Jubiläum beschwingt begangen
Montag, 03. November 2014, 23:16 Uhr
Wieder sehr viele Interessierte hatte es heute in den Carl-Schroeder-Saal gezogen. Auf dem Programm stand die Jubiläumsfeier 90 Jahre Bibliothek in Sondershausen.
Es waren nur noch wenige Plätze frei um diese Jubiläumsfeier genießen zu können. Und keiner der Besucher dürfte wohl sein Kommen bereut haben. Wer es nicht gesehen und mit Betonung gehört hat, verpasste eine interessante Veranstaltung
Die Begrüßung übernahm die erste Beigeordnete Cornelia Kraffzick. Zuerst gab es einen Blick in die Geschichte.
Schon seit dem Jahr 1913 bestand in Sondershausen eine Fürstliche Landesbibliothek, die aus der Zusammenführung von Beständen der damaligen Ministerialbücherei, der Kirchen- und Schulbüchereien entstand, die aber nur ausgewählten Kreisen zugänglich war. Sie befand sich im damaligen Prinzen Palais, dem jetzigen Landratsamt.
Am 3. November 1924 wurde dann die Thüringische Landesbibliothek gegründet und seitdem hatte erstmals die Öffentlichkeit Zugang zu den Buchbeständen. Dies war die Geburtsstunde der heutigen Sondershäuser Stadtbibliothek.
Nach dem Krieg zog die Bibliothek auch mal ins Schloss um jetzt in dem modernen Gebäude am Stadtpark untergekommen zu sein. Nicht nur das Gebäude hat sich erneuert, sondern auch der Inhalt. zu den 50.000 Medieneinheiten gehören jetzt auch CDs, DVD, und ein PC- gestütztes Informationssystem.
Die Bibliothek, so Kraffzick nimmt einen wichtigen Platz in der Kultur der Stadt ein und das soll si bleiben. Sie dankte dem Team der Bibliothek, ob hauptamtlich oder ehrenamtlich, um Leiterin Ingrid Köhler, die im Jahr rund 20.000 Besucher empfangen.
Eingeladen zur Jubiläumsfeier wurden dazu Schauspieler des Ensembles Galabühne Berlin, die eine szenische Lesung unter dem Titel Drei Engel für Schiller aufführten. Schon der Beginn hatte es in sich:
"Bücher sind Lebensmittel, ohne die könnten wir nicht leben!" Ein Satz der gleich am Anfang die Richtung gab.
Drei Engel - das sind drei Bibliothekarinnen, täglich umgeben von großer und kleiner Weltliteratur Katja Immermann als Leiterin, Lisa Hopp als Praktikantin und Claudia Gellert als Schriftstellerin. Und Milan, vorgestellt als ehemaliger Mitarbeiter der Bibliothek und wegen Sparsamkeit entfernt der jetzt für das Lohorchster musiziert.
Sie halten ab und zu die Zeit an und versetzen sich dabei gerne in die Figuren berühmter Romane und Erzählungen, finden sich in den Protagonisten kleiner und großer Lyrik wieder und entdecken im literarischen Milieu einen zeitgemäßen philosophischen Sinn.
Diese drei Frauen sind wie die Bücher, die sie jeden Tag katalogisieren, nummerieren und in die Regale stellen: liebevoll, zärtlich, sarkastisch, hinterhältig, aufbrausend und laut, mal traurig und neckisch, böse, wild, frivol, himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.
Vor allem aber geht es um die großen Gefühle, um die Liebe zur Literatur und warum Männer Frauenliteratur nicht verstehen wollen oder nicht verstehen können. So wurde gesungen (Liebeskummer lohnt sich nicht my Darling) die Lorelei auf sächsisch vorgetragen oder der Strohkopp auf Platt rezitiert, mit anschließender Übersetzung durch Lisa.
Das man sich vorher mit der Region bekannt gemacht hat zeigte sich hier. Mit dem Aufhängen als Bild war Bürgermeister Joachim Kreyer gleich zweimal in Saal vertreten.
Frauenpower und Literatur - ein kurzweiliges Stück mit Gedichten, Geschichten, Poesie und Szenen aus Werken von Goethe, Heine, Brecht, Tucholsky, von Arnim, Schiller, Kästner, Ringelnatz, Droste-Hülsdorf u.v.a.
Es gab Nachdenkliches aber auch viel zum Schmunzeln, wie die Darstellung von Möllmann in der Bar, sprich Stripp-Club.
In jedem Falle hatte hier die Abteilung Kultur einen Glückgriff bei der Auswahl des Ensembles getan und für ein würdiges Jubiläum gesorgt.
Autor: khhEs waren nur noch wenige Plätze frei um diese Jubiläumsfeier genießen zu können. Und keiner der Besucher dürfte wohl sein Kommen bereut haben. Wer es nicht gesehen und mit Betonung gehört hat, verpasste eine interessante Veranstaltung
Die Begrüßung übernahm die erste Beigeordnete Cornelia Kraffzick. Zuerst gab es einen Blick in die Geschichte.
Schon seit dem Jahr 1913 bestand in Sondershausen eine Fürstliche Landesbibliothek, die aus der Zusammenführung von Beständen der damaligen Ministerialbücherei, der Kirchen- und Schulbüchereien entstand, die aber nur ausgewählten Kreisen zugänglich war. Sie befand sich im damaligen Prinzen Palais, dem jetzigen Landratsamt.
Am 3. November 1924 wurde dann die Thüringische Landesbibliothek gegründet und seitdem hatte erstmals die Öffentlichkeit Zugang zu den Buchbeständen. Dies war die Geburtsstunde der heutigen Sondershäuser Stadtbibliothek.
Nach dem Krieg zog die Bibliothek auch mal ins Schloss um jetzt in dem modernen Gebäude am Stadtpark untergekommen zu sein. Nicht nur das Gebäude hat sich erneuert, sondern auch der Inhalt. zu den 50.000 Medieneinheiten gehören jetzt auch CDs, DVD, und ein PC- gestütztes Informationssystem.
Die Bibliothek, so Kraffzick nimmt einen wichtigen Platz in der Kultur der Stadt ein und das soll si bleiben. Sie dankte dem Team der Bibliothek, ob hauptamtlich oder ehrenamtlich, um Leiterin Ingrid Köhler, die im Jahr rund 20.000 Besucher empfangen.
Eingeladen zur Jubiläumsfeier wurden dazu Schauspieler des Ensembles Galabühne Berlin, die eine szenische Lesung unter dem Titel Drei Engel für Schiller aufführten. Schon der Beginn hatte es in sich:
"Bücher sind Lebensmittel, ohne die könnten wir nicht leben!" Ein Satz der gleich am Anfang die Richtung gab.
Drei Engel - das sind drei Bibliothekarinnen, täglich umgeben von großer und kleiner Weltliteratur Katja Immermann als Leiterin, Lisa Hopp als Praktikantin und Claudia Gellert als Schriftstellerin. Und Milan, vorgestellt als ehemaliger Mitarbeiter der Bibliothek und wegen Sparsamkeit entfernt der jetzt für das Lohorchster musiziert.
Sie halten ab und zu die Zeit an und versetzen sich dabei gerne in die Figuren berühmter Romane und Erzählungen, finden sich in den Protagonisten kleiner und großer Lyrik wieder und entdecken im literarischen Milieu einen zeitgemäßen philosophischen Sinn.
Diese drei Frauen sind wie die Bücher, die sie jeden Tag katalogisieren, nummerieren und in die Regale stellen: liebevoll, zärtlich, sarkastisch, hinterhältig, aufbrausend und laut, mal traurig und neckisch, böse, wild, frivol, himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.
Vor allem aber geht es um die großen Gefühle, um die Liebe zur Literatur und warum Männer Frauenliteratur nicht verstehen wollen oder nicht verstehen können. So wurde gesungen (Liebeskummer lohnt sich nicht my Darling) die Lorelei auf sächsisch vorgetragen oder der Strohkopp auf Platt rezitiert, mit anschließender Übersetzung durch Lisa.
Das man sich vorher mit der Region bekannt gemacht hat zeigte sich hier. Mit dem Aufhängen als Bild war Bürgermeister Joachim Kreyer gleich zweimal in Saal vertreten.
Frauenpower und Literatur - ein kurzweiliges Stück mit Gedichten, Geschichten, Poesie und Szenen aus Werken von Goethe, Heine, Brecht, Tucholsky, von Arnim, Schiller, Kästner, Ringelnatz, Droste-Hülsdorf u.v.a.
Es gab Nachdenkliches aber auch viel zum Schmunzeln, wie die Darstellung von Möllmann in der Bar, sprich Stripp-Club.
In jedem Falle hatte hier die Abteilung Kultur einen Glückgriff bei der Auswahl des Ensembles getan und für ein würdiges Jubiläum gesorgt.










