Zuckerbrot und Peitsche für Berufsschulen
Mittwoch, 04. März 2015, 11:12 Uhr
Erst hat die linke Bildungsministerin Bescheide der Vorgängerregierung zurückgenommen, nun soll die Zahl der Berufsschulen in Thüringen reduziert werden. Die Nordthüringer Online-Zeitungen mit den Einzelheiten...
In Zeiten zurückgehender Schülerzahlen wollen wir unser Berufsschulnetz zukunftsfest machen. Deshalb nehmen wir jetzt den Dialog mit allen Verantwortlichen vor Ort auf. Ein gutes Berufsbildungsangebot ist eine entscheidende Voraussetzung, dass sich Thüringen die Fachkräfte von morgen sichert.
Das hat Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert heute auf der Auftaktveranstaltung zur Regelung des Schulnetzes der berufsbildenden Schulen in Erfurt unterstrichen. In den nächsten Wochen will das Bildungsministerium auf mehreren Regionalkonferenzen mit Vertretern von Schulen, Schulträgern, Kammern, Gewerkschaften, Arbeitsagentur und Kommunalpolitik ins Gespräch kommen und über das jeweilige Berufsschulnetz beraten.
Ziel ist nach Worten von Klaubert ein leistungsfähiges Berufsschulnetz, das den gesunkenen Schülerzahlen gerecht wird und gleichzeitig gute Fachkräfte für die Berufswelt von morgen ausbildet.
Klaubert verweist darauf, dass sich die Zahl der Schüler an staatlichen Berufsschulen aufgrund der demografischen Entwicklung von 84.000 im Jahr 2001 auf heute 42.000 halbiert habe. Auf der anderen Seite sei die Zahl der Staatlichen Berufsbildenden Schulen im gleichen Zeitraum deutlich weniger gesunken – von 58 auf 42. Bereits seit mehreren Jahren weise fast ein Drittel der Berufsschulklassen nicht mehr die Mindestgröße von 15 Schülern auf.
Klaubert: Keine Frage, es besteht Handlungsbedarf. Ich möchte gemeinsam mit Schulträgern, Kammern und den weiteren Beteiligten überlegen, wie wir mit der Situation umgehen.
Es sei ihr wichtig, alle Verantwortlichen auf diesem Weg mitzunehmen und sie nicht mit einsamen Beschlüssen des Ministeriums zu konfrontieren. Deshalb habe sie Ende vergangenen Jahres die ursprünglich erlassenen Bescheide zur Konzentration von Ausbildungsgängen auf weniger Standorte zurückgenommen. Die Ursprungspläne hätten dazu geführt, dass an Berufsschulstandorten keine Klassenbildung in bestimmten Berufen zum Beginn des Ausbildungsjahres 2015/16 möglich gewesen wäre. Mit der Rücknahme der entsprechenden Bescheide der Vorgängerregierung wurde das gültige Berufsschulnetz für das kommende Schuljahr zunächst fortgeschrieben. Alle bestehenden Ausbildungsgänge blieben somit in den einzelnen Regionen erhalten.
Das heißt nicht, dass wir keinen Reformbedarf sehen. Genau darum geht es jetzt auf unseren Regionalkonferenzen. Wichtig ist mir aber, dass wir uns mit allen Verantwortlichen gemeinsam auf diesen Weg machen, betont die Ministerin.
Autor: redIn Zeiten zurückgehender Schülerzahlen wollen wir unser Berufsschulnetz zukunftsfest machen. Deshalb nehmen wir jetzt den Dialog mit allen Verantwortlichen vor Ort auf. Ein gutes Berufsbildungsangebot ist eine entscheidende Voraussetzung, dass sich Thüringen die Fachkräfte von morgen sichert.
Das hat Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert heute auf der Auftaktveranstaltung zur Regelung des Schulnetzes der berufsbildenden Schulen in Erfurt unterstrichen. In den nächsten Wochen will das Bildungsministerium auf mehreren Regionalkonferenzen mit Vertretern von Schulen, Schulträgern, Kammern, Gewerkschaften, Arbeitsagentur und Kommunalpolitik ins Gespräch kommen und über das jeweilige Berufsschulnetz beraten.
Ziel ist nach Worten von Klaubert ein leistungsfähiges Berufsschulnetz, das den gesunkenen Schülerzahlen gerecht wird und gleichzeitig gute Fachkräfte für die Berufswelt von morgen ausbildet.
Klaubert verweist darauf, dass sich die Zahl der Schüler an staatlichen Berufsschulen aufgrund der demografischen Entwicklung von 84.000 im Jahr 2001 auf heute 42.000 halbiert habe. Auf der anderen Seite sei die Zahl der Staatlichen Berufsbildenden Schulen im gleichen Zeitraum deutlich weniger gesunken – von 58 auf 42. Bereits seit mehreren Jahren weise fast ein Drittel der Berufsschulklassen nicht mehr die Mindestgröße von 15 Schülern auf.
Klaubert: Keine Frage, es besteht Handlungsbedarf. Ich möchte gemeinsam mit Schulträgern, Kammern und den weiteren Beteiligten überlegen, wie wir mit der Situation umgehen.
Es sei ihr wichtig, alle Verantwortlichen auf diesem Weg mitzunehmen und sie nicht mit einsamen Beschlüssen des Ministeriums zu konfrontieren. Deshalb habe sie Ende vergangenen Jahres die ursprünglich erlassenen Bescheide zur Konzentration von Ausbildungsgängen auf weniger Standorte zurückgenommen. Die Ursprungspläne hätten dazu geführt, dass an Berufsschulstandorten keine Klassenbildung in bestimmten Berufen zum Beginn des Ausbildungsjahres 2015/16 möglich gewesen wäre. Mit der Rücknahme der entsprechenden Bescheide der Vorgängerregierung wurde das gültige Berufsschulnetz für das kommende Schuljahr zunächst fortgeschrieben. Alle bestehenden Ausbildungsgänge blieben somit in den einzelnen Regionen erhalten.
Das heißt nicht, dass wir keinen Reformbedarf sehen. Genau darum geht es jetzt auf unseren Regionalkonferenzen. Wichtig ist mir aber, dass wir uns mit allen Verantwortlichen gemeinsam auf diesen Weg machen, betont die Ministerin.
