmen wurden im ersten Halbjahr 2014 von Deutschen angemeldet. Lediglich 510 Einzelunternehmer, die ein Gewerbe angemeldet haben, stammen aus dem Aus-land, hier vor allem aus Rumänien (89), Bulgarien (66) und Vietnam (43).Thüringen regional
In Thüringen kamen im ersten Halbjahr 2014 auf 10 000 Einwohner 31 Gewerbeanmeldungen und 34 Gewerbeabmeldungen.Regional betrachtet, gab es jedoch erhebliche Unterschiede. Die meisten Gewerbeanmeldungen je 10 000 Einwohner wurden in den Städten Erfurt (44) und Suhl (39) sowie im Weimarer Land (35) angezeigt und die wenigsten im Altenburger Land (21), im Landkreis Hildburghausen (23) und im Kyffhäuserkreis(24).
Die geringsten Abmeldungen gab es im Landkreis Hildburghausen (25) sowie im Wartburgkreis und im Altenburger Land mit je 26 Abmeldungen, die meisten in den Städten Weimar (54), sowie Erfurt und Suhl mit je 48 Anzeigen.
