Ein Tag Krankenhaus - 489 Euro
Donnerstag, 04. Dezember 2014, 10:15 Uhr
Krankenhäuser sind gut und wichtig aber auch teuer. Wie hoch die Kosten waren, welche in den 44 Krankenhäuser des Freistaates im Jahr 2013 anfielen, das gab jetzt das Landesamt für Statistik bekannt. Das Landesamt schlüsselt auch auf, wie hoch die Kosten für Pflege, Forschung, Behandlung und Versorgung waren...
Im Jahr 2013 fielen in den 44 Thüringer Krankenhäusern Gesamtkosten in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro an. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ist dies gegenüber dem Jahr zuvor ein Anstieg um 91,0 Millionen Euro bzw. 3,9 Prozent.
Knapp zwei Drittel der Gesamtkosten (1,5 Milliarden Euro bzw. 61,9 Prozent) wurden, wie bereits in den Jahren zuvor, für Personalkosten verausgabt. Darunter entfielen 502 Millionen Euro (33,1 Prozent) auf den ärztlichen Dienst, 458 Millionen Euro (30,2 Prozent) auf den Pflegedienst, 221 Millionen Euro (14,5 Prozent) auf den medizinisch-technischen Dienst und 148 Millionen Euro (9,7 Prozent) auf den Funktionsdienst.
Mit mehr als einem Drittel der Gesamtkosten der Krankenhäuser (36,4 Prozent) beliefen sich die Sachkosten im Jahr 2013 auf 894 Millionen Euro. Gegenüber 2012 ist dies eine Ausgabensteigerung um 28 Millionen Euro bzw. 3,2 Prozent. Von den Sachkosten entfielen im vergangenen Jahr rund die Hälfte (457 Millionen Euro bzw. 51,1 Prozent) auf medizinischen Bedarf, wie z.B. Arzneimittel, ärztliches und pflegerisches Verbrauchsmaterial, Instrumente, Narkose- und sonstiger OP-Bedarf, Labor- bedarf und Implantate.
Bereinigt man die Gesamtkosten um Bestandteile, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der stationären Leistungserbringung anfallen, wie z.B. Kosten der Ambulanz sowie Kosten für wissenschaftliche Forschung und Lehre, erhält man pflegesatzfähige Kosten. Diese können wiederum auf die aufgestellten Betten, Behandlungsfälle und auf die Berechnungs- und Belegungstage bezogen werden. Im Jahr 2013 betrugen die pflegesatzfähigen Kosten 2,2 Milliarden Euro. Gegenüber dem Jahr zuvor ist dies ein Anstieg um 83 Millionen Euro bzw. 3,9 Prozent.
Pro Berechnungs- und Belegungstag lagen die bereinigten Kosten im Jahr 2013 bei 489 Euro. Das waren 19 Euro mehr als im Jahr 2012. Bei einer durchschnittlichen Verweildauer der stationär behan-delten Patienten von 7,8 Tagen ergaben sich rein rechnerisch Kosten in Höhe von 3 832 Euro pro Behandlungsfall (2012: 3 714 Euro). Die Kosten je aufgestelltem Bett betrugen 136 294 Euro und erhöhten sich gegenüber dem Jahr zuvor um 3,8 Prozent.
Autor: redIm Jahr 2013 fielen in den 44 Thüringer Krankenhäusern Gesamtkosten in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro an. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ist dies gegenüber dem Jahr zuvor ein Anstieg um 91,0 Millionen Euro bzw. 3,9 Prozent.
Knapp zwei Drittel der Gesamtkosten (1,5 Milliarden Euro bzw. 61,9 Prozent) wurden, wie bereits in den Jahren zuvor, für Personalkosten verausgabt. Darunter entfielen 502 Millionen Euro (33,1 Prozent) auf den ärztlichen Dienst, 458 Millionen Euro (30,2 Prozent) auf den Pflegedienst, 221 Millionen Euro (14,5 Prozent) auf den medizinisch-technischen Dienst und 148 Millionen Euro (9,7 Prozent) auf den Funktionsdienst.
Mit mehr als einem Drittel der Gesamtkosten der Krankenhäuser (36,4 Prozent) beliefen sich die Sachkosten im Jahr 2013 auf 894 Millionen Euro. Gegenüber 2012 ist dies eine Ausgabensteigerung um 28 Millionen Euro bzw. 3,2 Prozent. Von den Sachkosten entfielen im vergangenen Jahr rund die Hälfte (457 Millionen Euro bzw. 51,1 Prozent) auf medizinischen Bedarf, wie z.B. Arzneimittel, ärztliches und pflegerisches Verbrauchsmaterial, Instrumente, Narkose- und sonstiger OP-Bedarf, Labor- bedarf und Implantate.
Bereinigt man die Gesamtkosten um Bestandteile, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der stationären Leistungserbringung anfallen, wie z.B. Kosten der Ambulanz sowie Kosten für wissenschaftliche Forschung und Lehre, erhält man pflegesatzfähige Kosten. Diese können wiederum auf die aufgestellten Betten, Behandlungsfälle und auf die Berechnungs- und Belegungstage bezogen werden. Im Jahr 2013 betrugen die pflegesatzfähigen Kosten 2,2 Milliarden Euro. Gegenüber dem Jahr zuvor ist dies ein Anstieg um 83 Millionen Euro bzw. 3,9 Prozent.
Pro Berechnungs- und Belegungstag lagen die bereinigten Kosten im Jahr 2013 bei 489 Euro. Das waren 19 Euro mehr als im Jahr 2012. Bei einer durchschnittlichen Verweildauer der stationär behan-delten Patienten von 7,8 Tagen ergaben sich rein rechnerisch Kosten in Höhe von 3 832 Euro pro Behandlungsfall (2012: 3 714 Euro). Die Kosten je aufgestelltem Bett betrugen 136 294 Euro und erhöhten sich gegenüber dem Jahr zuvor um 3,8 Prozent.
