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1. Preis ging in den Kyffhäuserkreis

Dienstag, 25. November 2014, 19:36 Uhr
Heute wurde in Erfurt zum siebten Mal der Thüringer Familienpreis vergeben. Wohin der erste Preis ging und welches Engagement geehrt wurde, erfahren Sie hier...

Mit dem Thüringer Familienpreis würdigt und fördert die Stiftung FamilienSinn Projekte, Initiativen und innovative Ansätze, aber auch ehrenamtliche Aktivitäten, die dazu beitragen, Familien in Thüringen zu unterstützen,
deren Lebensbedingungen zu verbessern und ihre Eigenkräfte zu stärken.

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, zugleich Präsidentin der Stiftung FamilienSinn, Heike Taubert (SPD), hat heute zusammen mit der Kuratorin der Stiftung FamilienSinn,Rosemarie Schmack-Siebenlist-Hinkel, die Auszeichnungen vorgenommen.

Ein Vorschlag kam von Antje Hochwind (SPD), Landrätin Kyffhäuserkreis Frau Helbig, Sozialarbeiterin Pflegekinderwesen im Jugend- und Sozialamt, Kyffhäuserkreis.

Der Vorschlag lautete Familie Berger, Ramona u. Anett Berger aus Langenroda. Der Einsatz der Familie überzeugte die Jury so sehr, das Heike Taubert den 1. Preis des Thüringer Familienpreis 2014 an Familie Berger übergab. Der Preis ist verbunden mit einer Anerkennung in Höhe von 2.500 Euro.
Ein weiterer 1. Preis ging an den Hospiz Verein Ilmenau e. V.

Die Laudatio von Sozialministerin Heike Taubert zeigte, dass der 1. Preis zu recht an Familie Berger ging.

Das Ehepaar Berger aus Langenroda im Kyffhäuserkreis war bereit, 2011 zwei Pflegekindern ( Geschwister- 9 und 11 Jahre) ein Zuhause bei ihnen zu geben, die besonderer Betreuung bedürfen.
Herr und Frau Berger hatten selbst 4 eigene leibliche Kinder. 3 davon waren schon volljährig und gingen eigene Lebenswege. Das minderjährige Kind ist gesundheitlich beeinträchtigt und auf elterliche Fürsorge angewiesen.

3 Monate nach der Übernahme der Kinder starb Herr Berger. Frau Ramona Berger führte seitdem die alleinige Verantwortung für ihr eigenes gesundheitlich beeinträchtigtes Kind und zwei erziehbare minderjährige Kinder, von denen eines geistig behindert ist.

Die Familie bildete aber ein eigenes Hilfenetzwerk. So entschied sich die volljährige leibliche Tochter, Frau Anett Berger, ihre Arbeit aufzugeben und in das elterliche Haus zurückzukehren, um ihrer Mutter bei der Erziehung der Kinder zu helfen.

Die beiden aufgenommenen Kinder gedeihen in der Obhut der Fam. Berger. Sie erfahren Geborgenheit, Vertrauen und Liebe. Ramona und Anett Berger zeigen in der Versorgung der Kinder viel Herzblut, Ausdauer und Geduld.

Trotz des Schicksalsschlags und der schwierigen Aufgabe, die sie auf sich genommen haben, waren Ramona und Anett Berger 2014 sogar bereit, weitere Kinder aus Krisensituationen aufzunehmen. So übernahmen sie zwei weitere Geschwisterkinder (4 und 5 Jahre), die mittlerweile zu zwei fröhlichen, auf-geschlossenen und gesunden Mädchen herangewachsen sind.

Bei Fam. Berger wohnen seitdem 4 Pflegekinder und ein leibliches Kind. Dieses Engagement verlangt einen enormen Einsatz seitens der beiden Frauen; sie nehmen auch regelmäßig an Weiterbildungen für Pflege-Eltern teil.

Für dieses aufopferungsvolle Engagement für 4 Pflegekinder sowie für ein eigenes minderjähriges Kind unter schwierigsten persönlichen Lebensbedingungen wurden Ramona und Anett Berger mit dem Thüringer Familienpreis 2014 in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet.
Autor: khh

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