Internet Immobilien im Test
Dienstag, 02. Dezember 2014, 09:04 Uhr
Wer früher einen Wohnungswechsel plante, griff zur Tageszeitung und durchforstete den Immobilienteil. Heute erfreuen sich auch Online-Anzeigenmärkte großer Beliebtheit. In einem jetzt durchgeführten Test viel auf, das es zwischen den Portalen teils gravierende Qualitätsunterschiede gibt...
Die Immobilienportale bringen auf ihrer Anzeigenplattform Anbieter und Interessenten zusammen. Aber welche Portale zeichnen sich durch Bedienungsfreundlichkeit und Funktionalität aus? Wer offeriert das größte Immobilienangebot? Und wo stimmt für private Inserenten das Preis-Leistungs-Verhältnis? Antworten liefert das Deutsche Institut für Service-Qualität, das im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv zehn Immobilienportale getestet hat.
Hop oder Top – die Branche der Immobilienportale erwies sich als Zwei-Klassen-Gesellschaft. Drei Anbieter erzielten im Gesamtergebnis das Qualitätsurteil "gut". Dagegen waren sechs Unternehmen nur ausreichend, und ein Portal schnitt mit "mangelhaft" ab.
Sieben der zehn getesteten Unternehmen offerierten ein mangelhaftes Angebot. Wie der Test zeigte, trennte sich hier die Spreu vom Weizen. Ob Miete oder Kauf einer Wohnung oder eines Hauses - die Zahl der Angebote variierte je nach Immobilienportal in den untersuchten Metropolen Berlin, Hamburg und München erheblich. So gab es beispielsweise bei einem Anbieter über 6.875 Mietwohnungsangebote in Berlin, ein anderes Portal lieferte hier gerade einmal 49 passende Inserate.
Neben dem Angebot entscheidet auch die Qualität des Internetauftritts über die Nutzerzufriedenheit und über die Erfolgschancen. Immerhin vier Portale erzielten in diesem Teilbereich der Untersuchung ein gutes Ergebnis. Sechs Unternehmen hatten jedoch lediglich einen befriedigenden oder gar nur ausreichenden Online-Auftritt. Als Schwachstelle erwies sich der Aspekt Sicherheit: Vier Immobilienportale wiesen bei Inseratsaufgabe keine sichtbare Verschlüsselung der Seiten auf. Von einem guten Schutz persönlicher Daten konnte der Nutzer hier nicht ausgehen. Häufige Kritikpunkte waren zudem die Optik und die mangelnde Übersichtlichkeit der Websites.
Als privater Inserent kann man bei Immobilienportalen auch am falschen Ende sparen. Zwar ist das Inserieren bei einigen Portalen kostenlos. Aber das sehr magere Angebot und die Mängel auf den Internetseiten mindern hier den Nutzwert. "Ein gutes-Preis-Leistungsverhältnis erzielen die Portale, bei denen man tatsächlich am meisten bezahlen muss. Was kurios klingt, erklärt sich durch das enorme Angebot und durch die gute Qualität der Internetauftritte", konstatiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität.
Mehr dazu: n-tv Ratgeber - Bauen & Wohnen, Dienstag, 02.12.2014, 18:35 Uhr.
Autor: redDie Immobilienportale bringen auf ihrer Anzeigenplattform Anbieter und Interessenten zusammen. Aber welche Portale zeichnen sich durch Bedienungsfreundlichkeit und Funktionalität aus? Wer offeriert das größte Immobilienangebot? Und wo stimmt für private Inserenten das Preis-Leistungs-Verhältnis? Antworten liefert das Deutsche Institut für Service-Qualität, das im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv zehn Immobilienportale getestet hat.
Hop oder Top – die Branche der Immobilienportale erwies sich als Zwei-Klassen-Gesellschaft. Drei Anbieter erzielten im Gesamtergebnis das Qualitätsurteil "gut". Dagegen waren sechs Unternehmen nur ausreichend, und ein Portal schnitt mit "mangelhaft" ab.
Sieben der zehn getesteten Unternehmen offerierten ein mangelhaftes Angebot. Wie der Test zeigte, trennte sich hier die Spreu vom Weizen. Ob Miete oder Kauf einer Wohnung oder eines Hauses - die Zahl der Angebote variierte je nach Immobilienportal in den untersuchten Metropolen Berlin, Hamburg und München erheblich. So gab es beispielsweise bei einem Anbieter über 6.875 Mietwohnungsangebote in Berlin, ein anderes Portal lieferte hier gerade einmal 49 passende Inserate.
Neben dem Angebot entscheidet auch die Qualität des Internetauftritts über die Nutzerzufriedenheit und über die Erfolgschancen. Immerhin vier Portale erzielten in diesem Teilbereich der Untersuchung ein gutes Ergebnis. Sechs Unternehmen hatten jedoch lediglich einen befriedigenden oder gar nur ausreichenden Online-Auftritt. Als Schwachstelle erwies sich der Aspekt Sicherheit: Vier Immobilienportale wiesen bei Inseratsaufgabe keine sichtbare Verschlüsselung der Seiten auf. Von einem guten Schutz persönlicher Daten konnte der Nutzer hier nicht ausgehen. Häufige Kritikpunkte waren zudem die Optik und die mangelnde Übersichtlichkeit der Websites.
Als privater Inserent kann man bei Immobilienportalen auch am falschen Ende sparen. Zwar ist das Inserieren bei einigen Portalen kostenlos. Aber das sehr magere Angebot und die Mängel auf den Internetseiten mindern hier den Nutzwert. "Ein gutes-Preis-Leistungsverhältnis erzielen die Portale, bei denen man tatsächlich am meisten bezahlen muss. Was kurios klingt, erklärt sich durch das enorme Angebot und durch die gute Qualität der Internetauftritte", konstatiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität.
Mehr dazu: n-tv Ratgeber - Bauen & Wohnen, Dienstag, 02.12.2014, 18:35 Uhr.
