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Hausbesuchsprogramm hat sich bewährt

Donnerstag, 05. März 2015, 20:26 Uhr
Die Vorstellung der Evaluation des Baby- Hausbesuchsprogramms und Informationen zur weiteren Ausgestaltung der Frühen Hilfen im Kyffhäuserkreis stand auf dem Programm des Jugendhilfeausschusses und sorgte gleich zu Beginn für Schmunzeln in der Runde...

Es ist schon ein Kreuz mit diesen neumodischen Wörtern, die nicht mal in älteren Ausgaben des Duden stehen, wie ein Mitglied des Jugendhilfeausschusses feststellte.

Evaluation - sach- und fachgerechte Bewertung - laut Online-Duden.

Und in der Tat, hätte man das Ganze mit Bewertung des Baby- Hausbesuchsprogramms... überschrieben hätte das auch gereicht, denn man muss in so einem Gremium eigentlich voraussetzen, dass der Vortrag eine sach- und fachgerechte Bewertung beinhaltet.

Man merkte aber beim Blick in die Runde, dass viele froh waren, nicht eine Erkärung abgeben zu müssen. Nach dieser Schmunzeleinlage ging es dann aber ernst weiter und Jutta Gebauer vom Jugendamt gab einen wirklich sehr detailierten Bericht wieder, der in seiner vollen Länge hier nicht darstellbar ist. Schön wäre es, dass Ganze als pdf ins Netz zu stellen.

Hausbesuchsprogramm hat sich bewährt (Foto: Landratsamt Kyffhäuserkreis) Hausbesuchsprogramm hat sich bewährt (Foto: Landratsamt Kyffhäuserkreis)

Die Untersuchung der Praxis der Hausbesuche durch Mitglieder des Jugend- und Sozialamtes Kyffhäuserkreis selbst hatte Kreisjugendring vorgenommen. Interessant dabei die Zahlen zur Akzeptanz bei den Befragungen:

- Ich es eine schöne Geste des Landkreises: 93,0 Prozent vor dem Besuch und 94,9 Prozent nach dem Besuch

- Ich fühlte mich durch das Jugend- und Sozialamt kontrolliert: 20,2 Prozent vor dem Besuch und nach dem Besuch 11,5 Prozent.

Trotzdem empfanden 38,2 Prozent den Besuch als nicht notwendig an (vor dem Besuch) und 37,9 Prozent nach dem Besuch.

- Ich fühle mich bereits ausreichend informiert sagen vor dem Besuch 63,0 Prozent

- Ich habe hilfreiche Informationen erhalten sagten aber nach dem Besuch 91,1 Prozent.

Und wenn 96,8 Prozent nach dem Besuch sagten, ich empfand den Besuch als angenehm spricht das ja wohl für eine gelungene Durchführung der Besuche. Ziel des Landratsamtes bleibt, möglichst jedes Kind zu besuchen, wenn es die Eltern zu lassen. Die Hausbesuche sind das "Sahneschnittchen" für die Sozialarbeiter, werden sie bei dieses Hausbesuchen meist nicht mit negativen Problemen belastet, wie sonst oft in der Arbeit, wie Jutta Gebauer erläuterte

Hausbesuchsprogramm hat sich bewährt (Foto: Landratsamt Kyffhäuserkreis) Hausbesuchsprogramm hat sich bewährt (Foto: Landratsamt Kyffhäuserkreis)


Und wie sieht das Fazit der Untersuchung aus:

- Die Willkommenshausbesuche bei Neugeborenen durch die Sozialarbeiter fördern ein positives Image, sowohl beim Landratsamt, als auch für das Jugend- und Sozialamt.

- Sind Eltern rechtzeitig über Inhalt und den Grund des Besuchs informiert, spielt es für sie keine Rolle, wer von welchem Amt/Freien träger zu Ihnen kommt.

- Eltern lernen ein Gesicht vom Amt kennen, die Hürden zur Kontaktaufnahme werden abgebaut.

- Der Sozialarbeiter kann mit seinen fachlichen Kompetenzen bei Bedarf sofort reagieren (niederschwellige Hilfen anbieten und beraten, aber auch auf Situationen in Bezug auf das Kindeswohl reagieren.

- Die Anregungen der Eltern, Sozialarbeiter und Mitarbeiter bzw. Bürgermeister werden aufgegriffen und nach Möglichkeit umgesetzt.

In der Diskussion sagte Arterns Bürgermeister Wolfgang Koenen (Die Linke) nach einigen Terminschwierigkeiten wolle er sich wieder ins Besuchsprogramm einklinken.
Autor: khh

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