Rückblick auf Veranstaltung im Panorama Museum
Freitag, 23. Januar 2015, 19:55 Uhr
Am vergangenen Freitag, dem 16. Januar startete mit der Filmaufführung von Thomas Arslans Spätwestern Gold (D/CA 2013) im StuKi 76 das diesjährige Veranstaltungsprogramm des Panorama Museums Bad Frankenhausen....
Der Film, der die Geschichte deutscher Auswanderer in Amerika erzählte, vor allem von deren Sehnsucht nach den Glücksverheißungen der Goldfunde am Klondike in Alaska und deren Unbedarftheit, mit der sie sich auf den Weg durch eine unberührte Natur dorthin aufmachten, war ein mit ziemlicher Stringenz erzähltes Roadmovie, das keinen Raum für falsches Revolverhelden-Pathos ließ.
Bemerkenswert war, dass hier nicht der falsche Mythos vom Tellerwäscher zum Millionär bemüht wurde, sondern deutsche Auswanderer mit einer zum Teil brüchigen amerikanischen Auswandererbiographie gezeigt wurden, die nach den bescheidenen Erfolgen oder eher mehrheitlichen Misserfolgen in der Jagd nach den Glücksverheißungen der Neuen Welt, sich ahnungslos wiederum auf einen noch gefährlicheren Weg ins Glück begaben, an dem die Mehrheit scheiterte, einige sogar ihr Leben verloren.
Schon dieser Film zeigte, was Geld oder Gold mit uns und aus uns machen kann. Überragend war Nina Hoss in der Hauptrolle, bemerkenswert die Bildkompositionen mit den Reisenden, die im Verlauf des Films zunehmend düsterer und immer klaustrophober wurden. Nur am Schluss, als Nina Hoss alias Emily Meyer allein ihrer Reise zum Klondike fortsetzte, da schien die Landschaft in sanftes Sonnenlicht getaucht und gestattete wieder einen weiten, geradezu hoffnungsvollen Ausblick.
Fred Böhme
Panorama Museum
Autor: khhDer Film, der die Geschichte deutscher Auswanderer in Amerika erzählte, vor allem von deren Sehnsucht nach den Glücksverheißungen der Goldfunde am Klondike in Alaska und deren Unbedarftheit, mit der sie sich auf den Weg durch eine unberührte Natur dorthin aufmachten, war ein mit ziemlicher Stringenz erzähltes Roadmovie, das keinen Raum für falsches Revolverhelden-Pathos ließ.
Bemerkenswert war, dass hier nicht der falsche Mythos vom Tellerwäscher zum Millionär bemüht wurde, sondern deutsche Auswanderer mit einer zum Teil brüchigen amerikanischen Auswandererbiographie gezeigt wurden, die nach den bescheidenen Erfolgen oder eher mehrheitlichen Misserfolgen in der Jagd nach den Glücksverheißungen der Neuen Welt, sich ahnungslos wiederum auf einen noch gefährlicheren Weg ins Glück begaben, an dem die Mehrheit scheiterte, einige sogar ihr Leben verloren.
Schon dieser Film zeigte, was Geld oder Gold mit uns und aus uns machen kann. Überragend war Nina Hoss in der Hauptrolle, bemerkenswert die Bildkompositionen mit den Reisenden, die im Verlauf des Films zunehmend düsterer und immer klaustrophober wurden. Nur am Schluss, als Nina Hoss alias Emily Meyer allein ihrer Reise zum Klondike fortsetzte, da schien die Landschaft in sanftes Sonnenlicht getaucht und gestattete wieder einen weiten, geradezu hoffnungsvollen Ausblick.
Fred Böhme
Panorama Museum
