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Sichere Renten?

Mittwoch, 24. September 2014, 09:26 Uhr
Regelmäßig wird vor Altersarmut und Rentenlücken gewarnt und für die private Vorsorge geworben. Das deutsche Institut für Service Qualität hat verschiedene Anbieter der Rentenvorsorge unter die Lupe genommen...

Die Rente ist sicher …, - aber nicht ausreichend. Diese Einschränkung der vollmundigen Aussage des früheren Arbeitsministers Norbert Blüm ist in heutigen Zeiten nötig.
Aktuelle Prognosen gehen von massiven Versorgungslücken für breite Teile der Bevölkerung aus - und zwar für den Fall, dass nicht zusätzlich privat vorgesorgt wird. Eine Beratung zu Altersvorsorgeprodukten offerieren Banken und Sparkassen.

Aber welches Institut hat auch die höchste Kompetenz und Kundenorientierung im individuellen Gespräch? Dies klärt die Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität, das im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv 15 regionale und überregionale Finanzinstitute getestet hat.

Die Beratungsqualität der Banken und Sparkassen lag insgesamt auf einem guten Niveau. Gegenüber dem Vorjahr bewegte sich das Ergebnis auf einem annähernd gleichen Level (2014: 75,8 Punkte; 2013: 76,7 Punkte). Drei Institute sicherten sich das Qualitätsurteil "sehr gut", zehn zeigten eine gute Leistung. Zwei Banken kamen über ein befriedigendes Ergebnis nicht hinaus.

Im wichtigsten Bereich der Untersuchung, der Kompetenz, überzeugten die Berater. In den Gesprächen über die Altersvorsorgeprodukte gaben sie zumeist korrekte und vollständige Auskünfte. Lediglich in zwei der 146 durchgeführten Beratungen erhielten die Kunden falsche Informationen - in beiden Fällen zum Thema Wohn-Riester. Auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter wie auch das ansprechende Beratungsumfeld kristallisierten sich als Stärken der Branche heraus.

Doch auch Schwachstellen deckte die Servicestudie auf: In gut jedem vierten Gespräch gingen die Berater zu wenig individuell auf die Kunden ein und stellten die Vor- und Nachteile der Produkte nicht umfassend genug dar. "Gerade in diesen Punkten reagieren die Kunden sensibel. So wären auch nur gut 63 Prozent der Interessenten nach der Beratung zu einem Abschluss des Altersvorsorgeprodukts bereit gewesen", bemerkt Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

Im Schnitt nur befriedigend bewertet wurde die persönliche Bedarfsanalyse der Mitarbeiter - hier war der größte Verbesserungsbedarf erkennbar. "Finanzielle Aspekte, wie Einnahmen und Ausgaben, wurden relativ häufig nicht detailliert genug erfragten. Dabei steht und fällt damit letztlich, ob passende Vorsorgeempfehlungen ausgesprochen werden", kritisiert Marktforschungsexperte Markus Hamer.

Mehr dazu: n-tv Ratgeber - Geld, Mittwoch, 24.09.2014, um 18:35 Uhr
Autor: red

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