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Antidemokratisch und antihumanistisch

Mittwoch, 14. Januar 2015, 16:33 Uhr
Die in Dresden entstandene islamfeindliche Bewegung „Pegida“ soll nun auch einen Ableger in Nordthüringen bekommen. Das besagen entsprechende Meldungen aus der Region...


„Ich bin sehr besorgt, dass Pegida nun auch in Nordthüringen Fuß zu fassen versucht“, warnt die aus Wülfingerode stammende SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker.

„Wir, die Bürger, dürfen den selbsternannten ‚Rettern des Abendlandes‘ nicht auf den Leim gehen. Wir müssen rechtzeitig und unmissverständlich deutlich machen, was sich hinter Pegida verbirgt: eine zutiefst antihumanistische und in Teilen faschistoide Bewegung, die darauf abzielt, unsere Demokratie in ihren Grundfesten zu erschüttern“, so Becker heute.

Sie fordert Vereine, Verbände, Kirchen und die demokratischen Parteien deshalb heute auf, in der Öffentlichkeit frühzeitig ein Stopp-Signal zu setzen. „Pegida ist hier nicht willkommen. Nordthüringen ist kein Ort, an dem rechtes Denken und plumpe Parolen gegen Ausländer und Asylbewerber Platz haben.“

Becker weiter: „Die Bürger, die heimlich oder offen mit Pegida sympathisieren, sollten sich bewusst machen, wer das geistige Rüstzeug für diese Bewegung liefert: In Suhl, wo am Montag ‚Sügida‘ demonstrierte, standen an der Spitze zweifelsfrei Neonazis.“ Das hätten sowohl die Polizei und als auch der Verfassungsschutz bestätigt.

Dagmar Becker nehme die Sorgen und Ängste der Bürger ernst. Nicht respektieren könne sie jedoch, wenn dies zu Ausgrenzung und Hass gegen ganze Gruppen führe.
Autor: red

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