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Nachzahlungen erstritten

Sonntag, 01. März 2015, 15:06 Uhr
VdK erstreitet 10,6 Millionen Euro in Hessen und Thüringen. Engagement auch im Kreisverband Nordthüringen hoch im Kurs...

Mehr als 10,6 Millionen Euro an Nachzahlungen hat der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen im Jahr 2014 für seine Mitglieder erstritten. Die Verbandsjuristen wurden dafür in rund 16.800 Fällen aktiv, die meisten davon Klagen und Widersprüche vor den Sozialgerichten. Die dabei verhandelten Fälle spiegeln die ganze Bandbreite sozialrechtlicher Auseinandersetzungen wider: von der Anerkennung einer Behinderung über die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente bis zur Bewilligung häuslicher Krankenpflege, vom Antrag auf eine Unfallrente über die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben bis zum Widerspruch bei Leistungen nach Hartz IV.

Nachzahlungen erstritten (Foto: Katja Goldacker) Nachzahlungen erstritten (Foto: Katja Goldacker)

Kathrin Schlegel zeigt, dass man hier Hilfe in sozialrechtlichen Fragen bekommt, in einer der drei Nordthüringer VdK-Beratungsstelllen. Foto: Katja Goldacker

Der überwiegende Teil der VdK-Mitglieder ist allerdings weit davon entfernt, anwaltliche Vertretung in Anspruch nehmen zu müssen. Viele Probleme, die im Zusammenhang mit Alter, Krankheit oder Behinderung auftreten können, werden in Beratungsgesprächen geklärt – und nicht vor Gericht.

Dafür stehen in vielen der über 1.200 Orts- und Kreisverbände des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen ehrenamtliche Berater bereit. Sie zeigen Lösungswege auf, vermitteln Hilfe, übernehmen den Schriftverkehr oder begleiten das Mitglied bei Behördengängen.

Im Kreisverband Nordthüringen erfolgt die Beratung durch die Kreisgeschäftsführerin Katja Goldacker in den Beratungsstellen Nordhausen, Sondershausen und Artern. Ihr stehen erfahrene Ehrenamtler zur Seite. Kathrin Schlegel, stv. Kreisvorsitzende, ist eine von ihnen, welche sich vor allem in Sondershausen engagiert.

Erst wenn zur Durchsetzung der Rechte Widerspruch erhoben oder Klage eingereicht werden muss, treten die VdK-Juristen auf den Plan. Sie vertreten die Mitglieder in allen sozialrechtlichen Angelegenheiten – wenn es sein muss, auch vor dem Bundessozialgericht. Und das mit großem Erfolg, wie die aktuellen Zahlen belegen.

Fast jedes fünfte Verfahren vor den Sozialgerichten in Hessen und jedes fünfzehnte in Thüringen wird von VdK-Bevollmächtigten geführt, darunter auch Birgit Zörgler, die Leitterin der Bezirksgeschäftsstelle Thüringen Nord in Nordhausen mit ihrem Team.
Philipp Stielow
Pressesprecher VdK
Autor: khh

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