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Warnstreik bei WAGO Sondershausen

Mittwoch, 28. Januar 2015, 14:59 Uhr
Am heutigen Mittag fand vor dem Werkstor der WAGO Kontakttechnik GmbH Sondershausen ein Warnstreik der IG Metall statt. Im Falle des Scheiterns der morgigen Tarifverhandlungen wurde eine Warnstreikwelle auch für den Norden Thüringens angekündigt...

Die IG Metall Nordhausen rief für den heutigen Mittwoch die Beschäftigten bei der WAGO in Sondershausen zum Warnstreik auf. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie Thüringens.

Warnstreik bei WAGO Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Warnstreik bei WAGO Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Man ließ es sich bei den Vertretern der IG Metall nicht anmerken, dass die Beteiligung mit ca. 50 Kolleginnen und Kollegen deutlich hinter denen einer ähnlichen Veranstaltung von 2013 (100 Teilnehmer) zurück lag.

Warnstreik bei WAGO Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Warnstreik bei WAGO Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bernd Spitzbarth, 1. Bevollmächtigter IG Metall Nordhausen, unterstrich in seiner Rede an die Teilnehmer des Warnstreiks die Forderungen der IG Metall:

- Erhöhung der Entgelt und Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent für die Laufzeit von 12 Monaten

- Neuabschluss eines verbesserten Tarifvertrages zum flexiblen Übergang in die Rente mit Wirkung ab 1. April 2015

- Neuabschluss des Tarifvertrages zur Qualifizierung erweitert um Regelungen für eine tarifliche Bildungszeit mit Wirkung ab 1. Januar.

Der am 31.3.2015 auslaufende Tarifvertrag enthalte dann keine Regelung mehr zum Thema Altersteilzeit.

Warnstreik bei WAGO Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Warnstreik bei WAGO Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Spitzbarth: Die Arbeitgeber stellen sich bei allen Forderungen quer:

- Entgeltforderung: Nicht finanzierbar

- Altersteilzeit: Nur noch für Arbeitgeber die kaputt sind

- Qualifizierung: Die machen wir in den Betrieben genug

Spitzbarth erinnerte, dass ein Vertreter der WAGO Betriebsleitung auf Arbeitgeberseite bein den Tarifverhandlungen dabei sei. Die WAGO hat 10 Prozent zugelegt, da muss doch eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent drin sein, so Spitzbarth.

Wenn die Verhandlung morgen in Eisenach scheitern, dann wird es eine Warnstreikwelle geben, auch im Norden von Thüringen. Am 29. Januar 2015 ab 00:00:01 Uhr wird es im Vorfeld zu den morgigen Verhandlungen noch einen Warnstreik vor dem Werktor der NORMA Germany GmbH in Gerbershausen geben.

Die Kolleginnen und Kollegen vor dem Werkstor in Sondershausen forderte Spitzbarth auf, tragt die Forderungen in den Betrieb. Angst sei kein guter Ratgeber in diesem Tarifkonflikt, der in Sondershausen noch eine zusätzlich Brisanz erhält.

Bei WAGO gäbe Umstrukturierungspläne. Seit einiger Zeit sind zahlreiche Leiharbeiter bereits abgemeldet worden. Und auch die Pläne für eine neue Stanzerei und der zugehörigen Umstrukturierung sorge für Unruhe unter den Kolleginnen und Kollegen, so die Gewerkschafter.

Die Tarifverhandlungen beginnen in einer weiteren Runde (erste war in Arnstadt) am 29. Januar in Eisenach. Laut Spitzbarth werden sich wohl rund 800 Gewerkschafter vor dem Verhandlungsort, dem Steigenberger Hotel "Thüringer Hof" zu einer Kundgebung versammeln.
Autor: khh

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