kn-Forum: Entscheidung zum Geolift
Freitag, 26. September 2014, 09:57 Uhr
Die Kreistagsmitglieder sollen am 1. Oktober entscheiden, ob das Projekt Geolift noch einmal in Angriff genommen wird oder nicht. Dazu eine Lesermeinung, die kn so eben erreichte...
Mich verwundert, dass die Vorlage der Verwaltung für das Projekt, wo es um die Ausgabe von Millionen geht, im Kreisausschuss ohne größere Diskussion durchgewunken wurde.
Das zeigt doch, dass man sich damit noch nicht richtig beschäftigt hat und die Kreistagsmitglieder quasi zur Entscheidung verdonnert werden sollen.
Alle bisherigen Presseinformationen und Veröffentlichungen über den Geolift enthielten kaum schlüssige und vor allem konkrete Infos, sondern stets wurden andere Zahlen und Begründungen für die Notwendigkeit des Lifts genannt. Und keiner weiß, wo das einmal enden wird!
Kann man auf solcher Grundlage mit guten Gewissen über Millionen entscheiden ?
Es gibt genügend kostengünstigere und den natürlichen Gegebenheiten angepasstere Möglichkeiten, um älteren und behinderten Menschen den Weg zum Denkmal zu erleichtern, z.B. Pferdekutsche, Tschu-Tschu-Bahn, Shuttle.
Angesichts der angespannten Haushaltslage in den Städten und Gemeinden sollten sich die Kreistagsmitglieder lieber mit den naheliegenden Problemen, die uns alle betreffen, beschäftigen. Ich denke dabei an die Sanierung der Schulen und Kindergärten,
an Jugendeinrichtungen, an die Instandsetzung von Straßen, Brücken und Fußwegen sowie an die längst fällige Grundreinigung unserer Gräben und Flüsse.
Sicher wird man entgegnen, dass wären verschiedene Fördertöpfe und wird die 90-prozentige Förderung durch das Land ins Feld führen. Aber wohin eine solche Förderung führt, kann man am total verschandelten Anger in Bad Frankenhausen sehen.
In der Presse wird bereits propagiert, die Kur-GmbH Bad Frankenhausen würde die nötigen 10% Eigenmittel für den Bau beisteuern. Da hat sich wohl jemand zu weit aus dem Fenster gelehnt. Das ist weder in den Fraktionen beraten, noch im Stadtrat beschlossen worden. Und es stellt sich die Frage: 10% von welcher Endsumme?
Den Kreistagsmitgliedern und allen Verantwortlichen sollte doch klar sein, dass es um die Verwendung und nicht Verschwendung unserer Steuergelder gehen muß.
Sie sollten sich hinterfragen, was den Bürgern mehr nützt, ein Geolift oder die Verbesserung der Infrastruktur und der Lebensverhältnisse.
Es wäre auch sinnvoll, das Fördersystem zu überdenken und die vielen Fördertöpfe abzuschaffen. Stattdessen sollten Fördermittel zentral nach Prioritätenlisten vergeben werden, um wirklich wichtige Maßnahmen zu fördern.
Bernd Otto
Mich verwundert, dass die Vorlage der Verwaltung für das Projekt, wo es um die Ausgabe von Millionen geht, im Kreisausschuss ohne größere Diskussion durchgewunken wurde.
Das zeigt doch, dass man sich damit noch nicht richtig beschäftigt hat und die Kreistagsmitglieder quasi zur Entscheidung verdonnert werden sollen.
Alle bisherigen Presseinformationen und Veröffentlichungen über den Geolift enthielten kaum schlüssige und vor allem konkrete Infos, sondern stets wurden andere Zahlen und Begründungen für die Notwendigkeit des Lifts genannt. Und keiner weiß, wo das einmal enden wird!
Kann man auf solcher Grundlage mit guten Gewissen über Millionen entscheiden ?
Es gibt genügend kostengünstigere und den natürlichen Gegebenheiten angepasstere Möglichkeiten, um älteren und behinderten Menschen den Weg zum Denkmal zu erleichtern, z.B. Pferdekutsche, Tschu-Tschu-Bahn, Shuttle.
Angesichts der angespannten Haushaltslage in den Städten und Gemeinden sollten sich die Kreistagsmitglieder lieber mit den naheliegenden Problemen, die uns alle betreffen, beschäftigen. Ich denke dabei an die Sanierung der Schulen und Kindergärten,
an Jugendeinrichtungen, an die Instandsetzung von Straßen, Brücken und Fußwegen sowie an die längst fällige Grundreinigung unserer Gräben und Flüsse.
Sicher wird man entgegnen, dass wären verschiedene Fördertöpfe und wird die 90-prozentige Förderung durch das Land ins Feld führen. Aber wohin eine solche Förderung führt, kann man am total verschandelten Anger in Bad Frankenhausen sehen.
In der Presse wird bereits propagiert, die Kur-GmbH Bad Frankenhausen würde die nötigen 10% Eigenmittel für den Bau beisteuern. Da hat sich wohl jemand zu weit aus dem Fenster gelehnt. Das ist weder in den Fraktionen beraten, noch im Stadtrat beschlossen worden. Und es stellt sich die Frage: 10% von welcher Endsumme?
Den Kreistagsmitgliedern und allen Verantwortlichen sollte doch klar sein, dass es um die Verwendung und nicht Verschwendung unserer Steuergelder gehen muß.
Sie sollten sich hinterfragen, was den Bürgern mehr nützt, ein Geolift oder die Verbesserung der Infrastruktur und der Lebensverhältnisse.
Es wäre auch sinnvoll, das Fördersystem zu überdenken und die vielen Fördertöpfe abzuschaffen. Stattdessen sollten Fördermittel zentral nach Prioritätenlisten vergeben werden, um wirklich wichtige Maßnahmen zu fördern.
Bernd Otto
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
