Bedrohung durch den Islamischen Staat?
Freitag, 30. Januar 2015, 14:48 Uhr
Der Sondershäuser Bundestagsabgeordnete Johannes Selle (CDU) hatte zur Diskussion über die Bedrohung durch den Islamischen Staat geladen...
Als neugewähltes Vorstandsmitglied des Deutschen Orient-Instituts führte der Thüringer Bundestagsabgeordnete Johannes Selle am vergangenen Mittwoch durch eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Islamischer Staat (IS) und die Rolle der Türkei.
Mit auf dem Podium saßen der britische Terrorismusexperte Dr. Afzal Ashraf, der Koordinator der Konrad-Adenauer-Stiftung für Islam und Religionsdialog, Thomas Volk, sowie der Leiter der Türkeiabteilung des Deutschen Orient-Instituts, Ludwig Schulz.
In seiner Einführung wies Johannes Selle darauf hin, dass uns die Anschläge von Paris die unmittelbare Gefahr durch IS für Europa vor Augen geführt haben. Wir sind erschrocken über die Grausamkeiten und den Hass gegen die westlichen Werte, der uns da entgegenschlägt. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass auf irakischem und syrischem Boden Millionen von Menschen diesen Grausamkeiten ausgesetzt sind. Willkürlich, denn es reicht, wenn ein vermeintliches Fehlverhalten als unislamisch interpretiert wird.
Das Bild des Kampfes um die Stadt Kobane, der von der türkischen Seite der Grenze quasi live in die Wohnzimmer der Welt übertragen wurde, führte die Diskussion zum Kern des Themas. Viele Menschen haben sich damals gefragt, warum die nur wenige Kilometer entfernt stehenden, türkischen Militäreinheiten den eingeschlossenen Verteidigern Kobanes nicht zu Hilfe eilten resümiert Johannes Selle.
Einer anschaulichen Analyse der Terrororganisation IS durch Dr. Ashraf folgte eine eingehende Darstellung der innen- und außenpolitischen Zwänge, denen die türkische Regierung unterliegt. Dazu gehörte auch die Frage nach dem problematischen Verhältnis der Türkei zu den Kurden.
Johannes Selle stellte sich in diesem Zusammenhang hinter die Entscheidung der Bundesregierung, die kurdischen Peshmerga auf irakischem Boden durch die Bundeswehr ausbilden zu lassen. Denn die Peshmerga sind derzeit die einzigen Kräfte, die dem IS am Boden etwas entgegensetzen können zeigt sich Johannes Selle überzeugt.
Die angeregte Diskussion mit den gut 40 Teilnehmern zeigt einmal mehr wie wichtig es ist, sich intensiv und öffentlich mit diesem Problem auseinanderzusetzen. Als Bundestagsabgeordneter und Vorstandsmitglied des Deutschen Orient-Instituts werde ich diese Diskussion weiter befördern, so Johannes Selle.
Wahlkreisbüro Johannes Selle
Autor: khhAls neugewähltes Vorstandsmitglied des Deutschen Orient-Instituts führte der Thüringer Bundestagsabgeordnete Johannes Selle am vergangenen Mittwoch durch eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Islamischer Staat (IS) und die Rolle der Türkei.
Mit auf dem Podium saßen der britische Terrorismusexperte Dr. Afzal Ashraf, der Koordinator der Konrad-Adenauer-Stiftung für Islam und Religionsdialog, Thomas Volk, sowie der Leiter der Türkeiabteilung des Deutschen Orient-Instituts, Ludwig Schulz.
In seiner Einführung wies Johannes Selle darauf hin, dass uns die Anschläge von Paris die unmittelbare Gefahr durch IS für Europa vor Augen geführt haben. Wir sind erschrocken über die Grausamkeiten und den Hass gegen die westlichen Werte, der uns da entgegenschlägt. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass auf irakischem und syrischem Boden Millionen von Menschen diesen Grausamkeiten ausgesetzt sind. Willkürlich, denn es reicht, wenn ein vermeintliches Fehlverhalten als unislamisch interpretiert wird.
Das Bild des Kampfes um die Stadt Kobane, der von der türkischen Seite der Grenze quasi live in die Wohnzimmer der Welt übertragen wurde, führte die Diskussion zum Kern des Themas. Viele Menschen haben sich damals gefragt, warum die nur wenige Kilometer entfernt stehenden, türkischen Militäreinheiten den eingeschlossenen Verteidigern Kobanes nicht zu Hilfe eilten resümiert Johannes Selle.
Einer anschaulichen Analyse der Terrororganisation IS durch Dr. Ashraf folgte eine eingehende Darstellung der innen- und außenpolitischen Zwänge, denen die türkische Regierung unterliegt. Dazu gehörte auch die Frage nach dem problematischen Verhältnis der Türkei zu den Kurden.
Johannes Selle stellte sich in diesem Zusammenhang hinter die Entscheidung der Bundesregierung, die kurdischen Peshmerga auf irakischem Boden durch die Bundeswehr ausbilden zu lassen. Denn die Peshmerga sind derzeit die einzigen Kräfte, die dem IS am Boden etwas entgegensetzen können zeigt sich Johannes Selle überzeugt.
Die angeregte Diskussion mit den gut 40 Teilnehmern zeigt einmal mehr wie wichtig es ist, sich intensiv und öffentlich mit diesem Problem auseinanderzusetzen. Als Bundestagsabgeordneter und Vorstandsmitglied des Deutschen Orient-Instituts werde ich diese Diskussion weiter befördern, so Johannes Selle.
Wahlkreisbüro Johannes Selle

