Spannende Zeit - 25 Jahre Freie Wähler
Samstag, 21. Februar 2015, 09:32 Uhr
Mit einer Festveranstaltung beging gestern die Freie Wählervereinigung Sondershausen und Ortsteile im Saal des Thüringer Hofes Schernberg ihr 25 jähriges Bestehen. Auch kn hatte sich unter die Festgeäste gemisch...
Aber nicht nur Freie Wähler (FW) waren geladen. Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) ließ es sich nicht nehmen vorbei zu kommen. Auch die Fraktionsvorsitzenden des Sondershäuser Stadtrats waren eingeladen, aber nur die Linke brachte es fertig, einen Vertreter (Winfried Schmidt) zu entsenden. Während sich die CDU noch entschuldigte, gab es von SPD/Grüne und VS überhaupt keine Reaktion.
Dafür kam lieber Besuch aus Karlsbad bei Karlsruhe. Karlsbad hatte die Freien Wähler von Sondershausen und damals als eigenständiger Ort Schernberg bei der Gründung und darüber hinaus unterstützt.
So kaum sogar Familie Kunze zur Feier und Helmut Kunze überbrachte eine Gabe (Bildergalerie) der Stadt Karlsbad, die als Frei Wähler Karlsbad sogar den Bürgermeister stellen.
Als erster ergriff der Vorsitzende Helmut Nüchter das Wort und erinnerte daran, wie am 7. Februar 1990 im Pfarrhaus in Stockhausen acht Teilnehmer (u.a. Pfarrer Jürgen Hauskeller) die Freien Wähler gründeten. Im selben Jahr bei den Kommunalwahlen im Mai wurde man quasi aus dem Stand heraus 3. stärkste Kraft im Stadtrat von Sondershausen.
Während man als FW zeitweise bis zu neun Mitglieder im Stadtrat hatte und eine eigene Fraktion stellte, ist aktuell nur noch Annemarie Voigt im Stadtrat für die FW und hat sich der CDU-Fraktion angeschlossen.
Annemarie Voigt, übrigens seit 1990 bei den FW (damals als Annemarie Krebs) ist jetzt Stadtratsvorsitzende und erhielt von Udo Pößel für die jahrelange Arbeit bei den FW einen Blumenstrauß.
Den ganzen Rückblick den Helmut Nüchter zeigte, kann hier nicht wiedergegeben werden. Er ging aber darauf ein, warum man doch etwas ins politische Hintertreffen geraten war. Die FW profitieren bei den Wahlen nicht mehr von der Parteienfinanzierung. Der gesamte Wahlkampf muss aus eigener Tasche bezahlt werden. Leider fehlen jüngere Mitglieder die sich mehr einbringen und auch die Politikverdrossenheit tut ihr übriges.
Udo Pößel berichtete, wie man sich in Schernberg entwickelte, denn dort gründeten sich die FW am 23.3.1990. Eines der Gründungsmitglieder damals war Annemarie Voigt. Bei der ersten Wahl im Mai 1990 wurden die FW mit 57,1 Prozent stärkste Kraft in Schernberg und auch bei aktuellen Ortsteilrat stellt man fünf von sechs Mitgliedern. Mit dem Zusammenschluss von Schernberg und Sondershausen (2008) ging man auch als FW zusammen und nennt sich seit dem Freie Wählervereinigung Sondershausen und Ortsteile.
Udo Pößel zog für Schernberg eine sehr positive Bilanz. Junge Familien wollen hier her. Bauland wird deshalb gebraucht. Wir sind ein lebendiger Ortsteil, hier pulsiert das Leben mit vier Gasstätten (!), Kirche, Apotheke und einem gut funktionierenden Sportlerheim und Jugendklub. Bei Letzterem ging der Dank an Bürgermeister Kreyer und die Stadt Sondershausen, die jüngst erst für die Erneuerung sorgten.
Bürgermeister Kreyer gratulierte den FW und stellte fest, die FW sind immer für ihre Bürger da und müssen auf keine Parteilinie von "oben" achten. Er sagte klar, "ich hoffe, dass sie noch lange da sind". Die FW haben 25 Jahre Kommunalpolitik mitgestaltet, und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.
Ein wichtiger Festredner war Jürgen Hauskeller, dem Mitbegründer der FW. Auch wenn er nicht mehr in Sondershausen wohne, verfolge er die Entwicklung. Von Helmut Nüchter erhielt Hauskeller die Ehrenurkunde für die Ehrenmitgliedschaft.
Hauskeller machte dabei einen Rückblick auf seine Rede, die anlässlich des 5. Jahrestags der FW gehalten hatte.
Hauskeller mahnte die Freien Wähler, bleiben sie bei der Kommunalpolitik und erteilte auch nachträglich dem Versuch in den Thüringer Landtag zu kommen eine Abfuhr und erhielt viel Beifall. Die FW Sondershausen hatten sich auch dem neugebildeten FW Kyffhäuserkreis nicht angeschlossen, um jüngst bei den Wahlen teilzunehmen.
Ein gemeinsames Abendessen rundete die Feierstunde ab.
























