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Privatisierung Bauhof vorerst vom Tisch

Donnerstag, 09. April 2015, 19:55 Uhr
So voll war es lange nicht mehr auf den Besucherstühlen bei einer Stadtratssitzung in Sondershausen. Schließlich stand u.a. die Zukunft des Bauhofs der Stadt Sondershausen auf dem Spiel...

Und so war es kein Wunder, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs heute dabei waren.


Privatisierung Bauhof vorerst vom Tisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Privatisierung Bauhof vorerst vom Tisch (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Interessengemeinschaft Haushauskonsolidierung der Fraktionen Die Linke. SPD/Grüne - Volkssolidarität hatte mit ihrem Beschlußantrag in der letzten Stadtratssitzung für sehr viel Unruhe gesorgt, denn dort hieß es:

"6. Die Schrittweise Privatisierung des Bauhofs mit Abschluss zum 31.12.2017"
10. Die Schrittweise Privatisierung des Krematorium mit Abschluss zum 31.12.2017


Der Fraktionsführer der Volkssolidarität Tobias Schneegans bezeichnete diesen Punkt als einen Schnellschuss. Die Interessengemeinschaft brachte heute einen neuen Beschlußentwurf ein:

Ersatz der Punkte 6 und 10: Die Überprüfung der Wirtschaftlichkeit des Bauhofs und des Krematorium in Zusammenarbeit zwischen einem externen Dienstleister , der Verwaltung und dem Werksausschuss und Vorschlag geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsergebnisses. Ein besonderes Augenmerk ist auf defizitäre Bereich zu richten.

Dieser Beschluss ging einstimmig durch den Stadtrat.

Vorher hatte Bürgermeister Joachim Kreyer (SPD) gewarnt. Einige Kommunen, die ihre Bauhöfe privatisiert haben, rudern schon wieder zurück. Dabei nannte er das Beispiel Meinigen.
Knackpunkt in der Diskussion:
Was ist, wenn es besondere Situationen bei Notfällen und ähnlichen gibt? Was passiert an Wochenende, wenn kurzfristige Einsätze zu realisieren sind? Klappt so etwas mit privaten Firmen?
Unter diesem Einfluss überraschte das Abstimmungsergebnis nicht mehr.

Allerdings herrscht durchaus noch Skepsis unter den Beschäftigten des Bauhofs, wie kn in anschließenden Gesprächen erfuhr. Zu sehr hatte Sie der Schnellschuss der Interessengemeinschaft verunsichert.

Ob es weitere Änderungen in dem ursprünglichen Beschlußvorschlag gab und über was diskutiert wurde, erfahren Sie in Kürze.
Autor: khh

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