Antwort an den Förderverein
Montag, 09. Februar 2015, 17:41 Uhr
Der Förderverein zur Unterstützung des schiefen Turms von Bad Frankenhausen hatte sich heute in die Diskussion eingschaltet (FÖRDERVEREIN MELDET SICH ZU WORT). Eine Antwort kam postwendend vom Stellv. Vorsitzender des CDU Stadtverband Bad Frankenhausen...
Es wundert mich sehr, wer nach der letzten Woche alles so seinen Kommentar abgibt, egal bei welchem Medium. Wundern tut es mich deswegen, weil keiner der Verfasser in der Vergangenheit oder im Moment das direkte Gespräch gesucht hat, geschweige denn mal ganz in Ruhe darüber gesprochen hat was wer und warum will. Mit einer Ausnahme – Herr Goerke nämlich und genau deswegen werde ich ihm auf seinen Leserbrief antworten.
Herr Goerke, zu aller erst sind für einen Bürgerentscheid gewisse Formalitäten einzuhalten und einige Hürden zu überspringen. Es ist jetzt nicht so, dass wir nächste Woche über den Schiefen Turm abstimmen werden.
Als Erstes möchte ich aber jetzt auch mal mit dem gerne verbreiteten Gerücht aufräumen, dass Herr Schobeß und meine Person alleine einen Bürgerentscheid möchten oder in der Vergangenheit immer wieder die Turmumstürtzer sind. Wir sind Vorsitzender und stellv. Vorsitzender des CDU Stadtverbandes. Und in dieser Funktion haben wir mit den anwesenden Mitgliedern der CDU über ein solches Begehren gesprochen. Im Endergebnis waren wir mehrheitlich der Meinung, dass ein Bürgerbegehren ein geeignetes Mittel ist um über den Erhalt des Schiefen Turmes zu entscheiden. Die Diskussion ist im Übrigen nur wieder hochgekocht, da den Stadträten am 15.12.2014 bei besagter Stadtratssitzung ein neues Prüfgutachten zurück gehalten wurde. Lieber Herr Goerke, dass das so ist, hat kein Herr Schobeß, kein anderes Mitglied des CDU Stadtverbandes und auch nicht ich zu verantworten.
Ihre Hoffnungen in die Aufklärung der Leute kann ich verstehen und versichere Ihnen, dass es bei einem Bürgerentscheid einzig und allein darum geht, den Bürgern klar und deutlich die Chancen, aber eben auch die großen Risiken einer Turmsicherung aufzuzeigen. Und eines steht ganz klar fest: Die Fördermittel müssten zurück gezahlt werden. Und natürlich verliert die Stadt Bad Frankenhausen ein Wahrzeichen und unter Umständen hat eine entsprechende Entscheidung auch Einfluss auf die Touristenbewegungen in unserer Kurstadt. Aber Eines sollte man den Lesern nicht versuchen zu verkaufen – nämlich, dass wegen des Fehlen oder des Rückbaus des Turms die Touristen das Interesse an Bad Frankenhausen verlieren. Wir bleiben weiterhin ein Kurstadt! Wir bleiben weiterhin ein anerkanntes Soleheilbad! Wir haben weiterhin eine Kyffhäusertherme! Wir bleiben auch in Zukunft ob mit oder ohne Schiefen Turm ein bedeutender Bundeswehrstandort und auch das Panorama Museum, der Kyffhäuser, die Barbarossahöhle oder das Naturschutzgebiet Kyffhäuser werden unbeeindruckt davon bleiben was in der Oberkirchgasse passiert. Aber vielleicht geht der Bürgerentscheid ja auch zugunsten der weiteren Erhaltung unter den gegebenen Umständen aus und Sie machen sich umsonst Gedanken. Lassen Sie doch den vielen Menschen in der Stadt selbst die Entscheidung was sie wollen.
Ich hege großen Respekt für die Arbeit des Fördervereins, sehe aber auch meine Verantwortung als Bürger der Stadt und Stadtratsmitglied. Und dieser Verantwortung schulde ich es, das man von Anfang bis Ende offen und ehrlich alle Fakten auf den Tisch packt und konstruktiv diskutiert. Eine kritische Auseinandersetzung war bisher im Bezug auf den Schiefen Turm nie möglich. Das sehen wir gerade wieder im Moment. Fragen werden garnicht erst versucht zu beantworten, wie z.B. wo das Geld für die Mauerwerkssanierung her kommen soll? Vorenthaltene Dokumente interessieren in der Diskussion auch niemanden. Das der ein oder andere unserer Kritiker 2011 selbst schon einmal eine Bürgerbefragung gefordert hat wird auch glatt vergessen.
Und jetzt die eigentliche Frage an alle Kritiker? Was ist verwerflich daran, dass man bei einem solchen Mammutprojekt den Frankenhäuser fragt, ob er denn dieses Projekt mit all den Chancen aber eben auch Risiken haben will. In anderen Städten betrachtet man für diese Art der Bürgerbeteiligung als vorbildlich und in Bad Frankenhausen wird man niedergeprügelt wenn man das mal so sagen darf. Das hat einen sehr faden Beigeschmack und darüber sollte sich auch mal so manch Unterstützer des Turmes seine Gedanken machen.
Wer eine faire und sachliche Diskussion führen will kann mich jederzeit ansprechen. Wer an einem inszenierten Shitstürmchen interessiert ist kann sich diese Mühe sparen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Steffen Kobrow
Stellv. Vorsitzender
CDU Stadtverband Bad Frankenhausen
Autor: khhEs wundert mich sehr, wer nach der letzten Woche alles so seinen Kommentar abgibt, egal bei welchem Medium. Wundern tut es mich deswegen, weil keiner der Verfasser in der Vergangenheit oder im Moment das direkte Gespräch gesucht hat, geschweige denn mal ganz in Ruhe darüber gesprochen hat was wer und warum will. Mit einer Ausnahme – Herr Goerke nämlich und genau deswegen werde ich ihm auf seinen Leserbrief antworten.
Herr Goerke, zu aller erst sind für einen Bürgerentscheid gewisse Formalitäten einzuhalten und einige Hürden zu überspringen. Es ist jetzt nicht so, dass wir nächste Woche über den Schiefen Turm abstimmen werden.
Als Erstes möchte ich aber jetzt auch mal mit dem gerne verbreiteten Gerücht aufräumen, dass Herr Schobeß und meine Person alleine einen Bürgerentscheid möchten oder in der Vergangenheit immer wieder die Turmumstürtzer sind. Wir sind Vorsitzender und stellv. Vorsitzender des CDU Stadtverbandes. Und in dieser Funktion haben wir mit den anwesenden Mitgliedern der CDU über ein solches Begehren gesprochen. Im Endergebnis waren wir mehrheitlich der Meinung, dass ein Bürgerbegehren ein geeignetes Mittel ist um über den Erhalt des Schiefen Turmes zu entscheiden. Die Diskussion ist im Übrigen nur wieder hochgekocht, da den Stadträten am 15.12.2014 bei besagter Stadtratssitzung ein neues Prüfgutachten zurück gehalten wurde. Lieber Herr Goerke, dass das so ist, hat kein Herr Schobeß, kein anderes Mitglied des CDU Stadtverbandes und auch nicht ich zu verantworten.
Ihre Hoffnungen in die Aufklärung der Leute kann ich verstehen und versichere Ihnen, dass es bei einem Bürgerentscheid einzig und allein darum geht, den Bürgern klar und deutlich die Chancen, aber eben auch die großen Risiken einer Turmsicherung aufzuzeigen. Und eines steht ganz klar fest: Die Fördermittel müssten zurück gezahlt werden. Und natürlich verliert die Stadt Bad Frankenhausen ein Wahrzeichen und unter Umständen hat eine entsprechende Entscheidung auch Einfluss auf die Touristenbewegungen in unserer Kurstadt. Aber Eines sollte man den Lesern nicht versuchen zu verkaufen – nämlich, dass wegen des Fehlen oder des Rückbaus des Turms die Touristen das Interesse an Bad Frankenhausen verlieren. Wir bleiben weiterhin ein Kurstadt! Wir bleiben weiterhin ein anerkanntes Soleheilbad! Wir haben weiterhin eine Kyffhäusertherme! Wir bleiben auch in Zukunft ob mit oder ohne Schiefen Turm ein bedeutender Bundeswehrstandort und auch das Panorama Museum, der Kyffhäuser, die Barbarossahöhle oder das Naturschutzgebiet Kyffhäuser werden unbeeindruckt davon bleiben was in der Oberkirchgasse passiert. Aber vielleicht geht der Bürgerentscheid ja auch zugunsten der weiteren Erhaltung unter den gegebenen Umständen aus und Sie machen sich umsonst Gedanken. Lassen Sie doch den vielen Menschen in der Stadt selbst die Entscheidung was sie wollen.
Ich hege großen Respekt für die Arbeit des Fördervereins, sehe aber auch meine Verantwortung als Bürger der Stadt und Stadtratsmitglied. Und dieser Verantwortung schulde ich es, das man von Anfang bis Ende offen und ehrlich alle Fakten auf den Tisch packt und konstruktiv diskutiert. Eine kritische Auseinandersetzung war bisher im Bezug auf den Schiefen Turm nie möglich. Das sehen wir gerade wieder im Moment. Fragen werden garnicht erst versucht zu beantworten, wie z.B. wo das Geld für die Mauerwerkssanierung her kommen soll? Vorenthaltene Dokumente interessieren in der Diskussion auch niemanden. Das der ein oder andere unserer Kritiker 2011 selbst schon einmal eine Bürgerbefragung gefordert hat wird auch glatt vergessen.
Und jetzt die eigentliche Frage an alle Kritiker? Was ist verwerflich daran, dass man bei einem solchen Mammutprojekt den Frankenhäuser fragt, ob er denn dieses Projekt mit all den Chancen aber eben auch Risiken haben will. In anderen Städten betrachtet man für diese Art der Bürgerbeteiligung als vorbildlich und in Bad Frankenhausen wird man niedergeprügelt wenn man das mal so sagen darf. Das hat einen sehr faden Beigeschmack und darüber sollte sich auch mal so manch Unterstützer des Turmes seine Gedanken machen.
Wer eine faire und sachliche Diskussion führen will kann mich jederzeit ansprechen. Wer an einem inszenierten Shitstürmchen interessiert ist kann sich diese Mühe sparen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Steffen Kobrow
Stellv. Vorsitzender
CDU Stadtverband Bad Frankenhausen
