Ja wird denn schon gebaut?
Donnerstag, 20. November 2014, 20:25 Uhr
Am Fuße des schiefen Turms von Bad Frankenhausen sind Arbeiter mit Monturen am Werke. Wird denn da schon gebaut, fragen sich mache Besucher erstaunt? Nein, ganz so weit ist man nicht. Aber heute wurde verkündet, wie es weiter geht, und auch auch Pikantes war zu hören...
Auch wenn gestern mit der Spitzenmeldung, der Schiefe Turm erhält eine Bundesförderung aus dem 50 Millionen Pakt der Städteförderung in Höhe von 950.000 Euro, die Luft etwas raus war, es gab noch genügend zu berichten.
Denn bevor gebaut wird, gibt es noch etliches zu tun, so dass Experten erst mit einem wirklichen Baubeginn im Frühjahr bis Mitte des Jahres gerechnet wird. Bis dahin muss aber erst ein neues statisches Gutachten für die Standsicherheit des Turmes erarbeitet werden, denn gilt formaljuristisch die Standsicherheit bis 31.12.2014. Damit die Bauarbeiten überhaupt erst mal beginnen können, muss nachgewiesen werden, dass der Turm auch bis in das 2. Halbjahr 2015 sicher steht, denn schließlich gibt es ja auch ein Gerichtsurteil zu beachten.
Zur Erforschung der Bodenbewegungen werden deshalb zur Zeit eine 400 m und zwei 70 m tiefe Bohrungen eingebracht und mit Sensoren bestückt. Diese Aufzeichnungen der Sensoren sollen sogar später im Informationspavillon in Echtzeit auch von interessierten Besuchern einsehbar sein.
Das neue Gutachten muss bis zum 31.12.2014 vorliegen, so Sören Hauskeller von der Bauaufsicht des Landratsamtes des Kyffhäuserkreis, und wird gesondert von einer unabhängigen Firma ermittelt. Der bisherige Prüfstatiker Dr. Josef Trabert hat die Fronten gewechselt und ist jetzt Bauplaner für die Sicherung des Turms.
Der vorgesehene Konferenzraum im Hotel Residenz, oberhalb des Schiefen, konnte gerade mal alle Besucher fassen, denn zahlreiche Mitglieder des Fördervereins und der Arbeitsgruppe zur Unterstützung des Schiefen, waren zur Pressekonferenz erschienen.
Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) fasste nochmals die Spitzenmeldung zusammen und gab schon mal bekannt, wie es weitergeht.
Denn neben der Sicherungsphase des Turmes gilt es noch einiges zu erledigen. Mit Hilfe des Thüringer Bauministeriums muss noch bis Ende November der Fördermittelantrag an des Bundesbauministerium gestellt werden, damit auch Mitte Dezember der Fördermittelbescheid erhalten werden kann. Das soll mit einem Fest am Fuß des Turms gefeiert werden.
Pikant an der ganze Sache, Das Thüringer Bauministerium hatte noch vor wenigen Tagen einen Ablehnungsbescheid für Fördermittel des Freistaats der Stadt Bad Frankenhausen übergeben, weil der schiefe Turm kein förderungswürdiges Objekt sein. Hier konnte sich Strejc eine spitze Bemerkung nicht verkneifen, denn die Bundesmittel fließen nur an Denkmalsensemble mit nationaler Bedeutung, wie SPD-Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme erläutert hatte.
Lemme hatte sich als Mitglied des Haushaltsausschusses des Bundestags für den Schiegen stark gemacht. Bei 271 Projektanträge , allein 24 aus Thüringen, musste man schon gute Argumente vorweisen, um in den Genuss der Mittel zu kommen.
Ob dieses Erfolges zeigte sich sowohl Lemme als auch Strejc hoch zufrieden über die Bereitstellung der Mittel. Landrätin Antje Hochwind (SPD) bezeichnete das Ganze nicht nur einen guten Tag für Bad Frankenhausen, sondern für den ganzen Kyffhäuserkreis. Der Schiefe wird helfen den Tourismus in der Region weiter voran zu bringen.
Sowohl Strejc, als auch die Vorsitzende des Fördervereins Bärbel Köllen bedankten sich bei den vielen Unterstützern, damit praktisch nicht kurz vor Toresschluss nicht doch noch das Lebenslicht des Schiefen ausging, so dem Förderverein, der Arbeitsgruppe und Unternehmen wie Hotel Residenz, dem Barbarossa Autohaus, Gecko Networks und den vielen Bürgern von Bad Frankenhausen.
Auch einen Ausblick gab Strejc. Im Haushalt der Stadt Bad Frankenhausen sind 1,1 Millionen für den schiefen Turm vorgesehen, davon 150.000 eigene Mittel und 950.000 Euro Fördermittel. Die Eigenmittel werden finanziert aus den 150.000 Euro, welche die Kirche zu einer Finanzierung beigetragen hätte, wenn der Turm hätte abgerissen werden müssen.
Erst Prüfstatiker, jetzt Bauplaner, Dr. Josef Trabert erläuterte wie mit den Stützen außen und einem Stahlbetonkern im Keller des Turms die Standhaftigkeit des Turms gesichert werden soll, siehe auch Bildergalerie. Und Dr. Trabert machte auch klar, die bisherigen Mittel reichen nur dafür, die Standfestigkeit des Turms für lange Zeit zu sichern, nicht aber das ganze Objekt zu sanieren.
Wie soll es weiter gehen? Der Presse wurde ein 18 seitiges Grobkonzept zur touristischen Nutzung der Unterkirche übergeben. Darin geht man davon aus, dass später auch das Kirchenschiff nach erfolgter Stabilisierung für verschiedene Open-Air-Veranstaltungen genutzt werden soll. Das Ambiente im Kirchenschiff mit dem Blick auf den höchsten schiefen Turm der Welt ist einmalig und soll künftig für verschiedene kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.
Autor: khhAuch wenn gestern mit der Spitzenmeldung, der Schiefe Turm erhält eine Bundesförderung aus dem 50 Millionen Pakt der Städteförderung in Höhe von 950.000 Euro, die Luft etwas raus war, es gab noch genügend zu berichten.
Denn bevor gebaut wird, gibt es noch etliches zu tun, so dass Experten erst mit einem wirklichen Baubeginn im Frühjahr bis Mitte des Jahres gerechnet wird. Bis dahin muss aber erst ein neues statisches Gutachten für die Standsicherheit des Turmes erarbeitet werden, denn gilt formaljuristisch die Standsicherheit bis 31.12.2014. Damit die Bauarbeiten überhaupt erst mal beginnen können, muss nachgewiesen werden, dass der Turm auch bis in das 2. Halbjahr 2015 sicher steht, denn schließlich gibt es ja auch ein Gerichtsurteil zu beachten.
Zur Erforschung der Bodenbewegungen werden deshalb zur Zeit eine 400 m und zwei 70 m tiefe Bohrungen eingebracht und mit Sensoren bestückt. Diese Aufzeichnungen der Sensoren sollen sogar später im Informationspavillon in Echtzeit auch von interessierten Besuchern einsehbar sein.
Das neue Gutachten muss bis zum 31.12.2014 vorliegen, so Sören Hauskeller von der Bauaufsicht des Landratsamtes des Kyffhäuserkreis, und wird gesondert von einer unabhängigen Firma ermittelt. Der bisherige Prüfstatiker Dr. Josef Trabert hat die Fronten gewechselt und ist jetzt Bauplaner für die Sicherung des Turms.
Der vorgesehene Konferenzraum im Hotel Residenz, oberhalb des Schiefen, konnte gerade mal alle Besucher fassen, denn zahlreiche Mitglieder des Fördervereins und der Arbeitsgruppe zur Unterstützung des Schiefen, waren zur Pressekonferenz erschienen.
Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) fasste nochmals die Spitzenmeldung zusammen und gab schon mal bekannt, wie es weitergeht.
Denn neben der Sicherungsphase des Turmes gilt es noch einiges zu erledigen. Mit Hilfe des Thüringer Bauministeriums muss noch bis Ende November der Fördermittelantrag an des Bundesbauministerium gestellt werden, damit auch Mitte Dezember der Fördermittelbescheid erhalten werden kann. Das soll mit einem Fest am Fuß des Turms gefeiert werden.
Pikant an der ganze Sache, Das Thüringer Bauministerium hatte noch vor wenigen Tagen einen Ablehnungsbescheid für Fördermittel des Freistaats der Stadt Bad Frankenhausen übergeben, weil der schiefe Turm kein förderungswürdiges Objekt sein. Hier konnte sich Strejc eine spitze Bemerkung nicht verkneifen, denn die Bundesmittel fließen nur an Denkmalsensemble mit nationaler Bedeutung, wie SPD-Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme erläutert hatte.
Lemme hatte sich als Mitglied des Haushaltsausschusses des Bundestags für den Schiegen stark gemacht. Bei 271 Projektanträge , allein 24 aus Thüringen, musste man schon gute Argumente vorweisen, um in den Genuss der Mittel zu kommen.
Ob dieses Erfolges zeigte sich sowohl Lemme als auch Strejc hoch zufrieden über die Bereitstellung der Mittel. Landrätin Antje Hochwind (SPD) bezeichnete das Ganze nicht nur einen guten Tag für Bad Frankenhausen, sondern für den ganzen Kyffhäuserkreis. Der Schiefe wird helfen den Tourismus in der Region weiter voran zu bringen.
Sowohl Strejc, als auch die Vorsitzende des Fördervereins Bärbel Köllen bedankten sich bei den vielen Unterstützern, damit praktisch nicht kurz vor Toresschluss nicht doch noch das Lebenslicht des Schiefen ausging, so dem Förderverein, der Arbeitsgruppe und Unternehmen wie Hotel Residenz, dem Barbarossa Autohaus, Gecko Networks und den vielen Bürgern von Bad Frankenhausen.
Auch einen Ausblick gab Strejc. Im Haushalt der Stadt Bad Frankenhausen sind 1,1 Millionen für den schiefen Turm vorgesehen, davon 150.000 eigene Mittel und 950.000 Euro Fördermittel. Die Eigenmittel werden finanziert aus den 150.000 Euro, welche die Kirche zu einer Finanzierung beigetragen hätte, wenn der Turm hätte abgerissen werden müssen.
Erst Prüfstatiker, jetzt Bauplaner, Dr. Josef Trabert erläuterte wie mit den Stützen außen und einem Stahlbetonkern im Keller des Turms die Standhaftigkeit des Turms gesichert werden soll, siehe auch Bildergalerie. Und Dr. Trabert machte auch klar, die bisherigen Mittel reichen nur dafür, die Standfestigkeit des Turms für lange Zeit zu sichern, nicht aber das ganze Objekt zu sanieren.
Wie soll es weiter gehen? Der Presse wurde ein 18 seitiges Grobkonzept zur touristischen Nutzung der Unterkirche übergeben. Darin geht man davon aus, dass später auch das Kirchenschiff nach erfolgter Stabilisierung für verschiedene Open-Air-Veranstaltungen genutzt werden soll. Das Ambiente im Kirchenschiff mit dem Blick auf den höchsten schiefen Turm der Welt ist einmalig und soll künftig für verschiedene kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.












