Bundestag steht zum Meisterbrief
Dienstag, 09. Dezember 2014, 22:47 Uhr
Thüringer Handwerkstag begrüßt das deutliche Votum für Deutschlands vielfältigsten Wirtschaftsbereich, so die Mitteilung des Thüringer Handwerkstages vom 9. Dezember 2014
Die Bundestagsabgeordneten befassten sich kürzlich im Detail mit dem Handwerk. Anlass war der Antrag der Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag, in dem die Bundesregierung unter anderem aufgefordert wird, das bestehende System der zulassungspflichtigen Handwerksberufe zu stärken und gegenüber der EU-Kommission zu betonen, dass die Frage der Reglementierung von Berufen eine autonome Entscheidung der Mitgliedstaaten ist. Darüber hinaus sollen die übrigen EU-Mitgliedstaaten dabei unterstützt werden, selbst Duale Ausbildungsstrukturen einzuführen. Der Beschlussantrag, der nunmehr in den Ausschüssen weiter diskutiert wird, sieht außerdem vor, die Attraktivität der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu steigern sowie die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung und deren Durchlässigkeit zu fördern.
Selten einhellig würdigten Redner aller Fraktionen die Leistungen des Handwerks, die wirtschaftliche wie gesellschaftliche Bedeutung dieses Wirtschaftsbereiches und hoben dabei den handwerklichen Meisterbrief als bewährtes Instrument in Deutschland hervor, das Wachstum und Beschäftigung sichert.
Stefan Lobenstein, Präsident des Thüringer Handwerkstages, freut sich über den Berliner Rückenwind. Besonders wichtig für das Handwerk ist aktuell, dass aus allen Fraktionen Kritik an der durch die EU-Kommission versuchten Aushöhlung des Meisterbriefs und seiner institutionellen Voraussetzungen kam. Gut zu wissen, dass die Abgeordneten der Argumentation der EU-Kommission, dass qualifikationsbezogene Zugangsbeschränkungen wettbewerbshemmend seien, sehr deutlich widersprochen wurde. Lobenstein unterstreicht in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Meisterbriefes. Er mindert deutlich die Krisenanfälligkeit von Existenzgründern. Er macht das Handwerk zum Stabilitätsfaktor. Er ist ein wesentlicher Beiträge zur Qualitätssicherung, zum Verbraucherschutz, zur Aus- und Weiterbildung und zur Fachkräftesicherung.
Der Antrag der Regierungsfraktionen wurde an die entsprechenden Ausschüsse verwiesen und wird voraussichtlich noch vor dem Jahreswechsel zur Beschlussfassung vorliegen.
Für das Handwerk wäre die Annahme des Antrages durch den Deutschen Bundestag ein weiterer wichtiger Schritt bei der Sicherung des qualifikationsgebundenen Berufszugangs, so der THT-Präsident.
In Thüringen gibt es derzeit rund 31.500 Handwerksbetriebe mit ca. 148.000 Beschäftigten.
Autor: khhDie Bundestagsabgeordneten befassten sich kürzlich im Detail mit dem Handwerk. Anlass war der Antrag der Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag, in dem die Bundesregierung unter anderem aufgefordert wird, das bestehende System der zulassungspflichtigen Handwerksberufe zu stärken und gegenüber der EU-Kommission zu betonen, dass die Frage der Reglementierung von Berufen eine autonome Entscheidung der Mitgliedstaaten ist. Darüber hinaus sollen die übrigen EU-Mitgliedstaaten dabei unterstützt werden, selbst Duale Ausbildungsstrukturen einzuführen. Der Beschlussantrag, der nunmehr in den Ausschüssen weiter diskutiert wird, sieht außerdem vor, die Attraktivität der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu steigern sowie die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung und deren Durchlässigkeit zu fördern.
Selten einhellig würdigten Redner aller Fraktionen die Leistungen des Handwerks, die wirtschaftliche wie gesellschaftliche Bedeutung dieses Wirtschaftsbereiches und hoben dabei den handwerklichen Meisterbrief als bewährtes Instrument in Deutschland hervor, das Wachstum und Beschäftigung sichert.
Stefan Lobenstein, Präsident des Thüringer Handwerkstages, freut sich über den Berliner Rückenwind. Besonders wichtig für das Handwerk ist aktuell, dass aus allen Fraktionen Kritik an der durch die EU-Kommission versuchten Aushöhlung des Meisterbriefs und seiner institutionellen Voraussetzungen kam. Gut zu wissen, dass die Abgeordneten der Argumentation der EU-Kommission, dass qualifikationsbezogene Zugangsbeschränkungen wettbewerbshemmend seien, sehr deutlich widersprochen wurde. Lobenstein unterstreicht in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Meisterbriefes. Er mindert deutlich die Krisenanfälligkeit von Existenzgründern. Er macht das Handwerk zum Stabilitätsfaktor. Er ist ein wesentlicher Beiträge zur Qualitätssicherung, zum Verbraucherschutz, zur Aus- und Weiterbildung und zur Fachkräftesicherung.
Der Antrag der Regierungsfraktionen wurde an die entsprechenden Ausschüsse verwiesen und wird voraussichtlich noch vor dem Jahreswechsel zur Beschlussfassung vorliegen.
Für das Handwerk wäre die Annahme des Antrages durch den Deutschen Bundestag ein weiterer wichtiger Schritt bei der Sicherung des qualifikationsgebundenen Berufszugangs, so der THT-Präsident.
In Thüringen gibt es derzeit rund 31.500 Handwerksbetriebe mit ca. 148.000 Beschäftigten.
