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„Dann wurde es still“

Donnerstag, 09. April 2015, 12:22 Uhr
Sehr emotional fanden gestern im neuen Bürgerzentrum Cruciskirche von Sondershausen die Gedenkveranstaltungen der Stadt anlässlich 70. Jahrestag der Bombardierung ihren Abschluss...

„Dann wurde es still“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „Dann wurde es still“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Das Bürgerzentrum hatte sehr viele Bürger angezogen, die teils noch die Bombardierung mit erlebt hatten. Brüßen konnte die erste Beigeordnete Cornelia Kraffzick (SPD) auch Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD), Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (SPD).

„Dann wurde es still“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann) „Dann wurde es still“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Sehr emotionell waren Augenzeugenberichte aus den damaligen Tagen vor und während der Bombardierung, mit viel Einfühlungsvermögen gelesen von Hedi Bialkowski.

Hier konnte der Hörer erfahren, dass es im Vorfeld der Bombardierung Bürger gab, die auf eine Kapitulation der Stadt drängten aber sich letztendlich nicht durchsetzen konnten. Ja es gab sogar die Vorbereitung weiterer Verteidigungsmaßnahmen.

Von amerikanischen Flugzeugen waren sogar weiße Fahnentücher abgeworfen worden, damit die Stadt die Möglichkeit hatte sich friedlich zu ergeben. Das wurde aber in den Wind geschlagen und so starteten zwischen 15:00 Uhr und 16:00 in vier Staffeln 152 Maschinen in Richtung Sondershausen.

Obwohl rund 30 Prozent der Wohnfläche zerstört wurden, hatte Sondershausen noch "Glück im Unglück", denn, so die Recherche in Dokumenten, nur 97 der Bomber konnten ihre tödliche Last ausklinken. Wegen ungünstiger Winde und der schon starken Rauchwolken über der Stadt mussten die anderen Maschinen abdrehen.

Künstlerisch begleitet wurde die Veranstaltung von Sonnwill Zscheckel (Altsaxophon) und Steffen Braune (Flügel).
Autor: khh

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