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Europa geht alle an

Freitag, 10. April 2015, 15:28 Uhr
Kommenden Mittwoch wird an der Nordhäuser Hochschule diskutiert. Allerdings sollen dann nicht nur die Studenten parlieren. Arbeitsmarkt, Bildung, Willkommenskultur - vom Schüler, Unternehmer, Politik und Gesellschaft wollen über die Chancen und Herausforderungen sprechen, die Europa bietet...

"Was geht mich Europa an?" (Foto: Europa Service Nordthüringen) "Was geht mich Europa an?" (Foto: Europa Service Nordthüringen)

Die Themen, die in der Veranstaltung "Was geht mich Europa an?" am kommenden Mittwoch diskutiert werden sollen, werden derzeit alle in der einen oder anderen Form in den Medien behandelt. Wie steht es um die viel beschworene Willkommenskultur in Deutschland? Warum brauchen wir Fachkräfte aus dem Ausland und welche Möglichkeiten was müssen Wirtschaft und Politik tun, um den Weg der gut ausgebildeten Kräfte in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern? Schüler, Studenten, Lehrer und Eltern können sich außerdem darüber austauschen, wie und mit welcher Unterstützung Auslandsaufenthalte ermöglicht werden können.

Damit dieses kontinentale Themenspektrum behandelt werden kann, hat der Europa-Service Nordthüringen zusammen mit der Nordhäuser Hochschule, dem Welcome Center Thuringia und dem Jugendsozialwerk einen ganzen Tag voller Diskussionen und Workshops auf die Beine gestellt. Dabei richtet sich das Angebot explizit nicht nur an Experten und Fachkräfte, sondern an ein möglichst breites Publikum. "Europa betrifft alle", sagte Stephanie Kespohl vom ESN, "die Themen, die wir besprechen wollen, sind für die Bürger genauso interessant wie für Schüler, Azubis, Lehrer, Freiwillige und Unternehmer".

Neben einer Podiumsdiskussion an der mehrere Institutionen teilnehmen werden, die schon einige Erfahrung mit "Europa" haben, werdenfünf verschiedene Foren angeboten:

Wege ins europäische Ausland

Ein Aufenthalt im Ausland, der über den Jahresurlaub hinausgeht, macht sich nicht nur gut im Lebenslauf, sondern bringt auch ganz andere handfeste Vorteile. Sprachkenntnisse natürlich, aber auch den berühmten Blick über den Tellerrand, mehr Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Identitäten und somit mehr im Alltag einer sich ändernden Gesellschaft. Was bei der Planung und Durchführung beachtet werden sollte und welche Fördermöglichkeiten es Berufs- und Bildungsbezogene Auslandsaufenthalte gibt, soll dieser Workshop klären.

Chancen des europäischen Arbeitsmarktes

Dieses Thema dürfe vor allem für die arbeitende Bevölkerung und die Arbeitgeberseite interessant sein. Geklärt werden Fragen rund um die Arbeitnehmerfreizügigkeit und das Wo? und Wie? der Fachkräftegewinnung. Arbeitnehmer erfahren welche Chancen das europäische Ausland für sie bietet.

Grenzenloses Netzwerken

"Gemeint sind hier nicht nur die europäischen Grenzen sondern allgemeine Barrieren, die erfolgreiche Netzwerkarbeit behindern", erklärt ESN Leiterin Kespohl. Wie funktioniert effektive Kommunikation, wie kann man leichter unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und vor allem wie hält man ein Netzwerk am Leben - das sind Fragen, über die sich schon so mancher Akteur in und um Nordhausen den Kopf zerbrochen haben könnte. Die Thüringer Agentur für Kreativwirtschaft und die Hochschule wollen Antworten geben.

Bildung in Europa

Während sich der Workshop "Wege ins europäische Ausland" mit den verschiedenen theoretischen Möglichkeiten auseinandersetzt, soll hier ganz praktisch zu Werke gegangen werden. Frau Hesse vom Ferienpark Feuerkuppe will den Sinn und Nutzen der diversen Austausch- und Begnungsprogramme an praktischen Beispielen aufzeigen. Im Fokus steht vor allem der individuelle Austausch, etwa in Form von Jugendbegegnungen, was vor allem für Schulen, Berufsschulen und Vereine aber auch Eltern interessant sei, die ihren Kindern in den Ferien einmal etwas anderes ermöglichen wollen, so Stephanie Kespohl.

CV-Basics

Auch im fünften Workshops steht die Praxis voll im Vordergrund: "CV", das steht für "Curriculum Vitae" - hierzulande als Lebenslauf bekannt. Im europäischen Ausland gelten dabei nicht diesselben, oft informellen Regeln, wie in Deutschland. "Wir wollen auf die Unterschiede in den einzelnen Ländern eingehen, welche Grundlagen es zu beachten gilt und so den groben Rahmen im Bewerbungstraining abstecken", sagte Stephanie Kespohl.

Der Tag rund um Europa wird am kommenden Mittwoch um 14 Uhr durch den Präsidenten der Nordhäuser Hochschule, Prof. Dr. Wagner, eröffnet. Die Workshops finden im Anschluss an eine Podiumsdiskussion statt, an der Vertreter aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik teilnehmen werden. Bevor man gegen Ende der Veranstaltung beim "Come together" noch einmal ungewzungen plaudern kann, wird es außerdem eine Diskussion mit den Landratskandidaten zum Thema "Willkommenskultur" geben.

Die Teilnahme an alle Programmpunkten ist auch ohne vorherige Anmeldung noch möglich.
Angelo Glashagel
Autor: red

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